Montag, 23. März 2020

„The Orville“ und „Star Trek: Picard"

Ich bin ja ein riesen Star Trek Fan, besonders was "The Next Generation", "Deep Space Nine", "Raumschiff Voyager", bedingt "Star Trek: Enterprise" und die dazugehörigen Kinofilme angeht.
"Raumschiff Enterprise" aus den 60ern ist auch nicht ganz so mein Fall, abgesehen von den Kinofilmen... das war halt vor meiner Zeit. Aufgewachsen bin ich einfach mit der Enterprise mit Picard.

Mit der "Kelvin-Zeitlinie" (Wikipedia) kann ich leider gar nichts anfangen... Würde man das alles nicht "Star Trek" nennen und bereits bekannte Figuren/Namen nicht plötzlich völlig anders darstellen, wäre es ein super SciFi-Film (ist es ja eigentlich auch), aber für mich fühlt sich das alles einfach gar nicht mehr nach Star Trek an! Also quasi guter Film, aber schlechtes Star Trek.
Meiner Meinung nach hätte man das Design der 1980er bis 2000er Jahre bebehalten sollen und ein neues Schiff mit einem anderen Namen und anderen Charakteren nehmen sollen (hat bei der Voyager ja auch geklappt).

Und jetzt kommt "The Orville" ins Spiel!

Keine Sorge, ich spoiler nicht! 

Orville ist von Seth MacFarlane (Wikipedia), der lustige Zeichentrickserien wie "Family Guy" und "American Dad" gemacht hat - beide Serien mag ich sehr!
Jedoch war ich sehr skeptisch, als ich hörte, dass Seth MacFarlane nun einen "witzigen Star Trek Abklatsch" macht... uhhhh! Ich habe mir die Serie nicht angeschaut, weil mir Star Trek irgendwie zu heilig und zu ernst war, um mir da irgendeinen Klamauk anzusehen. Ich hatte einfach kein gutes Gefühl dabei!

Erst zwei Jahre nach der deutschen Erstausstrahlung habe ich mir dann doch mal die erste Folge reingezogen und es hat mich (im positiven Sinne) aus den Latschen gehauen!

Die Serie ist kein Klamauk und man macht sich auch nicht über Star Trek lustig. Natürlich gibt es hier und da lustige Situationen und ein paar Lacher, aber wohl dosiert und so, dass es eben nicht lächerlich wirkt und stets insgesamt eher ernst bleibt (die Serie behandelt auch ernste Themen). Aber genau das Quentchen Humor hat bei z.B. "The Next Generation" immer gefehlt. Auch diese generelle Lockerheit der Figuren und ein normaler Alltag, der bei Orville gut rüber kommt, fehlte bei TNG irgendwie - es wirklte alles immer zu ernst.
Bei Orville gibt es zudem nicht immer ein Happy End, was ich so von Star Trek auch nicht kenne.
Orville macht einige Dinge tatsächlich besser als Star Trek!

So richtig geflasht hat mich die Athmosphäre! Es ist keine Kopie von Star Trek, es ist alles ein wenig anders und eigenständig, aber trotzdem fühlt man sich extrem an die gute, alte Zeit von Star Trek erinnert und man hat das Gefühl sofort "drin" zu sein.
Das was seit der "Kelvin-Zeitlinie" beim echten Star Trek komplett fehlt, findet man nun bei Orville wieder und das ist einfach unglaublich toll!


Zeitgleich habe ich angefangen bei Amazon Prime Video die neue Serie "Star Trek: Picard" zu schauen. Mir fehlt auch hier das "alte Star Trek Feeling", aber das wird durch die Anwesenheit von dem originalen Picard und anderen originalen Figuren aus den alten Serien wieder gut gemacht.
Versteht mich aber falsch: "Star Trek: Picard" ist eine phantastische Serie und es ist toll die alten Charaktere in einer neuen Serie zu sehen!
Nur fehlt eben wieder das "alte Star Trek Feeling", welches es aktuell nur bei Orville gibt. 


Die Serien Orville und Picard haben irgendwie die Rollen getauscht: Picard fühlt sich nach der gänzlich neuen Serie an, während Orville wie das alte Star Trek aussieht und sich auch irgendwie so anfühlt. Trotzdem sind beide Serien auf ihre Art und Weise phantastisch und für jeden Trekkie ein Muss!

Fazit: Beide Serien unbedingt anschauen! 

Montag, 30. Dezember 2019

Viel zu viele Spiele! *ÜBERFORDERUNG*

Kennt ihr das, wenn eine Auswahl so extrem groß ist, dass man sich gar nicht entscheiden kann? Es ist sogar nachgewiesen, dass eine zu große Auswahl überfordern kann (siehe hier). Genau diese Überforderung empfinde ich aktuell, was Spiele angeht!

Massenhaft Spiele: 

Früher hatte ich ein "Hauptspiel", welches ich sehr lange und intensiv gezockt hatte und dazu vielleicht zwei "Nebenspiele".
In meiner Jugend war das zum Beispiel über etliche Jahre "Counter-Strike", später "Eve Online", dann "Guild Wars 2" und zuletzt "Werwolves Within". Das sind gerade mal vier Spiele, die mich über 15 Jahre bestens unterhalten haben!
Heute sieht das völlig anders aus: Alleine auf meinem Notebook habe ich über 70 Spiele installiert, wovon ich aktuell kein einziges lange oder intensiv zocke.

Alleine bei Steam besitze ich weit über 200 Spiele, wovon 30 installiert sind!

Neben meinem Gaming-Notebook besitze ich noch eine Oculus Rift S, eine Oculus Go, einen New Nintendo 3DS XL, eine Xbox One S und Retro-Konsolen...mit insgesamt hunderten Spielen!

Bei meiner Xbox war Forza Horizon 4 mit dabei - ein Spiel das ich sehr mag und was mich normal lange Zeit fesseln würde... allerdings gab es da ein Angebot für den Xbox Game Pass Ultimate: 18 Monate für nur 60 Euro statt 234 Euro!
Mit dem Game Pass habe ich eine Flatrate mit über 100 Spielen. Duzende Spiele werden dann "mal ausprobiert", kaum eins wird aber konsequent durchgezockt. Forza Horizon 4 zocke ich kaum noch, da ich die meiste Zeit mit zig anderen Spielen beschäftigt bin.
Kaum fange ich ein neues Spiel neu an, wird mir ein anderes, interessantes Spiel präsentiert. Beim Game Pass kommen alle paar Tage ein paar Spiele dazu, andere Spiele kaufe ich gerne, wenn sie im Sonderangebot sind.
So kommen auf verschiedene Wege immer mehr Spiele dazu, aber ich zocke kein Spiel mehr dauerhaft - es sind einfach viel zu viele Spiele!

