Donnerstag, 21. Januar 2021

Amazfit Neo - die einzigartige Smartwatch im Retro-Casio-Look

Smartwatches haben das gleiche Problem wie Smartphones: Sie sehen alle gleich aus! 
OK, ein paar sind rund, ein paar sind eckig, man kann das Watchface/Hintergrundbild verändern und vielleicht das Armband wechseln. Aber trotzdem sehen sie im Grunde alle gleich aus! Höchstens Hybridwatches, die in erster Linie analge Uhren sind und nur kleine Displays haben (wie z.B. die Fossil Collider HR), sehen noch ein wenig anders aus. 
Vor einiger Zeit ist mir dann aber eine optisch völlig andere Smartwatch ins Auge gesprungen: 
 
 
 
Die Neo basiert optisch auf den alten Casio-Uhren aus den 80/90er Jahren (z.B. Casio F-91W) und besitzt statt eines modernen Farb- und Touch-Displays ein LCD, wie es die Digitaluhren früher hatten.
Übrigens gehört Amazfit zu einer Tochterfirma von Xiaomi und baut bereits seit Jahren erfolgreich unzählige Smartwatches, die anscheinend recht gut sein sollen. Also kein "Schinaschrott"! 

Der erste Eindruck: 

Optisch gefällt mir die Uhr unfassbar gut! Grün finde ich etwas interessanter als schwarz, aber das ist Geschmackssache...so wie die gesamte Optik der Uhr. 
Beim anfassen wirkt sie etwas billig, weil sie komplett aus Plastik und sehr leicht ist - sie ist aber sehr gut verarbeitet! Auch die vier echten Knöpfe an den Seiten haben einen schönen Druckpunkt. Das Gesamtkonzept wirkt also sehr stimmig und kommt den alten Casio-Vorbildern sehr nahe.

In der Packung ist die Uhr, das Ladekabel und ein bisschen Papierkram

Die Technik: 

Erstmal ein Missverständnis aufklären: Die Uhr ist bis zu 5 ATM wasserdicht - heißt, dass die Uhr einem starken Wasserstrahl standhält. Schwimmen oder gar Tauchen geht damit nicht! Dass 5 ATM einer Tauchtiefe von 50 Metern entspricht, ist ganz einfach falsch! Diese Angaben in Metern beziehen sich nicht auf die Wassertiefe, sondern auf die Wassersäule, wie man es bei Regenjacken oder Zelten kennt. Uhren mit 10 ATM sind zum Schwimmen geeignet und mit 20 ATM sind sie zum Tauchen geeignet. 
Auf der Produktseite von Amazon wird das falsch dargestellt, erst in der FAQ von Amazfit wird das richtig erklärt. Wenn auch etwas ungenau/widersprüchlich: Man darf die Uhr im Schwimmbad benutzen, aber nicht in der Badewanne. Man darf damit in flaches Wasser, sie aber nicht unter Wasser tauchen. 
Kurz und knapp: Mit der Neo darf man maximal unter die Dusche!
 
Vom Funktionsumfang her ist die Neo reichlich minimalistisch: Sie kann Schritte zählen, den Puls messen, den Schlaf analysieren und vereinfachte Benachrichtigungen anzeigen. GPS gibt es nicht. 
Preislich vergleichbare Fitnessarmbänder zwischen 25 und 40 Euro bieten einen größeren Funktionsumfang.

Aber der Minimalismus hat auch seine Vorteile: Das LCD ist immer an ("Always on Display") und trotzdem hält der Akku bei normaler Nutzung 28 Tage. Andere Fitness-Bänder bewegen sich zwischen 5 und 14 Tagen, Smartwatches halten kaum 2 Tage durch.
 
Der Pulssensor der Neo

Alltagstest: 

Ich habe die Neo direkt mit meiner Apple Watch Series 3 verglichen: Als erstes der Puls, der bei beiden Uhren ziemlich identisch angezeigt wird - Abweichungen sind selten und gering. 
Auch bei den Schritten zeigt die Neo nur knapp 5% weniger als die Apple Watch an - das ist ein sehr guter Wert, der zu vernachlässigen ist. 

Der Puls wird zuverlässig und exakt aufgezeichnet.


Die Benachrichtigungen sind mir auf der Neo aber etwas zu mager. Die Apple Watch erspart mir den Blick aufs Handy, denn mir wird genau angezeigt, was ich gerade bekommen habe: Spam-Mails kann ich auch sofort auf der Uhr löschen, auf Whatsapp-Nachrichten kann ich antworten usw. 
Bei der Neo wird nur angezeigt, dass ich eine Benachrichtigung habe - ob es sich um eine Mail, eine Whatsapp oder eine andere Benachrichtigung handelt, wird nicht angezeigt. Ich muß also mein Handy rausholen! 
Sehr ärgerlich: Bei der Neo kann man nur zwischen einem schrillen Piepston und gar keinem Ton auswählen - einen Vibrationsmotor hat die Neo nicht! 
Das beeinträchtigt meinen Alltag dann doch recht stark: Mein Handy ist grundsätzlich lautlos und ich achte nur auf meine ebenfalls leise, aber vibrierende Apple Watch. Da ich das Piepsen bei der Neo nicht mag, muß ich stets auf das Display schauen, ob denn was passiert ist und dann auf das Handy schauen, was denn genau los ist... das ist für mich nicht Sinn und Zweck einer Smartwatch! 
 
Apple Watch 3 (219 Euro) und Amazfit Neo (35 Euro)
 
Aktivitäten-Tracking gibts auf der Neo wenig: Gehen, Laufen und Radfahren. Das finde ich sehr schade, denn eigentlich halte ich sehr genau Buch über meine sportlichen Aktivitäten wie Rudern und Cardiotraining. Da sind andere, gleich teure Trackingarmbänder deutlich besser.

Die Handy-App für die Neo finde ich leider auch nicht so gut. Ja, mit Apple-Software ist man schon reichlich verwöhnt, aber ich erinnere mich auch an die ziemlich gute Fitbit-App, die ich vor Apple mit Android genutzt hatte. Natürlich liegt es auch am geringen Funktionsumfang der Neo, dass man in der App nicht ganz so viele Informationen bekommt... aber auch die wenigen Informationen finde ich nicht so gut dargestellt wie bei der Konkurrenz.
 
Das Schlaftracking funktioniert gut und wird auch gut dargestellt.

Nach 24 Stunden hatte die Neo gerade mal 5% des Akkus verbraucht und das trotz permanenter Pulsüberwachung und einer Menge Spielerei an der Uhr. Bei so einer heftigen Nutzung käme man auf bis zu 20 Tage Batterielaufzeit. Das ist beeindruckend!
 

Fazit: 

Wer eine echt coole Smartwatch im Stil einer alten Casio haben möchte, hat gar keine andere Wahl als die Amazfit Neo - die Optik ist ein Alleinstellungsmerkmal! Technikfreaks kann die Neo leider nicht überzeugen... Aber das bisschen was die Neo kann, das kann sie richtig gut: Pulsaufzeichnung, Schrittzähler und Schlafanalyse funktionieren hervorragend! Der Rest ist "nice to have" aber nicht besonders nützlich.
Wer etwas mehr Technik für ebenfalls 35 Euro möchte, der ist z.B. mit dem Honor Band 5 bestens bedient. Eine ordentliche Fitbit Smartwatch gibts für 150 Euro und für iPhone-Besitzer gibts wohl nichts besseres als eine Apple Watch ab 219 Euro.
Für mich ist der Funktionsumfang der Neo einfach zu gering und ich bleibe bei meiner Apple Watch. 
Ich finde das schade, da mir die Amazfit Neo optisch einfach unfassbar gut gefällt. 
 

