Freitag, 21. April 2023

Neuigkeiten rund um den Blog (Minimalisierung meiner Onlinepräsenz)

Diesen Blog hier gibt es seit 2008 und seitdem habe ich hier hunderte Beiträge geschrieben. 2020 wurde es im Blog schon merklich ruhiger, 2021 gab es nur einen einzigen Beitrag und 2022 ist hier gar nichts mehr passiert. In meinem Nebenprojekt "Birgers Autoblog" sieht es ganz ähnlich aus...

Ich könnte mir jetzt vornehmen, dass ich wieder mehr schreibe und den Blog wieder aufleben lasse... das will ich aber gar nicht

Ich bin aus dem "Amazon Partnernet" ausgetreten und entsprechend werde ich mein Gewerbe abmelden

Ich habe außerdem meine beiden Blogs ordentlich aufgeräumt: von insgesamt über 600 
Beiträgen sind jetzt nicht mal mehr 200 Beiträge übrig. Die wenigen Beiträge im Autoblog werden noch nach und nach in den Hauptblog verschoben (ich hoffe die Abonnenten bekommen nicht jedes mal eine Benachrichtigung, trotz Rückdatierung) und der Autoblog wird dann komplett gelöscht

Was ich mit Social Media machen werde, weiß ich noch nicht genau... Meinen TikTok-Account habe ich schon vor einer ganzen Weile gelöscht, Instagram habe ich auch schon radikal entrümpelt, YouTube liegt schon länger auf Eis, nur bei Facebook sieht man noch regelmäßig Wanderungen und Fotografien von mir. Über meine altbewährte Seite www.BirgerS.de gelangt man wie gehabt auf eine Übersicht, die stets aktuell gehalten wird. Alle anderen, spezifischen URLs habe ich inzwischen gelöscht oder gekündigt.
 
Ich möchte mich hier minimalisieren und das eben nicht nur durch Inaktivität, sondern durch aufräumen und vor allem durch das Beenden der Selbständigkeit. 
In Zukunft wird hier auch nicht wieder viel mehr passieren, da es mir nicht mehr um Reichweite und Werbung geht, sondern um um alte Beiträge als Erinnerung und neue Beiträge, die für Facebook zu umfangreich wären. Also zurück zu dem, was das hier früher einmal war: Ein kleiner, privater Blog :) 

Samstag, 23. Oktober 2021

Neuigkeiten zu meiner Hobbyfotografie

Ui, ist das schon wieder lange her, dass ich hier was geschrieben habe! Und generell ist das hier erst der zweite Post in diesem Jahr! 
Irgendwie konzentriere ich mich aber auch nur noch auf das Wandern, auf Städtetrips und das damit verbundene Fotografieren - der Blog wird dabei vernachlässigt.

Jetzt gibt es aber ein paar Neuigkeiten/Änderungen, die ich hier niederschreiben möchte! 

Neue Kamera:

Ich mag gar nicht so viel technischen Kram erzählen... Ich hatte eine Olympus OM-D E-M5 Mark III und habe diese jetzt gegen eine Panasonic Lumix G9 getauscht. Die Olympus habe ich damals gekauft, weil sie sehr kompakt und wunderschön ist, die Lumix ist von der Bedienung her aber wesentlich besser für meine Bedürfnisse geeignet. Bei der Olympus musste ich mich häufig durch irgendwelche Menüs klicken, für Einstellungen, die ich an der Lumix mit einem Knopf/Schalter direkt ändern kann. Die Lumix ist zwar größer und schwerer, liegt aber viel angenehmer in der Hand. Und dazu noch ein paar technische Gründe, wenn auch nicht viele...
Ich habe aber immer noch meine sehr kompakte Olympus PEN E-PL10, die ich als Zweitkamera nutze.

Damit mache ich meine Fotos: Lumix G9, PEN E-PL10 und iPhone 11 Pro.