Nur auf dem Smartphone, bzw. dem iPad sieht es ganz anders aus - dort zocke ich nur ein einziges Spiel: "Forge of Empires"
Die typischen Handyspiele mag ich nicht besonders... ich habe zwar ein paar für einige Zeit gezockt, aber wirklich hängengeblieben bin ich eben nur bei FoE.
Ich "suchte" es seit Jahren täglich, ähnliche wie früher bei Ogame - nur nicht so extrem (das war damals eine echte Sucht - ich berichtete hier).
So etwas fehlt mir für PC oder Konsole! EIN Spiel, das einen für lange Zeit in seinen Bann zieht.

Auf den tragbaren Nintendos sieht es noch am übersichtlichsten aus, da ich dafür nicht ganz so viele Spiele habe. Ich zocke ab und zu eine Hand voll Spiele und das wars dann auch. Viel entspannter als ein riesiges Überangebot!

Was ich tun werde...

Das einzige was gegen diese Überforderung auf Grund des Überangebotes hilft, ist konsequenter Minimalismus:
Als erstes werde ich deutlich weniger* Gaming-Videos auf YouTube schauen, damit ich weniger zu neuen Spielen "verführt" werde. (*alles außer "Gameswelt" kommt weg!)
Außderdem werde ich alle Newsletter abbestellen, die mich über Sonderangebote informieren.

Auf meinem Notebook werde ich die Anzahl meiner Spiele von über 70 auf rund 5-10 Spiele reduzieren. Ich werde ein oder zwei Spiele für langen Spielspaß lassen (evtl. Counter-Strike S/GO, Guild Wars 2, GTA SA/5 oder ähnliches) und noch ein paar kurze Spiele, die ich erstmal konsequent durchzocken werde, bis ich das nächste Spiel installiere.
Bei den Launchern habe ich auch erst mal entrümpelt:

Epic, GOG, Uplay, Origin habe ich erstmal komplett gelöscht

Bei der Xbox wird das natürlich schwierig... ob ich den Game Pass nach Ablauf verlängern werde, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich werde ich nicht bereit sein, monatlich einen pauschalen Betrag für Spiele zu bezahlen, die ich eh nicht spielen werde.
Ich werde Jahre damit beschäftigt sein, meine bereits vorhandenen Spiele zu zocken!

Generell gilt: Weniger ist manchmal einfach mehr!

Dienstag, 24. Dezember 2019

Warum ich jetzt doch RAW und Bildbearbeitung nutze

2010 bis 2017 hatte ich meine erste digitale Spiegelreflexkamera (DSLR), mit der ich eine Menge Spaß hatte. Nach einer kleinen Pause holte ich mir 2019 erneut eine DSLR.


Zu Zeiten meiner ersten DSLR habe ich mich nie besonders für das Thema Fotografie im Detail interessiert. Natürlich kannte ich die Grundlagen (Belichtungszeiten, Blende, ISO) und ich nutzte Spezialtechniken wie die Langzeitbelichtung, aber ich habe nie im RAW-Format fotografiert oder mir Gedanken über Bildkompositionen und Nachbearbeitungen gemacht. 
Ich habe immer nur wild darauf los fotografiert und die Bilder dann so genommen, wie sie waren ("out of the cam"). Das funktionierte damals auch ganz gut, weil diese Fotos immer noch sehr viel besser aussahen, als die sonst üblichen und weit verbreiteten Smartphone- oder Kompaktkamera-Fotos.

In der letzter Zeit hat sich das jedoch stark verändert: Die Smartphonekameras wurden immer besser und vor allem deren Software lässt DSLR-Fotos erst mal alt aussehen!
Der Grund ist, dass Smartphones nicht mehr nur ein einzelnes Foto machen und fertig, sondern bis zu sieben Fotos gleichzeitig machen und all diese Bildinformationen zu einem Einzelbild zusammenrechnen. Darüberhinaus optimiert die künstliche Intelligenz das Foto, was man sonst mit einer Bildbearbeitungssoftware selbst machen müsste - zum Beispiel erkennen einige Smartphones den Mond und stellen diesen dann besonders detailliert dar, oder Gesichter werden weichgezeichnet... es wird viel getrickst!
Kurz: Eine DSLR liefert ein einzelnes, unbearbeitetes Foto, während ein Smartphone ein künstlich optimiertes Bild aus mehreren Einzelfotos errechnet.

Erst bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass die Qualität des Smartphone-Fotos schlechter ist - so genau schaut bei Facebook oder Instagram aber kaum niemand hin...
Noch ein Nachteil beim Smartphone: die automatische Bildbearbeitung kann man in der Regel nicht abschalten (oder nur recht eingeschränkt) und eine manuelle, nachträgliche Bearbeitung ist auch nur begrenzt möglich.

Nachdem ich also festgestellt hatte, dass meine neuen DSLR-Fotos nur selten spannender als Smartphone-Fotos sind, habe ich mich entschlossen etwas zu verändern:
Ich versuche jetzt so viel wie möglich aus der Kamera heraus zu holen, ich lerne immer neue Techniken der Fotografie und außerdem fotografiere ich nun im RAW-Format, um die Fotos nachträglich bearbeiten zu können.

Beispiele:

Als erstes ein Sonnenuntergang - vom Motiv her nichts besonderes, das habe ich einfach als Beispiel aus meinem Wohnzimmerfenster heraus fotografiert. Hier habe ich speziell die Farben angepasst, aber auch die Helligkeit und den Kontrast.

Unbearbeitet.

 Nachbearbeitet.


Als nächstes habe ich ein Beispiel für Schwarzweißfotografie. Wie man sieht, wirkt ein Foto, welchem einfach die Farbe entzogen wird, etwas trostlos. Hier ist eine Nachbearbeitung ziemlich wichtig.

Unbearbeitet.