Tipp für Apple Watch Nutzer: 

Wer einen (leichten) Retro-Casio-Look für seine Apple Watch haben möchte, der sollte sich mal die verschiednenen "Rugged Hüllen" anschauen! Einige verleihen der modernen Uhr einen recht rustikalen G-Shock-Look:

Meine neue Apple Watch Series 6 mit Rugged-Hülle und Armband


Sonntag, 27. Dezember 2020

Umstieg von Oculus Rift S auf Oculus Quest 2

Die Vorgeschichte:

Im November 2016 kaufte ich mein allererstes VR-System: Die Playstation VR!
Im Juli 2018 folgte dann die Oculus Go, eine etwas minimalistische und einfache Standalone-VR-Brille. 
Im August 2019 kaufte ich eine Oculus Rift S für mein zuvor neu gekauftes Gaming-Notebook - dafür verkaufte ich die Playstation. 

Die letzte Zeit hatte ich also eine Oculus Go und eine Rift S. 

Die Rift S ist eine großartige VR-Brille! Es gibt ne Menge super Spiele, die man damit zocken kann. Leider muß man dafür erst das Notebook anwerfen, die Brille anschließen, die Software starten und schließlich das Spiel starten. Ja, das ist jetzt nicht sooo besonders aufwändig, aber mal ganz kurz was anschauen macht man damit dann eher selten... Dafür ist die Oculus Go da! Einschalten, aufsetzen und glotzen! Am Ende verwendete ich die Go daher viel häufiger, obwohl sie in vielerlei Hinsicht viel schlechter war. Zum Beispiel kann man sich mit einer Go nicht frei bewegen, da sie nur drei statt sechs Bewegungsfreiheiten hat (der Unterschied wird HIER schön erklärt) und auf Grund der schlechten Hardware waren keine aufwändigen Spiele möglich. Für die richtig geilen Spiele habe ich dann doch das Notebook angeworfen... 

Zwischenzeitlich kam die Oculus Quest 1 auf den Markt. Eine Standalone-Brille wie die Go, aber mit wesentlich besserer Hardware. Für mich aber uninteressant, da ich kein Update für die Go benötigte. 
Das änderte sich aber im Oktober 2020, als die Quest 2 veröffentlicht wurde. Eine mobile Standalone-Brille wie die Go, aber technisch vergleichbar mit der Rift S! 
 

Kleine Hürde beim Kauf: 

Um die Quest 2 nutzen zu können, benötigt man zwingend einen Facebook-Account (Oculus gehört zu Facebook). Das gefällt Deutschland nicht... und deswegen gibts die Quest 2 hier nicht zu kaufen! Aber gar kein Problem: Man kann die Quest 2 ganz easy bei Amazon Frankreich kaufen! Man loggt sich mit seinem deutschen Amazon-Account ein und kann die Brille dort wie gewohnt kaufen. Versand dauert dann auch nur 2-3 Tage. Wer Probleme mit der französischen Sprache hat (so wie ich), der kann die französische Seite im Webbrowser ganz einfach übersetzen lassen - hat bei mir super geklappt! 
Die Quest 2 lässt sich dann in Deutschland ganz normal mit dem deutschen Facebook-Account nutzen und das Menü ist dann auch auf deutsch. Man hat einfach keine Einschränkungen! 
 
Links oben Go, links unten Quest 2, rechts Rift S
 

Die ersten Tests:

Die Quest 2 ist der Go in allen Belangen überlegen! Es liegen schließlich 2,5 Jahre Entwicklung und rund 130 Euro Preisunterschied zwischen beiden Brillen (Go damals ab 220 Euro, Quest 2 ab 350 Euro). Die Grafik, die Geschwindigkeit, die Bewegungsfreiheit, das Tracking... da liegen Welten dazwischen! Es ist albern die beiden ausführlich miteinander zu vergleichen...
Der Vergleich zwischen Rift S und Quest 2 ist da schon interessanter! Die Rift S kostete rund 400-450 Euro und war 2019 das Spitzenmodell. Die wichtigesten, technischen daten im Vergleich: 


Die Quest 2 hat eine deutlich höhere Auflösung, was nicht nur für eine schönere Grafik sorgt, sondern auch den "Fliegengittereffekt" deutlich reduziert. Durch die etwas höhere Bildwiederholrate ist die Brille flüssiger und es soll (angeblich) weniger Motion-Sickness geben. Nur das Sichtfeld ist leider etwas kleiner geworden... aber das fällt mir gar nicht so sehr auf. 
 
Die Controller: Oben Quest 2, in der Mitte Rift S, unten Go.
 

Das zauberhafte Link-Kabel: 

Die Quest 2 ist eine autark arbeitende VR-Brille, die für sich alleine funktioniert. Das macht die Brille sehr mobil und flexibel, aber man ist auf die eher begrenzte Anzahl an Apps und Spielen angewiesen, die auf der Quest 2 angeboten werden. 
Es gibt aber das Link-Kabel, mit dem man die Quest 2 mit dem Notebook/PC verbinden kann und so kann man zusätzlich alle Spiele aus dem Rift- und Steam-Store spielen! Das vergrößert das Angebot enorm! Die Spiele können dann viel aufwändiger sein, da mit Kabel das Notebook die Rechenleistung übernimmt und die Brille quasi nur als Bildschirm und Eingabegerät funktioniert. 
Und das klappt absolut super! Alle meine alten Spiele, die ich vorher mit der Rift S gespielt habe, funktionieren so auch auf der Quest 2. 
 
Das originale Oculus Link-Kabel kostet satte 79 Dollar! Dabei handelt es sich aber nur um ein recht normales USB-C-Kabel, wenn auch 5 Meter lang... Ich habe mir stattdessen ein "normales" 3 Meter langes (mein Wohnzimmer ist eh nicht größer) USB-C-Kabel gekauft - für nur 15 Euro! Und das funktioniert einwandfrei!

Wo Oculus Geld spart: 

Man fragt sich, wie so eine gute VR-Brille so günstig angeboten werden kann. Da Oculus zu Facebook gehört, zahlt man vermutlich einen Teil mit seinen Daten, statt mit Geld... das weiß ich nicht so genau. Aber auch bei den Materialien wurde gespart: Die Rift und Go waren um die Linsen herum mit Stoff verkleidet, bei der Quest 2 ist dort nacktes Plastik. Insgesamt wirkt die Quest 2 nicht so hochwertig wie die Rift S, wenn sie auch nicht billig wirkt. Die Controller sind nicht mehr gummiert und das Batteriefach hat keinen Magnetverschluß mehr. 
Die Quest 2 hat für das Tracking nur noch vier statt fünf Kameras und die wurden auch deutlich verkleinert - das Tracking ist dadurch aber nicht schlechter! Ich habe sogar das Gefühl, dass das Tracking besser geworden ist!  

Die Kameras der Quest 2 sind deutlich kleiner!

Aber ganz bitter: Statt den guten Halo-Kopfgurt von der Rift S gibts nur einen schlabbrigen Stoffgurt wie bei der Go: 

Links die Rift S mit Halo-Kopfgurt, rechts die Quest 2 mit Schlabbergurt

Für die Quest 2 gibt es aber auch einen vernünftigen Kopfgurt zum nachrüsten: Original für 60 Euro, oder vom Dritthersteller für rund 30 Euro.
An der Stelle empfehle ich auch noch einen Silikonüberzug für das Sichtfeld... man schwitzt manchmal und dann saugt sich der Schaumstoff voll - das ist nicht so toll. Silikon ist da angenehmer und hygienischer, da abwaschbar. 
 
Zu dem günstigen Kopfgurt habe ich ein kleines Testvideo gemacht: 
 

Die Oculus Quest 2 mit 64 GB startet bei günstigen 350 Euro. Nimmt man jedoch die 256 GB Version für 450 Euro und kauft sich dann noch das originale Link-Kabel und den originalen Kopfgurt, ist man am Ende bei 570 Euro!
Ich empfehle auf jeden Fall die 256 GB Version, da die Spiele immer größer werden und die 64 GB der Einstiegsversion schnell voll wären. Bei dem Zubehör kann man aber getrost zu den günstigeren Alternativen greifen und dort ordentlich Geld sparen.