Neue Objektive:

Meine Ansprüche sind gestiegen! Bisher hatte ich hauptsächlich günstige Allrounder-Zoomobjektive, die ich jetzt zum Teil durch Festbrennweiten oder generell hochwertigere Objektive ersetze.
Da Panasonic einen dualen Bildstabilisator hat, wenn Kamera und Objektiv von Panasonic sind und dies unterstützen, habe ich mein Olympus 75-300mm gegen ein lichtstärkeres Panasonic 100-300mm getauscht. Ebenso tauschte ich mein Olympus 14-150mm gegen ein Panasonic 14-140mm.
Außerdem habe ich mir für die Portraitfotografie  zwei sehr lichtstarke Objektive zugelegt (Sigma 30mm 1.4 und Sigma 16mm 1.4). Ein 56mm 1.4 von Sigma könnte vielleicht noch folgen. 
Eine Übersicht meiner aktuellen Ausrüstung findet man HIER

Neuer Fotografiebereich:

Bisher habe ich nur bei Wanderungen, auf Ausflügen oder auch bei Nacht fotografiert. Das mache ich schon lange, da weiß ich was ich mache und ich glaube das kann ich auch einigermaßen gut ^^
Aber ich wollte jetzt mal meinen Horizont erweitern und mal was Neues dazu lernen: 
Die Portraitfotografie - etwas, was ich bisher noch gar nicht gemacht hatte!
Ich habe mir dann auch recht fix ein Shooting mit einem Furry (Chenerah Gajaze) oganisiert, was ein riesen Spaß war und am Ende waren die Fotos für den ersten Versuch auch nicht schlecht: 

Ich mag das Gegenlicht, wie es dem Foto einen besonderen Look verleiht.
(Chenerah Gajaze)

Ich bin einfach auch ein Fan von Schwarzweißfotografie ^^
(Chenerah Gajaze)
 
Neben diesen "besonders gestalteten" Fotos gibt es auf meiner neuen Facebookseite auch noch ein paar klassische Portraitfotos.

Neue Internetpräsenz:

Meine Fotoseite hieß bisher "Ruhrpottfotos", was aber schon länger kaum noch Sinn machte. Ich benannte sie daher in "BiSa-Fotografie" um und unterteilte sie zudem in zwei Kategorien: Die bereits bekannte Seite auf Instagram für Natur- und Streetfotografie und eine neue Seite auf Facebook für die Portraitfotografie (Schwerpunkt Cosplay, Furry und LARP).
Über www.BirgerS.de gelangt man nun auf meine neue, minimalistische Startseite, die zu allen weiteren Seiten weiterführt - Blogs, Facebook, Instagram, Youtube und auch meine private Facebookseite, die nun zum Teil wieder öffentlich ist, um ein wenig mehr von meiner Landschaftsfotografie zu zeigen.



Ich bin jetzt hobbymäßig erstmal voll ausgelastet: Es gibt viel zu tun, viel Neues zu entdecken und zu lernen. Das macht mir riesen Spaß, so soll es sein!

Montag, 17. Mai 2021

Mein neues Auto: Toyota Prius III (ZVW30)

Eigentlich wollte ich mir erst nächstes Jahr ein neues Auto kaufen... aber egal ^^ 
Da gab es einen echt gut ausgestatteten Prius zu nem guten Preis - da musste ich einfach zugreifen ^^ 
 
Da steht er zum ersten Mal vor der Wohnung :)
 
Es handelt sich um einen Toyota Prius der 3. Generation (ZVW30) in der sehr hohen Ausstattungslinie "Executive". Ein sparsamer Hybrid mit 136 PS, Baujahr 2009, 119.000 km, Lederausstattung, Klimaautomatik, ein echt gutes Navi-Radio-System, Head-up-Display, Rückfahrkamera mit automatischer Einparkfunktion, Solarschiebedach, Tempomat und noch einige Kleinigkeiten mehr.

Original Angebot von 2009

Im Vergleich zu meinem Smart einfach ein riesiges Luxus-Schiff - der Smart ist nur 2,69 Meter lang, der Prius 4,49 Meter - das sind einfach mal 1,80 Meter mehr und der sensationelle Wendekreis von nur 7 Metern wächst auf extrem sperrige 12 Meter heran. Das Parken hier in Bochum Mitte ist jetzt auf jeden Fall schwerer. Sehr viel schwerer!
 