Einfach in ein s/w Foto umgewandelt.

Nachbearbeitet (Kontrast, Haus heller, Himmel dunkler,...).


Zuletzt ein recht extremes Beispiel der Nachbearbeitung. Ich habe nicht nur die Farbe entzogen, Helligkeit und Kontrast verändert, sondern auch die Regenrinne rechts oben entfernt (wenn auch nicht sonderlich gut, weil erster Versuch) und eine nachträgliche Unschärfe eingebaut, so dass die Räder etwas mehr zur Geltung kommen.

Unbearbeitet.

Nachbearbeitet.

Die Fotos habe ich mit meiner Canon EOS 80D gemacht und wurden auf 35% verkleinert. Meine komplette Kamera-Ausrüstung habe ich HIER aufgelistet.

Ich muß betonen, dass ich erst kurz mit RAW und Nachbearbeitung arbeite und dass die Fotos und Endergebnisse daher (noch) nicht sonderlich professionell sind. Aber es zeigt ganz gut wo die Reise hin geht und was theoretisch alles möglich ist. Übung macht den Meister!

Ich verwende übrigens den "CyberLink PhotoDirector 11 Ultra" für die Bildbearbeitung, weil es im Bundle mit dem "PowerDirector 18 Ultra" ziemlich günstig ist - ich benötige beides, da ich ja auch Filmchen auf YouTube mache.
Ich habe vorher ein paar andere Programme ausprobiert, aber die waren alle nichts für mich und die kostenlosen Alternativen sind aus gutem Grund kostenlos... bis zu einem bestimmten Punkt sind die zwar ausreichend, aber die Grenzen sind ziemlich schnell erreicht. 


Fazit:
Insgesamt bin ich etwas "professioneller" geworden - nicht nur was meine neue Hard- und Software angeht, sondern auch was meine Einstellung zur Fotografie angeht: Ich beschäftige mich viel mehr mit Motiven und Kompositionen, mache keine einfachen Schnappschüsse mehr, arbeite mit Bildbearbeitungsprogrammen und lerne ständig dazu.
Natürlich stehe ich noch am Anfang, aber es wird so ganz langsam... immerhin sehen meine Fotos nicht mehr wie Smartphone-Schnappschüsse aus... hoffe ich zumindest :D
Ich bin nicht traurig über diese Entwicklung! Früher habe ich nachbearbeitete Bilder als "unecht" verteufelt, heute sehe ich das als Werkzeug für die Kreativität. Ein Foto soll schließlich ein Kunstwerk sein und etwas ausdrücken.
Immer besser zu werden und immer schönere und ausdrucksstärkere Bilder machen zu können, genau das macht dieses Hobby aus, woran ich aktuell wieder so viel Spaß habe! 

Alle Fotos und alles zum Thema Fotografie poste ich ab sofort in meinem neuen Blog:
BochumBilder.de - Birgers Bochum in Bildern

Donnerstag, 22. August 2019

Neues Handy: iPhone 8 statt iPhone SE

Das iPhone SE hatte ich jetzt 15 Monate lang - das ist für meine Verhältnisse echt lange und ich glaube, dass ich kein anderes Handy so lange hatte. Eigentlich hätte ich es noch viel länger behalten, denn ich war damit immer sehr zufrieden: Es ist sehr kompakt, leistungsstark und hat immer noch das aktuellste Betriebssystem (iOS 13), obwohl das iPhone SE von 03/2016 ist (die meisten Hersteller halten ihre Smartphones nur 1-2 Jahre aktuell).
Alles super! Bis auf einen Punkt... die Kamera! Diese stammt aus dem iPhone 6s von 09/2015 und war für schnelle Schnappschüsse ganz OK - mehr aber auch nicht!
Fotos in der Wohnung (zum Beispiel für eBay) waren kaum möglich, es musste schon taghell sein, damit die Fotos gut wurden.

Das war mir lange Zeit egal, weil ich auch noch eine richtige Kamera habe. Jetzt wurde ich jedoch auf Youtube, Instagram und Facebook wieder aktiver und da brauchte ich einfach eine vernünftige Handykamera, mit der ich dann auch mal filmen konnte. Das iPhone SE war für die Zwecke einfach nicht mehr gut genug :(

Ich habe lange überlegt, welches Smartphone ich mir als nächstes holen sollte...
Auf jeden Fall wieder ein iPhone (hat mich einfach überzeugt).
Es sollte wieder kompakt sein, weswegen die Max/Plus-Modelle und das XR schon mal ausschieden. IPhone X oder gar Xs? Nö, die sind mir einfach zu teuer! Nicht dass ich das Geld nicht hätte, mir geht es da ums Prinzip! Außerdem sind die mir alle zu groß.
Es blieb also nur das iPhone 8 von 09/2017 übrig: Es ist nur minimal größer als das SE, deutlich leistungsfähiger (obwohl ich in Sachen Performance nie Probleme mit dem SE hatte) und am wichtigsten: die Kamera ist deutlich besser!

iPhone 8 (je links) und iPhone SE (je rechts) im Vergleich - kaum ein Unterschied!

Da mir die 64 GB Speicher beim SE vollkommen ausreichten, entschied ich mich beim iPhone 8 auch für die "kleine" 64 GB Variante. Ich habe ein quasi unbenutztes Ausstellungsstück für 400 Euro ergattert. Ein iPhone Xs wäre etwa doppelt so teuer gewesen.

Inzwischen habe ich das iPhone 8 etwa drei Wochen und ich bin wirklich sehr zufrieden damit! Es ist unwesentlich größer, es passt noch gut in die enge Jeans und die Kamera ist wirklich gut! Die Fotos werden viel schärfer, knackiger und auch bei Dunkelheit bekommt man noch absolut akzeptable Fotos zustande.

Ich habe da mal ein Vergleichsfoto gemacht! Ich wollte eigentlich noch mehr machen, aber egal... das eine Foto muß jetzt reichen:

Links iPhone SE, rechts iPhone 8 (vergrößert)

Ein Schnappschuss in den Garten, es war echt schlechtes Wetter und nicht sonderlich hell.
Klar, beide Fotos sehen eher schlecht aus, aber das vom iPhone 8 ist dennoch merklich schärfer. Besonders deutlich wird das, wenn man den dunklen Bereich am Baum vergrößert:

Links iPhone SE, rechts iPhone 8 (stark vergrößert)

An der Stelle sollte ich erwähnen, dass die Auflösung bei gleichen Smartphones identisch ist: 12 Megapixel! Aber das iPhone 8 hat mit f/1.8 die lichtstärkere Kamera (iPhone SE f/2.2), einen Bildstabilisator und eine besser arbeitende Software. Und so holt man aus 12 MP eben viel mehr raus.