Fazit: 

Die Quest 2 ist phantastisch und ersetzt mit Leichtigkeit die Go, aber auch die Rift S! 
Viele tolle Spiele, für die ich vorher zwingend das Notebook benötigte, lassen sich jetzt komfortabel und kabellos auf der Quest 2 spielen und Spiele die es nicht auf der Quest 2 selbst gibt, kann ich dennoch über das Link-Kabel spielen. Die Quest 2 bietet somit das beste Preisleistungeverhältnis! 
Denn man darf nicht vergessen: andere kabelgebundene VR-Brillen kosten schon mal 700 oder gar über 1000 Euro und sind dabei nicht grundsätzlich besser.
Wer den Facebook-Zwang nicht mag, der kann die erste Quest kaufen - die bekommt man auch ganz normal aus Deutschland.
 
Empfohlenes Quest 2 Zubehör: 


Samstag, 28. November 2020

Wartet mit der Playstation 5 (und Xbox Series X), oder seid ihr alle blöd?!

Seit ein paar Tagen kann man sich endlich die lang ersehnte Playstation 5 kaufen. Es gibt zwei Varianten: mit Laufwerk für 500 Euro und ohne Laufwerk 400 Euro. Und dann muß ich sowas sehen: 
 
Erfolgreich beendete Auktionen bei eBay.de

Leute zahlen tatsächlich 200 bis 450 Euro mehr - am meisten für die eigentlich günstigere Variante ohne Laufwerk. WTF?! 

Einfach erklärt: Sony hat zu wenig PS5 und kann die hohe Nachfrage nicht bedienen. Das hat zur Folge, dass ein paar Verrückte anscheinend JEDEN Preis bezahlen, um die neue Playstation 5 zu bekommen.
Dabei wird fleißig auf die Verkäufer geschimpft: Neben heftigen Beleidigungen unter der Gürtellinie wird den Verkäufern zudem illegales Handeln vorgeworfen. 
Und an der Stelle frage ich mich immer wieder: Warum? Was machen die denn Illegales? 
Natürlich kann man Dinge kaufen, um sie mit Gewinn wieder zu verkaufen. Das macht den Verkauf von Sachen doch überhaupt aus! Wenn der Gewinn versteuert wird, wenn man das denn gewerblich betreibt, ist doch alles OK.
Ich würde an der Stelle eher auf die teils sehr dummen Käufer schimpfen, die sowas überhaupt möglich machen. Denn es geht noch viel schlimmer: 

Völlig absurde Preise! Aber keine Seltenheit... 

Warum zahlt man solche Preise und regt sich dann auch noch darüber auf? Einfach abwarten und später die normalen 400/500 Euro zahlen. 

Aber man sollte auch noch aus einem anderen Grund abwarten: Kinderkrankheiten! 
Die Playstation 5 wird aktuell von einigen Problemen geplagt - da gibts verschiedene Abstürze, Probleme mit dem Ruhemodus, Spulenfiepen, gelöschte Speicherstände, Grafikfehler, spinnende Laufwerke und laute Lüfter. Dafür dann noch 500 Euro Aufpreis zahlen? Ohje... 
 
Und wofür das alles? Was kann man denn aktuell mit der PS5 machen, was mit der PS4 nicht geht? Es gibt kaum exklusive Spiele und es gibt einfach keine nennenswerten Neuheiten. Die PS5 ist einfach nur technisch besser, was man im Spiel jedoch kaum bis gar icht merkt.
 
Und genau das Gleiche gilt übrigens auch für die Xbox Series X:
 
Verkaufte Xbox Series X bei eBay.de
 
Auch die neue Xbox erziehlt Preise bis 1200 Euro, obwohl diese ebenfalls nur 500 Euro UVP kostet.

Mein Tipp: Abwarten! 

Nicht nur weil es einfach dumm ist mehr als den UVP zu bezahlen, sondern auch wegen den Kinderkrankheiten und den aktuell fehlenden Neuheiten. Es ist generell nicht verkehrt ein paar Monate zu warten, bis Software- und eventuell sogar Hardwarefehler korrigiert wurden und man die Konsole vielleicht sogar günstiger als UVP bekommt. 
Und wer sich über die Verkäufer aufregt: Würde einfach mal niemand mehr als UVP bezahlen, gäbe es solche Angebote gar nicht. Das Problem sind also die Käufer, die solche Preise erst möglich machen! 
 
Also abwarten... und bis dahin hat man auch mit der Playstation 4 Pro und der Xbox One X eine Menge Spaß und das zu richtig günstigen Preisen! 

Sonntag, 8. November 2020

Zweitkamera: iPhone 11 Pro gegen Olympus PEN E-PL9

Meine Hauptkamera ist eine Olympus OM-D E-M5 Mark III (folgend "M5"), die ich nur mitnehme, wenn ich gezielt fotografieren möchte. Daneben habe ich noch eine Olympus PEN E-PL9 mit einem 14-42mm Objektiv (folgend "PEN"). Diese habe ich aus zwei Gründen: Erstens ist sie so kompakt, dass ich diese fast immer mitnehmen kann und zweitens ergänzt sie meine M5 in Sachen Brennweite. 
 
Beide Olympus sind spiegellose Systemkameras mit wechselbaren Objektiven, wobei ich meine PEN nur mit dem 14-42mm Pancake-Objektiv benutze, da sie sonst nicht in meine Jackentasche passt. 
 
Nun habe ich mein iPhone 8 verkauft und mir ein iPhone 11 Pro zugelegt... dieses iPhone hat eine ziemlich geniale Kamera mit einem vierfach Zoom. Mein iPhone 8 war keine sinnvolle/gute Ergänzung zur M5, aber vielleicht ist das iPhone 11 Pro eine? Das überlege ich nun hier...
 

Hinweis: Alle Fotos sind stark verkleinert 

und die iPhone-Fotos sind nicht bearbeitet*!

 *Natürlich kann man auch die iPhone-Fotos bearbeiten und so noch mehr aus den Fotos heraus holen. Jedoch funktioniert das nicht in so einem Ausmaß wie bei den RAW-Fotos einer "richtigen" Kamera. 

 
Links M5, rechts PEN, unten iPhone 11 Pro
 

Fertige Fotos gegen RAW:

Mit der M5 und der PEN fotografiere ich grundsätzlich im RAW-Format, so dass ich die Fotos zwangsläufig "entwickeln" muß. Beim iPhone muß/kann man das nicht. Das sieht so aus: 

(v.l.n.r.) iPhone unbearbeitet, PEN unbearbeitet, PEN bearbeitet
 
Links sieht man das Foto vom iPhone, so wie es aus der Kamera kommt. In der Mitte ist ein unbearbeites RAW-Foto von der PEN, rechts ist das von mir fertig bearbeitete Foto. 
Das iPhone-Foto sieht zwar super aus, es vermittelt jedoch eine völlig falsche Stimmung. Tatsächlich war es dunkel und kalt, was das selbst bearbeitete Foto viel besser rüber bringt. Bei der PEN habe ich die Möglichkeit direkt bei der Aufnahme und auch später bei der Bildbearbeitung das Foto zu beeinflussen. Beim iPhone ist das nur recht begrenzt möglich, die eigene Kreativität wird stark eingeschränkt. Dennoch: Obwohl das iPhone-Foto überhaupt nicht der Realität entspricht, gefällt es mir besser, als das von der PEN. Natürlich könnte ich das Foto der PEN in der Bildbearbeitung genauso "verfälschen" - das ist der Vorteil, wenn man bei der Kreativität die freie Wahl hat. Beispiele:
 
 
Jeweils ein PEN-Foto, aber unterschiedlich bearbeitet.

Brennweiten im Vergleich: 

Das iPhone hat eine Brennweite von 13 bis 52mm KB (vierfach Zoom), mein Pancake-Objektiv der PEN 28 bis 84mm KB (dreifach Zoom). Heißt: das iPhone ist weitwinkeliger und deckt einen größeren Bereich ab, die PEN kann dafür näher heran zoomen.
 