Auf meiner ersten Fahrt vom Verkäufer nach Hause habe ich (laut Bordcomputer) nur 3,2 Liter auf 100 km verbraucht. Sensationell! Eine Woche später, nach rund 300 km, pendelte sich der Bordcomputer auf 4,6 Liter ein. Zu meinem realen Durchschnittsverbrauch kann ich aktuell noch nichts sagen, aber ich dokumentiere meine Verbräuche stets bei Spritmonitor.

Erste Veränderungen nach einer Woche...

Direkt einen Tag nach dem Kauf konnte ich den Prius ummelden - das Kennzeichen ist so gewollt XD 
Die vorderen Seitenscheiben haben praktische Windabweiser spendiert bekommen, die ich günstig gebraucht kaufen konnte und ich habe die hinteren Scheiben dunkel folieren lassen.

Meine Pläne für den Prius: 
Ich werde ihn nicht zur Ratte machen! Den Smart wollte ich eigentlich 8 Jahre fahren - dann wäre er eh nichts mehr wert gewesen. Nun habe ich ihn jedoch nach nur 3,5 Jahren verkauft und durch den harten Rat-Look rund 1000-1500 Euro weniger bekommen. Das ist jetzt nicht so dramatisch, aber ich möchte das einfach nicht mehr! Auch die Verkaufsgespräche waren eine reine Katastrophe (bis auf den tatsächlichen Käufer am Ende). 

Eins der letzten Fotos meines Ratten-Smarts.

Der Prius wird daher nur leicht foliert - was man bei einem Verkauf leicht wieder entfernen kann.
Ich habe diesbezüglich auch bereits einen konkreten Plan. Einige Aufkleber/Folien befinden sich gerade auf dem Weg von China zu mir.

So weit erstmal!

Sonntag, 8. November 2020

Zweitkamera: iPhone 11 Pro gegen Olympus PEN E-PL9

Meine Hauptkamera ist eine Olympus OM-D E-M5 Mark III (folgend "M5"), die ich nur mitnehme, wenn ich gezielt fotografieren möchte. Daneben habe ich noch eine Olympus PEN E-PL9 mit einem 14-42mm Objektiv (folgend "PEN"). Diese habe ich aus zwei Gründen: Erstens ist sie so kompakt, dass ich diese fast immer mitnehmen kann und zweitens ergänzt sie meine M5 in Sachen Brennweite. 
 
Beide Olympus sind spiegellose Systemkameras mit wechselbaren Objektiven, wobei ich meine PEN nur mit dem 14-42mm Pancake-Objektiv benutze, da sie sonst nicht in meine Jackentasche passt. 
 
Nun habe ich mein iPhone 8 verkauft und mir ein iPhone 11 Pro zugelegt... dieses iPhone hat eine ziemlich geniale Kamera mit einem vierfach Zoom. Mein iPhone 8 war keine sinnvolle/gute Ergänzung zur M5, aber vielleicht ist das iPhone 11 Pro eine? Das überlege ich nun hier...
 

Hinweis: Alle Fotos sind stark verkleinert 

und die iPhone-Fotos sind nicht bearbeitet*!

 *Natürlich kann man auch die iPhone-Fotos bearbeiten und so noch mehr aus den Fotos heraus holen. Jedoch funktioniert das nicht in so einem Ausmaß wie bei den RAW-Fotos einer "richtigen" Kamera. 

 
Links M5, rechts PEN, unten iPhone 11 Pro
 

Fertige Fotos gegen RAW:

Mit der M5 und der PEN fotografiere ich grundsätzlich im RAW-Format, so dass ich die Fotos zwangsläufig "entwickeln" muß. Beim iPhone muß/kann man das nicht. Das sieht so aus: 