Ich hätte gerne mehr Beispiele gezeigt, aber die Chance habe ich leider vertan...
Glaubt mir einfach: Den unterschied merkt man deutlich!

Fazit:
Ich bereue den Umstieg nicht und bin jetzt rundum zufrieden. Ich hoffe, dass mich das iPhone ein paar Jahre begleiten wird und dass so schnell kein Neukauf notwendig wird.
Da das iPhone 8 sollte immerhin noch bis mindestens Ende 2021 frische Updates bekommen (4-5 Jahre lang).
Wer sich 2019 für ein neues, kompaktes und günstiges iPhone zulegen möchte, dem empfehle ich das iPhone 8 - das in meinen Augen aktuell beste Preisleistungsverhältnis. Wer es eine Nummer größer mag und in den Genuß einer zusätzlichen Zoomkamera kommen möchte, dem kann ich für rund 100 Euro mehr das iPhone 8 Plus ans Herz legen.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Freenet FUNK: billig, billiger, absolut kein Service!

Ich hatte die echte LTE-Flatrate von O2 ("Free Unlimted Flex", monatlich kündbar), welche monatlich 65 Euro kostet. Ich berichtete bereits HIER darüber.
Nun kam "Freenet FUNK" ins Spiel, die das Gleiche für nur 30 Euro anbieten (sogar täglich kündbar), allerdings mit einigen Einschränkungen:

1. Vertragsverwaltung nur per App - das ist kein Problem.
2. Kein Roaming - bin eh nie im Ausland.
3. Bezahlung nur per Paypal - hab ich, mach ich gerne.
4. Service nur über WhatsApp - hab ich auch, finde ich praktisch.

Prima! Also ich kündigte ich meinen O2-Vertrag, wechselte zu FUNK und sparte von nun an 35 Euro monatlich!

Das böse Erwachen kam jedoch schnell:
Das mit der App oder dem Roaming störte mich weiterhin nicht. Das mit Paypal war allerdings schon etwas nervig, denn Freenet bucht den Beitrag täglich ab: jeden Tag 99 Cent! Jeden Tag eine Paypal-Benachrichtigung, jeden Tag eine Mail und jeden Tag 99 Cent auf der Kreditkartenabrechnung! Nervig... aber verkraftbar!
Viel schlimmer: Das mit meiner Rufnummermitnahme klappte nicht!

Da tut sich rein gar nichts!

Die Portierung meiner alten Handynummer sollte nur ein paar Tage dauern, maximal 10 Tage. Es tat sich aber nichts! Nach 10 Tagen meldete ich mich per Whatsapp beim Kundenservice, dass meine Nummer noch nicht portiert wurde und ich bekam die Antwort, dass das komisch wäre und dass man dies an das "Portierungsteam" weitergeben würde. Ein paar Tage später erkundigte ich mich erneut, was denn nun der Stand der Dinge wäre - man würde sich darum kümmern... Ich fragte nach ein paar Tagen erneut und nach insgesamt 20 Tagen erneut...

Vier Anfragen, vier mal inhaltslos vertröstet! 

Man hat auch keine Chance die anders zu erreichen, um das Problem irgendwie zu lösen. Man schreibt denen per Whatsapp und nach ein paar Stunden (oder nach einem Tag) wird man inhaltslos abgespeist. Nachhaken und Druck machen half nichts!

Unter meiner alten und überall bekannten Nummer war ich nicht mehr zu erreichen und wenn die 30-Tage-Frist der Nummernfreigabe abgelaufen wäre, wäre meine Nummer einfach weg gewesen! Das wäre extrem tragisch gewesen, da ich seit einer Ewigkeit meine sehr tolle, einfach zu merkende Nummer habe, die ich ungern verlieren möchte.

Freenet FUNK war somit für mich gestorben... 
Ich kontaktierte O2 per Facebook-Messenger (hätte auch telefonisch oder über die O2-Webseite funktioniert) und sofort wurde die Reaktivierung meines alten Vertrages eingeleitet. Das sollte eigentlich ein bis drei Tage dauern, als nach drei Tagen aber nichts passiert ist, kontaktierte ich O2 erneut... immerhin hat man bei O2 das Gefühl, dass sich da kompetente Leute um einen kümmern und dass man nicht abgespeist wird. Ich bekam echte Informationen dazu, wie der Stand der Dinge ist! Am nächsten Tag war mein Vertrag schließlich reaktiviert und ich hatte meine alte Nummer wieder zurück.

Was mir im Nachhinein noch bewusst wurde: Ein Tag Kündigungsfrist heißt andersherum, dass Freenet auch mir innerhalb eines Tages kündigen könnte. Genau solche Situationen gab es in der Vergangenheit häufig bei Billiganbietern: Nutzt ein Kunde eine Flatrate zu viel, wird er einfach aus Kostengründen gekündigt. Bei FUNK stünde man von einen auf den anderen Tag ohne aktiver SIM da!
Freenet hat zwar schon getwittert, dass die keine Poweruser kündigen werden, aber der Tarif ist gerade erst gestartet... das wäre mir einfach zu riskant! 


Fazit: 
65 Euro monatlich tun schon ein wenig weh... aber durch Freenet FUNK habe ich verstanden wie wichtig guter Service sein kann - dafür zahle ich dann gerne auch mehr!
Service über Whatsapp ist generell nichts schlechtes, aber der Service sollte ganz einfach auch gut sein - so wie bei O2!

Mittwoch, 12. Juni 2019

Rezept: Vegane, asiatische, gebratene Nudeln

Das komplette Rezept (mit Zubereitung) findet ihr auf Youtube:


Zutaten für zwei Personen:
- drei Portionen asiatische Schnellkochnudeln
- Karotten
- Blumenkohl
- Frühlingszwiebeln
- Knoblauch
- Salz und Pfeffer
- Sojasauce
- Algen/Nori
- Süße (Zucker oder Stevia)
- Schärfe (z.B. Sambal Oelek)
- Sonnenblumenöl zum anbraten
- Sesamöl für den Geschmack

Bei den Zutaten kann man natürlich variieren. Die Algen sind kein Muß, man kann auch anderes Gemüse und Pilze nehmen. Auch die Würzung ist Geschmackssache.