Minimale und maximale Brennweiten im Vergleich
 

Qualitätsvergleich:

Die PEN hat eine höhere Auflösung (16 gegen 12 MP) und einen wesentlich größeren Bildsensor (4/3 gegen rund 1/3 Zoll). Dafür punktet das iPhone mit einer absolut überlegenen Bildverarbeitung. 
Hier ist eine extrem schwere Situation in absoluter Dunkelheit, mit einem leuchtenden Turm und einer sehr hellen, blendenden Werbetafel:

Links iPhone, rechts PEN.

Mit dem iPhone habe ich aus der Hand fotografiert, die PEN stand für eine 20 Sekunden lange Belichtung auf einem Stativ. Das iPhone macht automatisch ein HDR-Foto, wo quasi die dunklen Stellen heller und die hellen Stellen dunkler sind. Bei der PEN muß ich das selbst in der Bildbearbeitung machen. Dafür kann ich aber selbst aussuchen wie hell oder wie dunkel die verschiedenen Stellen sein sollen. Beim iPhone habe ich keinen Einfluss.
Das iPhone-Foto ist dennoch ziemlich sensationell, vor allem ohne Stativ! Aber bei genauerer Betrachtung... 

Vergrößerung - oben iPhone, unten PEN

Auf Grund der Situation und der starken Nachbearbeitung sind beide Fotos nicht besonders toll. Das Foto vom iPhone ist sehr verwaschen und der beleuchtete Schriftzug ist gar nicht zu erkennen. Das Foto der PEN ist dafür sehr verrauscht. 

Beim nächsten Beispiel war die Situation auf Grund der blendenen Sonne ebenfalls nicht einfach, dennoch wurden beide Fotos gut:

links iPhone, rechts PEN

Hier muß ich jedoch sagen, dass mir das Foto von der PEN besser gefällt. Allerdings könnte man bei dem iPhone-Foto auch noch nachbearbeiten und die Farben und den Kontrast etwas verstärken. Dennoch hat das PEN-Foto mehr Details. Das iPhone punktet bei dem Foto mit dem Weitwinkel. 
Das Gleiche gilt für die nächsten beiden Fotos:

oben iPhone, unten PEN

Fazit:

Es ist verdammt knapp! Die drei Kameras im iPhone ermöglichen in Kombination mit der ausgeklügelten Bildverarbeitung phantastische Fotos und das mit nur einem Klick! Natürlich ist die Hardware der PEN generell wesentlich besser - jedoch muß man die Bildverarbeitung selbst durchführen. Dazu gehört Können (was ich nur bedingt habe) und eine Menge Zeit... aber dann bekommt man exellente Fotos! So hat die PEN und das iPhone jeweils ihre Vor- und Nachteile - je nach den Vorlieben des Fotografen.

Die Olympus PEN E-PL9 habe ich jetzt seit einem Jahr und sie ist eine fantastische Kamera: Sie macht überragende Fotos, ist hochwertig und macht einfach Spaß. Durch diese Kamera bin ich überhaupt erst auf das MFT-System aufmerksam geworden und habe daraufhin einen kompletten Systemwechsel von Canon APS-C zu Olympus MFT gemacht (siehe HIER). Trotzdem war die PEN immer nur die Zweitkamera, denn die Olympus OM-D E-M5 Mark III ist in jeder Hinsicht noch fantastischer und noch überragender. 
 
Das iPhone 11 Pro hat sich nun irgendwie dazwischen gedrängt. Die Fotos kommen zwar nicht ganz an die der PEN heran, aber der Abstand ist recht gering und man muß nicht selbst die Bildbearbeitung bemühen (das ist manchmal gut, hat aber auch Nachteile).
 
Für kreatives und anspruchsvolles Fotografieren ist die M5 mit den zahlreichen Objektiven als Hauptkamera einfach unersetzlich! Ein Smartphone kann einfach keine Systemkamera ersetzen, auch wenn manche Fotos den Eindruck erwecken. Ich glaube ich werde bald noch einen Blogeintrag schreiben, warum die M5 dem iPhone so überlegen ist...
 
Ich werde die PEN schweren Herzens verkaufen und nur noch mit der M5 und dem iPhone 11 Pro fotografieren. Denn ich weiß, dass die PEN nun als "Zwischending" im Regal versauern würde. 



Samstag, 22. August 2020

Systemwechsel von Canon (APS-C) zu Olympus (MFT)

Meine erste (analoge) Spiegelreflexkamera war eine Canon A1, mit der ich ein wenig herumknipste. Erst viele, viele Jahre später kaufte ich mir meine erste digitale Spiegelreflexkamera (DSLR): Die Canon EOS 1000D. Mit der war ich rund 6 Jahre lang sehr zufrieden. Dann versuchte ich ein paar Kompakt- und Bridgekameras (Sony, Panasonic, Nikon), aber die stellten mich überhaupt nicht zufrieden! Also holte ich mir wieder eine anständige DSLR: Die Canon EOS 80D! Und ja, mit der war ich mega zufrieden, eine wirklich tolle Kamera! Ich holte mir insgesamt sechs Objektive und versuchte das Thema Fotografie erstmals etwas professioneller anzugehen. Ich fing auch an bei YouTube Filme hochzuladen und ich habe mit der Bildbearbeitung angefangen.


Meine erste Olympus:
Es gab nur ein Problem mit der Canon EOS 80D: sie ist unglaublich groß und schwer und ich wollte die nicht bei jedem Ausflug mitschleppen... also musste noch irgendwas Kleines her! Mit Kompakt- und Bridgekameras hatte ich ja zu viele schlechte Erfahrungen gemacht, also probierte ich die Olympus PEN E-PL9 aus - eine spiegellose Systemkamera (DSLM), die nur unwesentlich größer als eine Kompaktkamera ist und so in die Jackentasche und sogar in manche Hosentaschen passt:

Meine kleine Olympus!

Die kleine Olympus sollte ein Zwischending zwischen Smartphone und Canon sein, ein Kompromiss zwischen Größe und Bildqualität. Aber erstaunlicherweise ist die Olympus E-PL9 so sensationell gut, dass ich gar nicht unterscheiden konnte, welche Fotos ich mit der Canon und welche ich mit der Olympus gemacht hatte.
Ich fand die Olympus in Sachen Autofokus, Handhabung und Bedienung sogar teilweise besser als die Canon! Ich nahm immer öfter die Olympus mit und die Canon wurde etwas vernachlässigt...

Eigentlich wollte ich für die Olympus nur das mitgelieferte Pancake-Objektiv behalten (ich habe darüber damals ein Video gemacht), aber einige Zeit später verkaufte ich das 50mm 1.8 Objektiv der Canon und kaufte mir stattdessen ein Panasonic 25mm 1.7 Objektiv für die Olympus - diese Kombination machte für mich einfach viel mehr Sinn!

Und da fing ich an zu grübeln: Macht die Canon EOS 80D überhaupt noch Sinn?

Die Olympus PEN E-PL9 ist super, würde mir aber nicht als Hauptkamera reichen:
1. Kein Sucher (in vielen Situationen sehr wichtig).
2. Der Bildschirm lässt sich nicht zur Seite klappen, nur nach unten (Video auf Stativ so nicht möglich).
3. Kein Mikrofonanschluß (benötige ich auch fürs filmen).
4. Kleinere Einschränkungen bei den technischen Daten.


Die Entscheidung:
Ein Wechsel vom APS-C-Sensor zum MFT-Sensor wäre grundsätzlich erstmal eine Verschlechterung, da der MFT-Sensor ein wenig kleiner ist. Aber merkt man da überhaupt einen Unterschied? Meine E-PL9 hat nicht nur einen kleineren Sensor als die Canon, sondern auch nur 16 statt 24 Megapixel. Auf den Fotos erkenne ich dennoch kaum einen Unterschied, die Megapixel sind nur beim Vergrößern der Fotos erkennbar.
Aber egal ob 16 oder 24 MP: hier im Blog werden die Fotos mit nur 4 MP dargestellt, auf Instagram sogar mit nur 1 MP! Eine Hochwertigere Olympus hätte zudem 20 MP, da ist der Unterschied zur Canon noch geringer... aber dafür ist der MFT-Sensor moderner und bietet eine verhältnismäßig gute Bildqualität, für die geringe Größe und Auflösung.
Eigentlich wollte ich irgendwann zu einer Vollformatkamera umsteigen (z.B. Sony a7 Mark III) - dieser Sensor wäre vier mal so groß wie ein MFT-Sensor - das ist ein wirklich enormer Unterschied!
Klar, ein Vollformatsensor hat Vorteile beim Rauschverhalten und bei der Tiefenschärfe... aber die meisten Leute sehen einfach keinen Unterschied zwischen Vollformat- und MFT-Fotos! Das bestätigen sogar Profifotografen! Als Laie oder Hobbyfotograf sieht man dort dann ganz sicher keinen Unterschied...
Die Unterschiede (und auch Möglichkeiten) zu Smartphone, Kompakt- oder teilweise auch Bridgekamera sind da sehr viel Größer.