(v.l.n.r.) iPhone unbearbeitet, PEN unbearbeitet, PEN bearbeitet
 
Links sieht man das Foto vom iPhone, so wie es aus der Kamera kommt. In der Mitte ist ein unbearbeites RAW-Foto von der PEN, rechts ist das von mir fertig bearbeitete Foto. 
Das iPhone-Foto sieht zwar super aus, es vermittelt jedoch eine völlig falsche Stimmung. Tatsächlich war es dunkel und kalt, was das selbst bearbeitete Foto viel besser rüber bringt. Bei der PEN habe ich die Möglichkeit direkt bei der Aufnahme und auch später bei der Bildbearbeitung das Foto zu beeinflussen. Beim iPhone ist das nur recht begrenzt möglich, die eigene Kreativität wird stark eingeschränkt. Dennoch: Obwohl das iPhone-Foto überhaupt nicht der Realität entspricht, gefällt es mir besser, als das von der PEN. Natürlich könnte ich das Foto der PEN in der Bildbearbeitung genauso "verfälschen" - das ist der Vorteil, wenn man bei der Kreativität die freie Wahl hat. Beispiele:
 
 
Jeweils ein PEN-Foto, aber unterschiedlich bearbeitet.

Brennweiten im Vergleich: 

Das iPhone hat eine Brennweite von 13 bis 52mm KB (vierfach Zoom), mein Pancake-Objektiv der PEN 28 bis 84mm KB (dreifach Zoom). Heißt: das iPhone ist weitwinkeliger und deckt einen größeren Bereich ab, die PEN kann dafür näher heran zoomen.
 
Minimale und maximale Brennweiten im Vergleich
 

Qualitätsvergleich:

Die PEN hat eine höhere Auflösung (16 gegen 12 MP) und einen wesentlich größeren Bildsensor (4/3 gegen rund 1/3 Zoll). Dafür punktet das iPhone mit einer absolut überlegenen Bildverarbeitung. 
Hier ist eine extrem schwere Situation in absoluter Dunkelheit, mit einem leuchtenden Turm und einer sehr hellen, blendenden Werbetafel:

Links iPhone, rechts PEN.

Mit dem iPhone habe ich aus der Hand fotografiert, die PEN stand für eine 20 Sekunden lange Belichtung auf einem Stativ. Das iPhone macht automatisch ein HDR-Foto, wo quasi die dunklen Stellen heller und die hellen Stellen dunkler sind. Bei der PEN muß ich das selbst in der Bildbearbeitung machen. Dafür kann ich aber selbst aussuchen wie hell oder wie dunkel die verschiedenen Stellen sein sollen. Beim iPhone habe ich keinen Einfluss.
Das iPhone-Foto ist dennoch ziemlich sensationell, vor allem ohne Stativ! Aber bei genauerer Betrachtung... 

Vergrößerung - oben iPhone, unten PEN

Auf Grund der Situation und der starken Nachbearbeitung sind beide Fotos nicht besonders toll. Das Foto vom iPhone ist sehr verwaschen und der beleuchtete Schriftzug ist gar nicht zu erkennen. Das Foto der PEN ist dafür sehr verrauscht. 

Beim nächsten Beispiel war die Situation auf Grund der blendenen Sonne ebenfalls nicht einfach, dennoch wurden beide Fotos gut:

links iPhone, rechts PEN

Hier muß ich jedoch sagen, dass mir das Foto von der PEN besser gefällt. Allerdings könnte man bei dem iPhone-Foto auch noch nachbearbeiten und die Farben und den Kontrast etwas verstärken. Dennoch hat das PEN-Foto mehr Details. Das iPhone punktet bei dem Foto mit dem Weitwinkel. 
Das Gleiche gilt für die nächsten beiden Fotos:

oben iPhone, unten PEN

Fazit:

Es ist verdammt knapp! Die drei Kameras im iPhone ermöglichen in Kombination mit der ausgeklügelten Bildverarbeitung phantastische Fotos und das mit nur einem Klick! Natürlich ist die Hardware der PEN generell wesentlich besser - jedoch muß man die Bildverarbeitung selbst durchführen. Dazu gehört Können (was ich nur bedingt habe) und eine Menge Zeit... aber dann bekommt man exellente Fotos! So hat die PEN und das iPhone jeweils ihre Vor- und Nachteile - je nach den Vorlieben des Fotografen.