Zubereitung:
- Die Schnellkochnudeln in warmen Wasser einweichen
- Gemüse und Knoblauch klein schneiden und in Sonnenblumenöl kurz anbraten (außer das Grün von den Frühlingszwiebeln)
- Wasser zum Gemüse geben und Gemüse gar kochen
- wenn kein Wasser mehr in der Pfanne ist, Nudeln und Gewürze dazu geben und ordentlich anbraten
- kurz vor Ende die grünen Frühlingszwiebeln und die Algen dazu geben


Guten Appetit :)


Montag, 10. Juni 2019

Verlogene, vegane Youtuberin "JANAklar"

Ich habe erst vor ein paar Tagen einen ausführlichen Blog-Eintrag über scheiß Veganer geschrieben, aber "JANAklar" hat einen eigenen Blog-Eintrag verdient!

Vor etwa nem 3/4 Jahr wurde ich Fan von Jana, als ich begann ihre Videos über Minimalismus zu schauen. Ich fand die Videos sehenswert, Jana kam sympathisch rüber, der Inhalt war interessant und es half mir echt weiter. Sie machte auch Videos über Veganismus, die ich mir ebenfalls anschaute. Und da ich damals eh schon "fast" vegetarisch lebte, wagte ich dank ihr den Sprung zum Veganismus und ich bin bis heute noch gerne vegan. Alles super!

Dann kam irgendwann ein Werbevideo für irgendeinen Bluetooth-Lautsprecher - das Video hat sie inzwischen wohl gelöscht? Ich fand das sehr komisch, das passte nicht zur minimalistischen Jana, die jetzt plötzlich solches Zeugs an die Leute bringen will.
Aber OK... juckt keinen! Aber das war der Anfang vom Untergang...

Einige Zeit später kam ein fragwürdiges Video:
"Minimalistisch packen - 3 Wochen Hawaii MIT DEM RUCKSACK - Nachhaltig(er)"
Ja... da hab ich mich schon gefragt, was ein Interkontinentalflug mit Minimalismus oder gar Nachhaltigkeit zu tun hat. Hier ging es dann definitiv in die Richtung, die ich in meinem Blogeintrag "scheiß Veganer" beschreibe.
Klar ist es in Ordnung in den Urlaub zu fliegen und damit die ganze Welt zu verpesten... für Leute denen das echt scheißegal ist, ist das völlig OK! Wer aber was von Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Regionalität faselt, der sollte einfach nicht fliegen!

Wasser predigen und Wein saufen! 

Es folgten dann noch einige Videos zu und aus Hawaii, was mir dann schon gewaltig auf den Sack ging! Jana war da schon irgendwie für mich gestorben...

Zuletzt hat sie wieder mal ein neues Werbe-/Kooperationsvideo online gestellt: diesmal ging es um Hofer (gehört zu Aldi Süd und ist in Österreich). Sie schwärmt im Video davon wie toll doch Aldi ist (ich sag jetzt Aldi dazu!), was es dort für tolles Obst und Gemüse gibt.
Dass Aldi die Massentierhaltung erst so richtig in Schwung gebracht hat und noch heute der schlimmste Verursacher für Massentierhaltung ist (billiges Fleisch, billige Milchprodukte, billige Eier), interessiert die Veganerin in diesem Moment natürlich nicht.
Aldi zahlt wohl zu viel, um die für irgendwas zu kritisieren.

Und hat sie nicht mal auf YouTube oder Instagram erwähnt, dass sie Obst und Gemüse am liebsten auf dem Markt kauft? Ich finde es nicht mehr... für Aldi gelöscht? Ich weiß es gerade echt nicht nicht. Ich hab irgendwie in Erinnerung, dass sie gerne auf Wochenmärkte und in Bio-Läden geht... kann mich da aber auch täuschen. 

Ich habe unter ihr Aldi-Video dann auch mal meine Meinung geschrieben, dass ich das alles nicht gut und sehr verlogen finde und dass ich mein Abo nun kündige... und tatsächlich habe ich von ihr dann eine arg freche Antwort erhalten. Was ich und sie geschrieben haben, ist uninteressant, interessant ist, dass sie überhaupt reagiert hat!
Denn die letzten Monate hatte ich sie mehrmals bei YouTube und bei Instagram wegen Foodsharing befragt (als damaliger Fan und wirklich freundlich) und leider nie eine Antwort erhalten. Also lernen wir daraus:

Freundliche Fragen zu einem nachhaltigen Lebensstil werden nicht beachtet, 
aber die Werbepartner werden umgehend in Schutz genommen.

Natürlich muß der nächste Langstreckenflug finanziert werden, das macht man dann auch mal gerne mit dem schlimmsten Massentierhalter überhaupt! Nestlé soll wohl auch recht gut bezahlen... die haben ja schließlich auch vegane Produkte die man bewerben kann.

Scheiß auf Tiere und Umwelt - ich bin vegan!

Also ich bin mit "JANAklar" fertig! Es war echt mal schön, hat früher Spaß gemacht, hat mir beim Minimalismus ansporn gegeben und mich zum Veganismus geführt.
Aber inzwischen besteht der Kanal nur noch aus verlogenen Videos und aus ganz viel Selbstdarstellung. Schade, einfach nur schade... aber sie ist eben auch nur eine ganz normale Veganerin, wie sie genau in mein Weltbild passt -.- 

P.S.: "Vegan ist ungesund" sehe ich auch gaaaaaanz laaaaangsaaaaaam abdriften...


*UPDATE 19.06.2019*
Jana hat jetzt ein neues Video veröffentlicht, in dem sie das mit den Flugreisen ein wenig kritisch betrachtet und überdenkt. Wäre ein Schritt in die richtige Richtung, wenn sie in Zukunft auf Flugreisen verzichten würde und Umweltschutz nicht mehr nur predigen würde, sondern auch aktiv leben würde. Ich fände es toll von ihr!

Montag, 3. Juni 2019

Konsum, Arbeit und Ansprüche minimalisieren und das Leben genießen!