Also war es klar: Ich mache einen Systemwechsel!

In die nähere Auswahl kamen die Olympus OM-D E-M1 Mark III und die OM-D E-M5 Mark III.
Zugegeben: Die M1.3 ist technisch ein wenig besser, aber weil die M5.3 noch ein bisschen kleiner ist und so einen geilen Retro-Look hat, habe ich mich für die M5.3 entschieden ^^
Die technischen Vorteile der M1.3 waren mir persönlich nicht so wichtig, aber eine schöne Kamera bereitet mir einfach Freude bei der Nutzung.


Die Unterschiede:
Wie schon angesprochen hat die M5.3 einen kleineren (aber moderneren) Sensor mit nur 20 statt 24 MP. Den Unterschied nimmt man auf den Fotos aber nicht wahr (Beispielfotos spare ich mir, weil man echt keinen Unterschied sieht!).
Die weiteren Vorteile der M5.3: Kein mechanischer Spiegel, modernere Menüführung und Handhabung, sehr viel kleiner und leichter (auch die jeweiligen Objektive), viel besserer Autofokus, ein ganzer Haufen nützlicher Zusatzfunktionen (Live-Bulb/Composite, ProCapture) 5-Achsen-Bildstabilisiereung am Sensor,...
Vorteile der EOS 80D? Ein Akku reicht für drei mal mehr Fotos und das zweite Display oben auf der Kamera war ganz cool. Aber das ist nichts wirklich Wichtiges... nehm ich halt noch nen zusätzlichen Akku mit! Und das zeigt mir, dass meine Entscheidung absolut richtig war.
 
Die Größen- und vor allem die Gewichtsunterschiede sieht man hier deutlich:
 
 Canon und Olympus jeweils mit einem 75-300 mm Objektiv.
 
Canon mit 10-18mm, Olympus mit 9-18mm Objektiv. 


Die Kosten:
Die ganze Ausrüstung ist hochwertiger, besser (u.a. Lichtstärke bei den Objektiven), neuer und somit auch teurer, als meine Ausrüstung von Canon.
Ich habe mir meine gesamte Ausrüstung gebraucht (aber neuwertig) zusammen gekauft:
- Olympus OM-D E-M5 Mark III inkl. drei Akkus

Insgesamt habe ich für die Kamera und für die fünf Objektive knapp 2000 Euro bezahlt.

Für meine Canon hatte ich ebenfalls fünf Objektive, die von den Brennweiten her ungefähr den neuen Olympus-Objektiven entsprachen. Ich habe das alles bei eBay und eBay-Kleinanzeigen verkauft und dafür noch rund 1300 Euro bekommen.

Der Umstieg hat mich nach Kauf und Verkauf also etwa 700 Euro gekostet.
Dafür habe ich ein viel moderneres System (spiegellos!), welches kleiner und leichter ist und einige Sonderfunktionen bietet. 


Zwei Olympus Kameras?
Ich habe natürlich noch die kleine Olympus PEN E-PL9 mit dem 14-42mm F/3.5-5.6 Pancake-Objektiv. Aktuell also zwei Kameras mit sechs Objektiven. Das Gute dabei: Die Akkus und Objektive passen zu jeweils beiden Kameras!
Aber natürlich habe ich mich jetzt gefragt: Brauche ich die kleine E-PL9 nun überhaupt noch?
Die war schließlich die leichte Alternative zur Canon, aber die neue M5.3 ist nun fast so klein und leicht wie die E-PL9. Aber eben nur fast! Die E-PL9 passt mit dem Pancake-Objektiv in die Jacken- bzw. manche Hosentasche, die M5.3 nicht.
Die M5.3 werde ich wesentlich öfter mitnehmen können als die Canon, aber ich muß die immer mit einem Schultergurt mitführen. Außerdem kann die E-PL9 immer als Zweitkamera dienen - z. B. wenn ich auf der M5.3 eine Teleobjektiv habe, dann kann ich mit der E-PL9 den Weitwinkel abdecken.

Zwei Olympus mit zwei Objektiven wiegen weniger als die Canon mit Teleobjektiv 
oder etwa gleich viel mit Weitwinkel. 
 
 
Fazit: 
Die beste Kamera nützt nichts, wenn sie daheim rumliegt, weil sie zu groß und zu schwer ist!
Ursprünglich wollte ich mir als nächstes eine Vollformat-Kamera zulegen, aber die Olympus PEN E-PL9 hat bereits angedeutet, dass das nicht nötig ist. Mit der Olympus OM-D E-M5 Mark III bin ich super zufrieden, weil sie leicht und kompakt ist, man bei den Fotos keinen Unterschied zu APS-C sieht und auch laut Profis sieht man auch kaum einen Unterschied zu Vollformat. 
Es macht mir riesen Spaß mit der Olympus zu fotografieren, auch weil die Handhabung so gut ist und ich erfreue mich an dem schicken Design.  
Mit dem System bin ich nun für mehrere Jahre bestens ausgerüstet! 

Facebook - Tschüss Du Sammelstelle für Idioten, Extremisten und Boomer!

Facebook ist Fluch und Segen? Irgendwie ist für mich Facebook nur noch Fluch!

Anfangs war Facebook wirklich eine soziale Plattform, wo man Freundschaften pflegte. Aber nach und nach entfremdet man sich, die alten Kumpels bekommen Kinder und haben dann für nichts anderes mehr Zeit...  Ich habe meine Freundesliste regelmäßig aufgeräumt, denn ich bin kein Fan von "Freunde sammeln". Zuletzt hatte ich 32 Freunde und die meisten davon haben sich eh einen Scheiss für mich interessiert. Meine Posts auf meinem Profil hatten durchschnittlich 1-2 Likes, zu meinem Geburtstag hatten mir sage und schreibe fünf von meinen 32 Freunden gratuliert. Darauf kann ich auch komplett verzichten!

Ich war also eh eher für die Seiten und Gruppen auf Facebook unterwegs... Aber auch die regen mich schon länger immer mehr auf (dazu später mehr), so dass ich in den letzten paar Jahren schon einige Male überlegt hatte, ob ich denn überhaupt bei Facebook bleiben möchte oder nicht. Letztes Jahr hatte ich sogar 2,5 Monate lang die Facebook-App von meinem Handy gelöscht und danch habe ich eine Weile lang die schlimmsten Seiten/Gruppen gemieden :D War eigentlich ganz entspannend... aber eben nicht sehr konsequent.


Und Tschüss!
Den endgültigen Anstoß, Facebook zu verlassen, gab mir meine Freundin ^^
Ich hatte am Abend zuvor wieder extrem viel und schlimm auf Facebook "herumgepöbelt" und meine Freundin meinte, dass das alles doch nicht mehr normal wäre. Wo sie absolut recht hat! Es wäre schlimm, dass sich Leute gar nicht mehr vernünftig miteinander unterhalten könnten. Und ja, da hat sie ebenfalls recht!
Auf der einen Seite sehe ich mich dort selber als Opfer: Ich versuche da mit Leuten vernünftig zu reden/diskutieren und dann kommt fast immer nach kürzester Zeit so unfassbar dumme und/oder aggressive Kommentare, dass ich keine Lust mehr habe weiter zu diskutieren, weil es einfach völlig sinnfrei wäre.
Andererseits sehe ich mich aber auch als Täter: Wenn ich da Extremisten hetzen sehe, oder irgendwelche Idioten völligen Bullshit verbreiten, dann gehe ich darauf ein und das nicht gerade nett... Ich provoziere, beleidige und blockiere(*) die Leute dann aus Frust und um diese zu ärgern...
Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt ein schönes oder sinnvolles Gespräch auf Facebook führte! Selbst wenn es nicht um brisante Themen wie Politik geht: Selbst in Gruppen zum Thema Gaming, Fotografie oder Kochen sehe ich regelmäßig rot!