Vorab: Dieses Thema sprengt so dermaßen den Rahmen, dass ich mich hier einigermaßen kurz halten werde und dafür nach und nach verschiede Punkte noch mal in extra Blogeinträgen unter dem Oberbegriff "Minimalismus" veröffentlichen werde.

Das Leben besteht aus einem Teufelskreis aus Konsum, Arbeit, Schulden und Depressionen, wie ich in den letzten Jahren selbst erleben musste.

2002 (da war ich 21 Jahre alt) musste ich gezwungenermaßen in meine erste eigene Wohnung ziehen - Recklinghausen, 44 qm, 2 Zimmer, gar nicht mal so klein für die erste Wohnung. Damals übernahm ich noch die Möbel der Vormieterin, viel Zeugs aus meiner Kindheit und Jugend besaß ich zu dem Zeitpunkt nicht mehr.

Mein gesamter, persönlicher Besitz passte quasi in einen Renault Kangoo.

Danach folgte eine 60 qm Wohnung und schließlich eine 70 qm Wohnung, in der ich aber nicht mehr alleine wohnte. Meine damalige Beziehung ging nach 4 Jahren in die Brüche und ich zog in meine bis dato kleinste Wohnung: Mülheim an der Ruhr, 37 qm, 1 Zimmer, aber zwei Kellerräume die bis unter die Decke vollgestopft waren! Die kleine Wohnung war ebenfalls reichlich gefüllt.  

Mein gesamter, persönlicher Besitz benötigte rund drei große Mercedes Sprinter. Ein Umzug fand sogar mal mit einem 7,5 Tonnen LKW statt!

Zu der Zeit bekam ich meinen ersten richtigen Vollzeitjob (den ich noch heute ausübe) und ich gab das verdiente Geld fleißig mit beiden Händen aus!
Ich kaufte Haufenweise Krimskrams, Elektronik, Motorräder, Roller, machte Schulden, machte den Autoführerschein, kaufte ein Auto und schließlich eine Eigentumswohnung, die ich an meine Schwester vermietete... allerdings verstritten wir uns, ich musste die Wohnung mit Verlust verkaufen und so stand ich am Ende mit insgesamt 20.000 Euro Schulden da!

2010 kam ich mit meiner jetzigen Freundin zusammen und 2011 zogen wir zusammen nach Bochum: über 70 qm, 2 Zimmer und ein großer Kellerraum. Ich häufte immer mehr Gerümpel an...
2015 zogen wir nach Mülheim in ein Mobilheim mit nur noch rund 40 qm. Dafür musste ich mein Hab und Gut ordentlich reduzieren, weil der Platz einfach fehlte.
Ich konnte mein Zeugs einigermaßen reduzieren und entdeckte so gaaaaanz langsam den Minimalismus für mich.
Ich fing an den Konsum leicht zurückzuschrauben, dafür arbeite ich viel mehr, um meine zwei Kredite (20.000 Euro Altlasten und noch mal 20.000 für das Mobilheim) abzubezahlen.
2018 mussten wir aus rechtlichen Gründen das Mobilheim wieder verkaufen (immerhin ohne Verlust) und zogen zurück nach Bochum. Wir entschieden uns bewusst für eine etwas kleinere Wohnung: 48 qm, 2 Zimmer, mit Garten und Kellerraum. Wir leben inzwischen so minimalistisch (besonders meine Freundin), dass die Wohnung fast schon leer wirkt. Kein Vergleich zu den vollgestopften Wohnungen zuvor und auch der Keller ist relativ luftig gefüllt. 
Wie ich mein Hab und Gut erfolgreich reduzieren konnte, werde ich später in einem extra Blogeintrag noch ausführlicher erzählen.

Die 20.000 Euro Altlasten bereiteten mit große Sorgen und schlaflose Nächte, ich war nervlich echt am Ende und hatte (unbegründete) Angst meinen Job zu verlieren und dann meine Schulden nicht mehr abbezahlen zu können. Ich arbeite sehr viel und gab weniger aus, um die Schulden möglichst schnell abzubezahlen können. Anfang 2018 kaufte ich mir dennoch den Smart Fortwo und den Honda Roller auf Pump. Neben den Ratenzahlungen legte ich zusätzlich jeden Monat mindestens(!) 600 Euro zur Seite, um den Kredit Ende 2018 schließlich vorzeitig abbezahlen zu können. Endlich schuldenfrei!
Ich beschloss meine Ausgaben von nun an möglichst gering zu halten und ich reduzierte ganz langsam meine Arbeitszeit. Ein tolles Gefühl!

Knapp 2 Monate lang ging es mir hervorragend und ich hatte keinerlei Sorgen wegen Finanzen, Job oder Zukunft, da traf mich der nächste Schicksalsschlag im Januar 2019: diesmal auf menschlicher Ebene... Wieder war ich verzweifelt, am Boden zerstört und ich konnte wieder nicht vernünftig schlafen. Kann ich echt immer nur unglücklich sein?
Das war endgültig der Zeitpunkt, wo ich die Schnauze gestrichen voll hatte und generell extrem umdenken musste:

Es kann nicht sein, dass das persönliche Glück und Wohlbefinden immer nur von Geld, Job, Konsumgütern und anderen Menschen abhängig ist!

Um mein Leben richtig genießen zu können, muß ich mich also von allen Zwängen und Verpflichtungen verabschieden - so gut es eben möglich ist...

Menschen: 
Im Kopf befreite ich mich von der Zwangsvorstellung, dass bestimmte Menschen unglaublich wichtig für einen wären und dass man ohne sie unglücklich wäre. Menschen kommen und gehen, sie bringen Glück und Unglück. Das darf man sich alles nicht zu sehr zu Herzen nehmen. Man sollte den Moment so gut wie möglich genießen und dabei nie vergessen, dass es jeden Moment vorbei sein könnte.
Man kann sich auch auf keine Menschen verlassen, wie ich oft genug selbst erleben musste: sei es Familie, Kumpels, Kollegen oder Exfreundinnen. Ich wurde einfach zu oft enttäuscht! Immer und immer wieder...
Aber das macht mir nichts mehr, ich habe daraus gelernt und habe jetzt eine entsprechende Einstellung: "Wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen!" oder auch ganz banal: "Ich hasse Menschen!"  

Konsumgüter:
Wir haben eine tolle Wohnung mit einem tollen Garten, die pro Person gerade mal knapp 300 Euro kostet - warm mit allen Nebenkosten wie Strom, Versicherungen, Internet und was sonst noch so anfällt. Für mich ist es inzwischen unvorstellbar, wie man sich 20, 30 oder gar 40 Jahre lang mit dem Abbezahlen eines viel zu großen Hauses beschäftigen kann.
Auto, Smartphone, Fernseher: Alles muß groß und teuer sein und möglichst regelmäßig neu gekauft werden. Bullshit! Kleinwagen statt SUV, Smartphone und Fernseher gehen auch paar Jahre länger. Nicht immer nach dem Größten und Teuersten schauen!

Ich kaufe nicht nur weniger, ich versuche zudem immer mehr nach dem Prinzip des Minimalismus zu leben und meinen vorhandenen Besitz zu reduzieren. Viel Besitz stresst das Unterbewusstsein, das habe ich deutlich gemerkt! Die letzten paar Jahre ich habe ich verdammt viel verkauft, verschenkt und weggeworfen (was echt gar nichts mehr wert war) und nun besitze ich so wenig wie lange nicht mehr.

Als Beispiel  der Kleiderschrank: Früher hatte ich den typischen 2 Meter breiten und 2 Meter hohen Kleiderschrank, der bis auf den letzten Zentimeter gefüllt war. Heute besitze ich nur noch eine kompakte Kommode, von der gerade mal vier Fächer mit meiner Kleidung gefüllt sind.

Ich arbeite weiter daran, noch weniger zu besitzen und vor allem noch weniger zu konsumieren. Zu dem Thema werde ich in einiger Zeit noch mehr schreiben.

Arbeitsplatz und Geld:
Auch dieses Thema werde ich in naher Zukunft detaillierter ausführen. Nur so viel: da ich meine Fixkosten drastisch reduzieren konnte, kann ich auch meine Arbeitszeit reduzieren. Von ehemals 200 Stunden pro Monat arbeite ich aktuell nur noch 168 Stunden und vermutlich werde ich in naher Zukunft nur noch 156 oder gar 132 Stunden im Monat arbeiten (was bei meinen 12-Stunden-Schichten einer 2,5-Tage-Woche entspricht).

Ohne Schulden und übermäßigen Konsum kann man weniger arbeiten!

Ich konnte meine gesamten Fixkosten (wirklich alles inkl. Auto!) auf 700 Euro drücken - so habe ich zum Beispiel bei einem 1400 Euro Gehalt satte 700 Euro übrig, die ich mir auf den Kopf hauen oder sparen kann. Bei der gewünschten 2,5-Tage-Woche hätte ich netto etwa 1050 Euro, ich könnte die Fixkosten auf 550 Euro drücken und hätte so immer noch 500 Euro zur freien Verfügung. Das reicht für ein angenehmes Leben mit viel Freizeit! Schaffe ich es auf mein Auto komplett zu verzichten, würde ich noch mal enorm viel Geld einsparen.

Wohlbefinden: 
In mir macht sich langsam Seelenfrieden breit... naja, nenne ich es doch lieber Wohlbefinden, das ist weniger abgedroschen.
Ich habe keine Last mehr auf den Schultern, was Geld/Schulden, Job und Menschen angeht. Keine Verpflichtungen, keine Verantwortung, keine Zukunftsängste.
Ich arbeite weniger, habe mehr Freizeit, ich genieße meine Zeit, ich werde langsam zum Müßiggänger und Minimalisten.
Ich bin noch nicht am Ziel, ich bin eher noch relativ am Anfang, aber ich komme recht schnell voran. Besonders eilig habe ich es zum Glück eh nicht.
Es läuft :)


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Samstag, 1. Juni 2019

(Die meisten) Veganer sind super nervige, ätzende Arschlöcher! *UPDATE*

Bevor losgeschrien wird, dass ich ja gar keine Ahnung habe: ich bin selbst Veganer. Ich kriege also sehr viel mit und spreche hier aus eigener Erfahrung. Und natürlich sind nicht alle Veganer so... aber verdammt viele!
Und nein, ich selbst bin auch kein Vorzeige-Veganer oder Hardcore-Öko - das habe ich auch nie von mir behauptet und ich belehre auch nicht dauernd andere. Aber ich praktiziere auch keine Doppelmoral, oder rede mein schlechtes Verhalten schön.

Vor über einem halben Jahr war ich selbst noch kein Veganer, aber ich habe sehr wenig Fleisch gegessen. Ich habe mich damals auch geweigert vegan zu werden, weil ich nicht "wie die" sein wollte. Denn woran denkt man als erstes, wenn man "Veganer" hört? Richtig: "Och neee, nerv mich nicht!" Und ja, genau so sind Veganer auch! Sie nerven absolut jeden!
Ich versuche möglichst so wenig Leuten wie möglich zu sagen, dass ich Veganer bin, weil das eben nur Probleme macht und die Leute direkt genervt sind. Auf der Arbeit haben ein paar Leute das zufällig mitbekommen und die erste Reaktion war ein Augenverdrehen - verständlich!
 
Ganz schlimm im Internet, wo die alle permanent mit einem erhobenen Finger unterwegs sind und den Fleischessern erzählen, wie dumm es doch ist Fleisch zu essen. Die erreichen damit nur das Gegenteil! Ich glaube niemand wurde jemals vegan, weil er zuvor von einem penetranten Veganer beleidigt wurde... ich auf jeden Fall nicht! Bei mir hatte es andere Gründe und ich habe mich für mich dafür entschieden. Und genau deswegen gehe ich anderen auch nicht auf den Sack. Ich bin jetzt seit über einem halben Jahr vegan und ich glaube ich habe noch nie einen Fleischesser irgendwie beeinflussen wollen, geschweigedenn beleidigt oder genervt! Meine Freundin ißt Fleisch und ich bin immer noch mit ihr zusammen und küsse sie sogar - das ist etwas, was viele Veganer nicht machen! Die beenden Freundschaften und Beziehungen, weil Fleisch ja angeblich soooo ekelhaft ist - aber hauptsache Ersatzprodukte essen, die genau so schmecken wie Fleich.