Die letzten 10 Tage war ich täglich durchschnittlich 2,5 Stunden auf Facebook und ich frage mich warum und wofür? Ich erkenne keinen Nutzen darin und die meiste Zeit ärgert man sich nur mit Idioten, Extremisten und Boomern herum! Und nein, ich möchte dazu keine Beispiele nennen... jeder der mal auf Facebook war, der kennt das. Außer natürlich man ist selber ein Idiot, Extremist oder Boomer, dann hält man das alles für völlig normal.

(*) Ich habe auf Facebook 631 blockierte Personen!

Die Fotos habe ich vorher noch runtergeladen und archiviert ^^



Alternativen: 
Das Internet ist allgemein nicht mehr so wie vor 20 Jahren... überall ist die Stimmung schlechter und das Miteinander kälter geworden. Dennoch gibt es einige Seiten/Apps, die stellenweise eine Alternative zu Facebook darstellen und dabei nicht ganz so asozial sind: 


Nebenan.de
Eine Nachbarschafts-App! Hier spricht man mit Leuten aus der näheren Umgebung und da man hier nicht anonym unterwegs ist, ist es hier tatsächlich recht angenehm! Allerdings beschränkt sich das Ganze auch eher auf Nachbarschaftshilfen sowie einem Flohmarkt (suche/biete). Super tolle Sache, aber mit recht wenig Informations- und Unterhaltungswert.

Reddit
In Deutschland noch eher unbekannt, aber besonders im englischsprachigen raum weit verbreitet. Hier geht es um Informationen und Kommunikation! Durchaus vergleichbar mit einer Mischung aus Facebook-Seiten und Facebook-Gruppen. Wenig deutsch, aber dafür auch sehr wenige Asoziale!
Ich hatte Reddit mal ausprobiert, ist ganz OK, aber hat für mich keinen Mehrwert. 

Telegram
Bei Telegram denkt man eher an eine Alternative zu WhatsApp (was auch stimmt), aber Telegram ist ebenso mit den Facebook-Gruppen zu vergleichen! Allerdings geht es in solchen Gruppen teils noch asozialer zu, als auf Facebook... Besonders in einer Fotografiegruppe habe ich so schlechte Erfahrungen gemacht, dass Telegram für mich quasi gestorben ist! Ein paar Gruppen mögen ganz OK sein, aber das alles erinnert mich einfach zu sehr an Facebook.

Instagram
Bei Instagram geht es primär um Fotografie, aber auch News/Informationen kann man dort ganz gut konsumieren. Es gehört zu Facebook, aber ich finde, dass bei Instagram nicht ganz so viele Asoziale unterwegs sind. Aber man merkt dennoch: je verbreiteter/größer eine Seite oder App ist, desto mehr Asoziale trifft man dort auch an - das ist wohl unvermeidlich. Dennoch bin ich schon etwas länger bei Instagram unterwegs, weil man dort viel besser Fotos verbreiten kann, als bei Facebook. Besonders groß bin ich dort dennoch (noch) nicht :D

Twitter
So rein vom Gefühl her würde ich sagen, dass Twitter von der Größe her zwischen Facebook und Instagram liegt. Man findet auf Twitter viel mehr Informationen als auf Instagram, aber leider sind die Asozialen auf Twitter mindestens genau so stark vertreten wie auf Facebook.
Ich verwende Twitter nur um gelegentlich mal was gezielt zu suchen, aber regelmäßig nutze ich es nicht!

YouTube
Dort verbringe ich definitiv mehr Zeit als früher auf Facebook oder vor dem "nomalen" Fernseher (Streaming ausgeschlossen)! Meine für mich interessanten News beziehe ich hauptsächlich über YouTube. Ob zu Autos, Gaming, Nachrichten, Fotografie, Reportagen - die Auswahl ist groß! Ich schaue mir ebenso gerne ein paar kleine und große "Influencer" an - die sind nicht alle Trash ;)
Natürlich lockt dieses große Angebot auch Idioten an... denen kann man aber ganz gut aus dem Weg gehen und da sich jeder Kanal um seinen Kommentarbereich selbst kümmert, findet man dort recht wenig Hass und Idiotie, bzw. es wird recht schnell gelöscht. Besonders auf den eher kleinen Kanälen geht es sehr friedlich zu und es ist immer schön, wenn die YouTuber einem noch auf Kommentare antworten (was bei großen Kanälen nicht der Fall ist).

TikTok
Diese Video-Community ist hauptsächlich auf Spaß ausgelegt! Das muß machmal einfach sein ^^
Wenn es mal nicht um Informationsaustausch oder generell ernste Themen gehen soll, ist TikTok einfach perfekt! Außerdem ist TikTok recht streng mit seinen Mitgliedern und verbannt sehr schnell unangemessene Videos, Kommentare und Benutzer - manche nennen das Zensur, ich nenne es Anstand! Die Athmosphäre ist dort sehr gut und sehr friedlich!



Mein Fazit:
Konto deaktivieren oder löschen? Ich war unschlüssig und habe mich ein paar mal hin und her entschieden, habe es nun aber nur deaktiviert. Ich war jetzt schon genau einen Monat lang nicht mehr bei Facebook ^^ Ich vermisse nichts! Was denn auch? 

Ich habe Facebook nicht verlassen um mich stattdessen bei einer gleichwertigen Alternative mit den Asozialen herumzuärgern. Ich möchte weniger Zeit mit solchem Unsinn vergeuden und mich auch weniger mit Idioten, Extremisten und Boomern herumärgern.
Ich bleibe bei meinen alten Plattformen:
YouTube bringt mir ne Menge Spaß, Unterhaltung und Informationen, außerdem bin ich dort selbst aktiv. Das gleiche gilt für Instagram! Während meine Abos bei YouTube und Instagram jedoch recht überschaubar sind, habe ich auf TikTok eine Quelle für schier unendlichen Spaß, was mir 1000mal lieber ist, als die Anfeindungen und Idiotie bei Facebook.

Meine nun aktiven Social Media Seiten (aber auch schon vor dem Facebook-Ausstieg):
Youtube
Instagram Auto
Instagram Fotografie
Dort ist zwar auch wenig los, aber immer noch mehr als auf Facebook. Und vor allem ist es dort friedlicher ^^ Besucht mich dort einfach mal - würde mich freuen :) 

Ich war fast 11 Jahre bei Facebook (seit Dezember 2009). Ich verlasse Facebook daher auch mit einem kleinen, weinenden Auge. Zwischenzeitlich war es ja schön dort...