Seit ich vegan bin, bin ich verstärkt in veganen Gruppen bei Facebook und in veganen Kanälen bei Youtube unterwegs.
Veganer feiern in erster Linie sich selbst: sie halten sich für unglaublich überlegen, was sie auch ständig allen Leuten mitteilen müssen. Sie haben die einzig wahre und richtige Ernährungsform und alle anderen sind blöd. Und weil Veganer ja so unglaublich toll sind, dürfen sie sich andere Dinge erlauben: Zum Beispiel die Umwelt mit Flugreisen und dicken SUVs verpesten, extra viel Plastikmüll produzieren oder auch zu dem sonst so verhassten Nestle-Konzern greifen - denn man ist ja vegan, das gleicht das wieder aus.
Ganz einfach nein! Vegan spart man zwar etwas CO2 ein und schont die Umwelt und ist auch frei von Tierleid, aber wer dann mit dem Flugzeug fliegt, dem dicken SUV herumfährt und extra viel Plastikmüll prodzuziert, der ist unterm Strich einfach eine Umweltsau! Da kann man noch so vegan sein.
Natürlich gibt es dann Veganer die damit argumentieren, dass es ihnen nur um die Tiere geht, nicht um die Umwelt. Gut, das ist dann zumindest ehrlich und daran ist dann nichts auszusetzen! Aber dann sollen diese Leute nicht mit erhobenen Zeigefinger herumlaufen und anderen erzählen was sie alles falsch machen!

Ein prima Beispiel ist gerade der lächerliche Hype um den veganen "Beyond Meat Burger" - ein reichlich teures Fertigprodukt aus den USA. Das gibt es jetzt auch bei Lidl - zwei Burger-Patties für 4,99 Euro!
Die Veganer flippen komplett aus! Besonders schlimm in der Facebook-Gruppe "Vegan-Tipps für alle" (von der "Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt"). Die Veganer veranstalten riesige Hamstereinkäufe bei Lidl und posten dann auch noch stolz Fotos davon... so nach dem Motto "Ich habe 50 Packungen, mir egal, dass die anderen nichts mehr abbekommen" - sehr nett und sozial... Aber so kennt man Veganer. Und alle anderen Veganer feiern das ohne Ende (bis sie realisieren, dass sie deswegen keine mehr abbekommen)!

Quelle Facebook

Es gibt reichlich Leute, die sich 10, 20 oder gar 50 Packungen gekauft haben. Fragt man die, ob die Burger wirklich so gut schmecken, kommt häufig die Antwort "Keine Ahnung, hab die noch nicht probiert." Die Leute geben also tatsächlich bis zu 250 Euro für einen Haufen Fertigessen aus, von dem sie nichtmal wissen wie es schmeckt! Was für eine dreckige, gelenkte Konsumgesellschaft! Hauptsache kaufen!! KONSUM!!!

In der Gruppe "Bochum Vegan" wurde freundlich darum gebeten nicht alle Packungen weg zu kaufen... und da postet trotzdem jemand folgendes darunter:

Quelle Facebook

Ich zähle 16 Packungen! Wie unfassbar asozial ist das bitte? Besonders in dem Fall hier: "Bitte kauft nicht so viele aufeinmal, dass andere auch was davon haben." - "Nein,ich habe alle gekauft, so dass niemand anderes was davon hat!" 
Noch egoistischer geht es kaum... aber das ist ein recht typischer Veganer, denn genau das haben viele getan. Einer der Admins findet das alles sehr lustig und kann es gar nicht verstehen, dass man auch auf andere Rücksicht nehmen sollte. Ein typischer Veganer eben: "Scheiss auf alles und jeden, hauptsache ich bin gut versorgt!"  

Heute ist das Geheule auf der Facebook-Seite von Lidl groß: Massig Veganer beschweren sich, dass keine "Beyond Meat Burger" mehr vorrätig sind. Wer hat Schuld? Die paar Veganer, die sich den ganzen Einkaufswagen damit vollgepackt haben, oder Lidl, die nicht mit so vielen asozialen Egoisten gerechnet haben? Richtig: Lidl ist schuld!

Aber wehe man kommt denen dann damit, dass Fertigessen ungesund ist.
Meine Freundin hat mir einen super leckeren, veganen Burger gemacht:


Alles selbst gemacht (bis auf die Brötchen, die sind aus dem Müll containert): die Burger-Patties sind aus roten Linsen und Haferflocken, die Saucen, die Kartoffelspalten... alles selbst gemacht und die Zutaten sind hauptsächlich containert.
Das habe ich in der Gruppe "Vegan-Tipps für alle" gepostet und die Reaktionen waren eine Katastrophe: ich wurde beschimpft, beleidigt und gefragt, was ich denn gegen Fertigessen hätte...
Also mit anderen Worten: Veganes Fertigessen ist super gut, für selbstgemachtes Essen hat der hippe Veganer keine Zeit und ich soll das nicht schlechtreden (was ich nichtmal getan habe). Mit gesunden und nachhaltigen Essen haben Veganer einfach nichts am Hut.


Ich könnte eigentlich ewig weiter schreiben, aber ich fasse jetzt einfach mal kurz zusammen, was ich die letzten 6 Monate gelernt habe:

Umwelt verpesten ist OK - so lange man vegan ist.
Viel Plastikmüll ist OK - so lange man vegan ist. 
Produkte von Nestle sind OK - so lange man vegan ist.
Rechtradikale Politiker sind OK - so lange diese vegan sind. 
Unkontrollierter Konsum ist OK - so lange man vegan ist. 
Rücksichtslosigkeit/Egoismus ist OK - so lange man vegan ist. 
Lebensmittel wegwerfen ist OK - so lange man vegan ist. 

Veganer sollten einfach mal öfter die Fresse halten! So lange sie sich selbst wie die letzten Arschlöcher benehmen, sollten sie nicht mit einem erhobenen Zeigefinger andere Leute nerven. Ansonsten ist es mir völlig egal, wer was ißt oder was macht...
Veganer sind aber ganz, ganz sicher keine besseren Menschen! Im Gegenteil. Menschlich und ökologisch unterste Schublade, da nützt die viele Tierliebe auch nichts mehr.

P.S.: Denkt Euch zu jeder Verallgemeinerung ein "fast jeder" dazu. 3 von 1000 Veganern sind ganz OK...



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