Donnerstag, 23. Juli 2020

Amazon - (bisschen) Fluch und (viel) Segen

Wenn ich was im Internet bestellen möchte, dann vergleiche ich als erstes die Preise auf Idealo und häufig finde ich die besten Preise bei Amazon. Manchmal bestelle ich aber auch auf anderen Seiten und das läuft dann nicht immer ganz so gut... hier einige Beispiele der letzten Wochen:


Toms-Car-HiFi
Ich suchte ein Wander-Navi und kam über Idealo zu "toms-car-hifi.de". Wie die URL vermuten lässt, geht es da eigentlich um Hifi Zubehör für Autos, aber das Wander-Navi gab es dort halt am günstigsten. Also bestellte ich und es lief auch alles gut...
Ich kam jedoch erst nach zwei Wochen dazu das Gerät ordentlich zu testen - es gefiel mir nicht und ich wollte es wieder loswerden. Leider waren da die 14 Tage Rückgaberecht schon abgelaufen (bei Amazon gibts fast immer 30 Tage) - tja, mein Pech! Aber kein Problem, habe ich das Navi bei eBay Kleinanzeigen inseriert: Nagelneu, nur einmal ausprobiert! Ich fand auch schnell einen Käufer, alles gut...
Allerdings meldete sich der Käufer und meinte, dass das Gerät gar nicht neu wäre. Und tatsächlich: ich habe unwissentlich ein gebrauchtes Gerät bei Toms-Car-Hifi gekauft! Das grenzte meiner Meinung nach schon fast an Betrug! Denn 1. werden bei Idealo keine gebrauchten Produkte gelistet - da hat Toms-Car-Hifi schon irgendwie geschummelt! 2. stand das auch nicht in der Überschrift des Produkttitels, sondern erst irgendwo klein in der Beschreibung. Klar hätte ich mir die gesamte Beschreibung durchlesen können/müssen... aber wer rechnet denn mit sowas?
Dem Käufer des Navis habe ich dann einen Teil des Kaufpreises erlassen... er hat das auch nur bemerkt, weil das auf der Rechnung stand - die ich mir auch nicht genauer angeschaut hatte.
Also ja: Ich hätte genauer schauen müssen! Aber warum wird bei Toms-Car-Hifi nicht für jeden sofort sichtbar angezeigt, ob ein Gerät neu oder gebraucht ist?
Bei Amazon gibt es auch die Möglichkeiten gebrauchte Ware zu bestellen, aber da ist das offensichtlich gekennzeichnet! Auch bei eBay sieht man sofort, ob ein Produkt neu oder gebraucht ist...  In anderen Shops gehe ich einfach davon aus, dass die Ware neu ist!
Die Kennzeichnungen im Shop sind zu ungenau, das grenzt fast schon an Betrug.


Medimops
Zu meinem Geburtstag hatte ich einen 10 Euro Gutschein von Medimops bekommen. Ich bestellte mir dort ein Spiel und um auf den Mindestbestellwert für den Gutschein zu kommen noch ein Buch dazu. Einige Tage später kam das Paket an, aber es war nur das Buch drin. Kommt das Spiel separat?
Ein paar Tage später kam immer noch nichts und nur zufällig habe ich auf der Rechnung den Hinweis gesehen, dass das Spiel nicht lieferbar ist und ich den Kaufpreis als Gutschein erhalten habe. Toll!
Ich habe keinerlei Informationen darüber bekommen, bis auf einen kleinen Hinweis in der Rechnung!
Und dann schaue ich mir den Gutschein genauer an: Der ursprüngliche Geburtstags-Gutschein wurde selbstverständlich nicht berücksichtigt! Heißt in zahlen: das Spiel hat 35 Euro gekostet, mit dem Gutschein habe ich nur 30 Euro bezahlt, der neue Gutschein ist aber auch nur in Höhe von 30 Euro, so dass der alte Gutschein einfach verpufft ist!
Und der Hammer: Das Spiel ist verfügbar gewesen! Ich hätte das Spiel sofort neu bestellen können, hätte dann aber 5 Euro Aufpreis zahlen müssen.
Ich habe dann den Support angeschrieben, warum mir das Spiel denn nicht einfach zugeschickt wird - es ist doch im Shop verfügbar... keine konkrete Antwort darauf, nur Ausreden, würde halt nicht gehen.
Da ich das vorhandene Buch nur gekauft habe, um den Geburtstags-Gutschein auf dem Spiel anwenden zu können, habe ich das Buch wieder zurück geschickt -.-
Selbstverständlich hat es dann über eine Woche und reichlich Schriftverkehr gedauert, bis ich mein Geld endlich zurück erhalten habe.
Das mit dem Gutschein ist reine Bauernfängerei und der Service ist unterdurchschnittlich. 


eBay
Viele wissen nicht, dass eBay nur eine Plattform für Verkäufer ist. Wenn man dort etwas kauft, dann kauft man das Produkt von einem Händler oder einer Privatperson - also nicht "von" eBay, sondern "bei" eBay.
Aber eBay stellt die Regeln für den Kauf und Verkauf auf und da kann ich mir so einige Male nur an den Kopf packen!
Zuletzt hatte ich ein Gerät sehr günstig ersteigert - weit unter dem normalen Preis... und das hat der Verkäuferin gar nicht gefallen und so hat sie kurzerhand den Kauf abgebrochen - mit der Begründung der Artikel sei "nicht mehr verfügbar".
Ich hatte sie angeschrieben und gefragt was los sein und sie antwortete: "Ich liege gerade im Krankenhaus weil ich schwanger bin..."
Ich habe ihr dann noch freundliche zurück geschrieben, dass ich ihr alles Gute wünsche und dass sie sich wegen mir nicht stressen muß, sie könne mir den Artikel auch zuschicken, wenn sie wieder aus dem Krankenhaus raus ist und sie sich dazu in der Lage fühlt. Da habe ich keine Antwort mehr bekommen...
Und was kann ich da machen? EBay als Plattform lässt einen da komplett im Stich. Rechtlich haben wir zwar einen Kaufvertrag und ich könnte die Ware nun einklagen... ich habe auch ernsthaft überlegt, ob ich das aus Prinzip einfach mal machen sollte... aber ich hatte dann doch keinen Nerv darauf, weil es lächerlich gewesen wäre. Aber verdient hätte sie es -.-
Schlimmer ist es, wenn man etwas kauft, brav bezahlt und dann keine Ware erhält. Ist mir schon ein paar mal passiert! Glück hat man, wenn man mit Paypal bezahlt hat, denn dann bekommt man sein Geld zurück (siehe folgend Medimax). Hat man per Überweisung bezahlt, dann teilt einem eBay nur mit, dass man Pech gehabt hat und lieber mit Paypal zahlen sollte...
Ich finde es nicht gut, wie sich eine Plattform so aus der Verantwortung ziehen kann!


Medimax und Trusted Shops
Medimax habe ich immer für ein großes, seriöses Unternehmen gehalten, fast auf Augenhöhe mit Mediamarkt/Saturn. Ich habe dort eine SD-Karte bestellt, sie sollte von Medimax Bottrop verschickt werden und innerhalb von drei Tagen bei mir ankommen.
Als nach sechs Tagen die Karte noch nicht einmal abgeschickt wurde, habe ich den Kauf schriftlich storniert - einige Stunden später bekam ich eine Mail, dass die Karte nun verschickt wurde, die Stornierung wurde einfach komplett ignoriert!
Ich hatte inzwischen jedoch eine SD-Karte bei Amazon bestellt (welche übrigens direkt am nächsten Tag bei mir war), also vermerkte ich in der DHL-Sendungsverfolung, dass ich die Annahme des Paketes verweigere und die das zurück an den Absender schicken sollen. Das mit DHL klappte sehr gut, die haben erst gar nicht bei mir geklingelt und das Paket wieder direkt zurück geschickt!
Gleichzeitig habe ich noch mal Medimax angeschrieben, die Situation erneut erklärt, dass ich den Kauf storniert hatte, das Paket nicht annehme, den Kauf widerrufe und ich mein Geld zurück möchte.
Als ich die Tage darauf aber weder eine Antwort noch eine Erstattung erhielt, wollte ich mich an Paypal wegen Käuferschutz wenden - da konnte man aber nur Käuferschutz beantragen, wenn man die Ware nicht erhalten hat.. das war ja so nicht der Fall!
Also wendete ich mich an den Käuferschutz von Trusted Shops, über den der Kauf ebenfalls automatisch abgesichert war. Ich habe Medimax gemeldet, die Situation geschildert und Trusted Shops hat darauf hin Medimops angeschrieben, erhielten aber auch keine Antwort. Also wurde der Vorfall nun von Trusted Shops geprüft, ob ich Anspruch auf Käuferschutz habe... und sie prüften und prüften und prüften... Zwischendurch habe ich dann mal nachgefragt wie denn der Stand der Dinge ist, aber ich erhielt keine Antwort (erst neun Tage später, als ich die Absicherung selbst beendete) und sie prüften weiter...
Inzwischen sind 40 Tage seit dem Kauf vergangen! 
Schließlich wendete ich mich aus "Verzweiflung" doch an Paypal: Ich wählte die Option, dass ich die Ware nicht erhalten hätte, beschrieb aber genau wie der Fall war: dass ich sornierte, zurückschickte und so weiter...
Und siehe da: nach gerade mal ZWEI Tagen hatte ich das Geld von Paypal zurück!
Also meine Empfehlung: wenn man mal nicht bei Amazon bestellt, dann auf jeden Fall mit Paypal bezahlen! Alles andere ist Murks...
Medimax ist komplett frei von jedem Service, dazu auch noch unseriös und Trusted Shops ist ein ganz schlechter Witz! 

Absicherung bei Trusted Shops: 
Nach einem Monat habe ich das Trauerspiel beendet und mich an Paypal gewendet.


Das waren jetzt nur vier Beispiele aus den letzten 4-6 Wochen... ich könnte noch sehr viel mehr aus den letzten Jahren erzählen! Stattdessen erzähle ich jetzt mal ein paar positive Beispiele von Amazon, die es so kaum irgendwo anders gibt:


Garantiefall bei Amazon
Wenn ein Gerät innerhalb der Garantiezeit kaputt geht, dann kommen viele Fragen auf: Wo habe ich damals gekauft? Wo ist die Rechnung? Bekomme ich überhaupt Ersatz?
Bei Amazon ganz easy:
Ein Pürierstab war defekt. Über die Bestellsuche habe ich den Kauf direkt gefunden und darüber konnte ich sofort eine Reklamation starten (bei anderen Shops ist das häufig gut versteckt, oder in der Form gar nicht möglich). Per Chat konnte ich einem Amazon-Mitarbeiter das Problem schildern und daraufhin wurde mir sofort ein Ersatzgerät zugeschickt! Besser geht es wohl kaum!
Außerdem bekam ich eine Paketmarke um das defekte Gerät zurück zu schicken. Heißt ich musste nicht einen Tag auf das Gerät verzichten! Andere Shops wollen dass man zuerst das alte Gerät zuschickt, dann wird diskutiert und überlegt und erst dann erhält man vielleicht irgendwann mal ein Ersatzgerät...

Täglich von 6 bis 24 Uhr - telefonisch oder per Chat!


Retouren bei Amazon
Es kommt leider viel zu oft vor, das man mit der Ware unzufrieden ist und sie zurück schickt. Das ist leider nicht immer einfach, bei Amazon schon!
Bei anderen muß man oft erstmal um ein Retouren-Label betteln und dann wartet man oft lange auf sein Geld (siehe Beispiele Medimops/Medimax). Bei Amazon kann man sich direkt ein Retouren-Label ausdrucken (meist sogar kostenlos) und das Geld bekommt man bereits zurück bevor die Retoure bei Amazon angekommen ist!
Beispiel: Ich hatte einen Retro-Controller gekauft und nach über zwei Wochen stellte ich fest, dass er einfach zu viele Probleme macht. Also Retoure! Und da ist schon der erste Punkt: Bei Amazon gibt es meistens 30 Tage Rückgaberecht, statt nur 14 Tage. Ich habe also das Label ausgedruckt und das Paket am Montag bei DHL abgegeben... das Paket wurde laut Sendungsverfolgung am Dienstag in der Filiale abgeholt und bereits dann habe ich meine Erstattung von Amazon bekommen!
Bei anderen Shops musste ich immer mehrere Tage warten und in manchen Fällen auch noch nachfragen wo denn das Geld bleibt.

Ein wunderschöner Retro-Controller... technisch aber leider nicht zufriedenstellend.
Die Retoure klappte bei Amazon schnell und einwandfrei!
 

Versand durch Amazon
Der Versand von Amazon ist einfach rasend schnell! Das natürlich vor allem durch ihren eigenen Versanddienst. Es ist nicht unüblich, dass man Sonntag Abend was bestellt und das Paket Montag Mittag bereits da ist! Es ist mir persönlich nicht wichtig, dass ein Paket direkt am nächsten Tag da ist, aber wenn es trotzdem so passiert, dann finde ich das echt nicht schlecht ^^ 
Normal bestellt man am 1. Tag, das Paket wird am 2. Tag verschickt und ist dann am 3. oder 4. Tag da. Damit kann ich leben! Shops wie Medimops oder Medimax nehmen sich aber schon mal gerne drei bis sechs Tage Zeit, bis die das Paket überhaupt mal verschicken...das ist dann ärgerlich und unnötig, vor allem wenn das Paket viel früher angekündigt wurde! Wenn ein Produkt vorab mit 10 Tagen angekündigt, dann hat das schon seinen Grund... aber wenn wenn es mit 3 Tagen angekündigt ist und man teils über eine Woche warten muß, dann ist das nicht in Ordnung!
Wenn ich irgendwas mal wirklich dringend benötige, dann weiß ich, dass ich mich auf Amazon verlassen kann!
 
 
Die Schattenseiten von Amazon
Bis jetzt hört sich Amazon wie ein Träumchen an! Aber Amazon hat auch seine Schattenseiten :(
Beispiel Retouren: diese werden aus Kostengründen oftmals einfach vernichtet, statt weiterverkauft. Ja, das ist einfach verdammt mies und gehört sich so nicht!
HIER ist diese Problematik genauer beschrieben und dass das aber nicht nur ein Problem von Amazon ist, sondern dass das leider völlig normal ist. Wirklich lesenswert!

Die Mitarbeiter werden/wurden nicht besonders gut bezahlt... Aber das hat sich stellenweise verbessert! In den USA bekommt man bei Amazon inzwischen ein Grund- und Einstiegsgehalt von 15 Dollar pro Stunde, in Deutschland über 11 Euro die Stunde, dazu Boni und Jahressonderzahlungen. Nach zwei Jahren verdient man dort im Durchschnitt 2500 Euro brutto. Nach Slaverei und Ausbeutung klingt das jetzt nicht mehr unbedingt... Und verdient man bei z.B. Medimax echt mehr?
Die Arbeitsbedingungen sind ein anderes Thema... da scheiden sich die Geister. Es gab Kritik zu den Themen Arbeitsschutz (Corona), Druck am Arbeitsplatz, Überstunden, Stress, keine Pausen... Ob das alles so stimmt weiß man nicht, trotzdem wurde Besserung versprochen!? Beschwerden liest man tatsächlich nicht ganz so viele... Ich weiß nicht, ob Amazon wirklich so schlimm ist. Gibt halt auch viele Hater, die dem Unternehmen schaden wollen.

Angeblich macht Amazon die Wirtschaft hier kaputt... Tjaaa! Klar leiden kleinere Geschäfte darunter, andererseit beschäftigt Amazon aber auch über 12.000 Menschen in Deutschland und zahlt (entgegen vieler Behauptungen) Steuern in Deutschland.
Und wenn ich mir dann die oben genannten Negativbeispiele anderer Shops noch mal anschaue, dann wundert es mich nicht, dass die Leute lieber bei Amazon shoppen, als in anderen Läden. Ich lese lieber eine Produktbeschreibung auf Amazon, als mich mit einem schlecht gelaunten Mitarbeiter in irgendeinem Geschäft herum zu ärgern... falls man denn überhaupt einen Mitarbeiter findet. Kompetenz ist dann auch Glückssache...
Amazon macht andere Läden kaputt, weil die anderen Läden einfach kacke sind! So ist das!

 
Mein Fazit
Also in Sachen Kundenservice macht niemand Amazon irgendwas vor! Das können die so gut wie kein anderer! Ich bin seit Jahren Kunde dort und bin einfach rundum zufrieden :)
Klar gibt es aber auch Schattenseiten, aber diese werden zum Glück aufgedeckt und dann nach und nach langsam eingestellt. Ich glaube Amazon wird gerne schlechter dargestellt, als es eigentlich ist.
Bei Amazon überwiegen für mich einfach die positiven Argumente und daher heißt es auch in Zukunft für mich: am besten bei Amazon bestellen, sollte ich doch mal woanders bestellen, dann zahle ich dort nur noch mit Paypal!