Die Olympus PEN E-PL9 habe ich jetzt seit einem Jahr und sie ist eine fantastische Kamera: Sie macht überragende Fotos, ist hochwertig und macht einfach Spaß. Durch diese Kamera bin ich überhaupt erst auf das MFT-System aufmerksam geworden und habe daraufhin einen kompletten Systemwechsel von Canon APS-C zu Olympus MFT gemacht (siehe HIER). Trotzdem war die PEN immer nur die Zweitkamera, denn die Olympus OM-D E-M5 Mark III ist in jeder Hinsicht noch fantastischer und noch überragender. 
 
Das iPhone 11 Pro hat sich nun irgendwie dazwischen gedrängt. Die Fotos kommen zwar nicht ganz an die der PEN heran, aber der Abstand ist recht gering und man muß nicht selbst die Bildbearbeitung bemühen (das ist manchmal gut, hat aber auch Nachteile).
 
Für kreatives und anspruchsvolles Fotografieren ist die M5 mit den zahlreichen Objektiven als Hauptkamera einfach unersetzlich! Ein Smartphone kann einfach keine Systemkamera ersetzen, auch wenn manche Fotos den Eindruck erwecken. Ich glaube ich werde bald noch einen Blogeintrag schreiben, warum die M5 dem iPhone so überlegen ist...
 
Ich werde die PEN schweren Herzens verkaufen und nur noch mit der M5 und dem iPhone 11 Pro fotografieren. Denn ich weiß, dass die PEN nun als "Zwischending" im Regal versauern würde. 



Samstag, 22. August 2020

Systemwechsel von Canon (APS-C) zu Olympus (MFT)

Meine erste (analoge) Spiegelreflexkamera war eine Canon A1, mit der ich ein wenig herumknipste. Erst viele, viele Jahre später kaufte ich mir meine erste digitale Spiegelreflexkamera (DSLR): Die Canon EOS 1000D. Mit der war ich rund 6 Jahre lang sehr zufrieden. Dann versuchte ich ein paar Kompakt- und Bridgekameras (Sony, Panasonic, Nikon), aber die stellten mich überhaupt nicht zufrieden! Also holte ich mir wieder eine anständige DSLR: Die Canon EOS 80D! Und ja, mit der war ich mega zufrieden, eine wirklich tolle Kamera! Ich holte mir insgesamt sechs Objektive und versuchte das Thema Fotografie erstmals etwas professioneller anzugehen. Ich fing auch an bei YouTube Filme hochzuladen und ich habe mit der Bildbearbeitung angefangen.


Meine erste Olympus:
Es gab nur ein Problem mit der Canon EOS 80D: sie ist unglaublich groß und schwer und ich wollte die nicht bei jedem Ausflug mitschleppen... also musste noch irgendwas Kleines her! Mit Kompakt- und Bridgekameras hatte ich ja zu viele schlechte Erfahrungen gemacht, also probierte ich die Olympus PEN E-PL9 aus - eine spiegellose Systemkamera (DSLM), die nur unwesentlich größer als eine Kompaktkamera ist und so in die Jackentasche und sogar in manche Hosentaschen passt:

Meine kleine Olympus!

Die kleine Olympus sollte ein Zwischending zwischen Smartphone und Canon sein, ein Kompromiss zwischen Größe und Bildqualität. Aber erstaunlicherweise ist die Olympus E-PL9 so sensationell gut, dass ich gar nicht unterscheiden konnte, welche Fotos ich mit der Canon und welche ich mit der Olympus gemacht hatte.
Ich fand die Olympus in Sachen Autofokus, Handhabung und Bedienung sogar teilweise besser als die Canon! Ich nahm immer öfter die Olympus mit und die Canon wurde etwas vernachlässigt...

Eigentlich wollte ich für die Olympus nur das mitgelieferte Pancake-Objektiv behalten (ich habe darüber damals ein Video gemacht), aber einige Zeit später verkaufte ich das 50mm 1.8 Objektiv der Canon und kaufte mir stattdessen ein Panasonic 25mm 1.7 Objektiv für die Olympus - diese Kombination machte für mich einfach viel mehr Sinn!

Und da fing ich an zu grübeln: Macht die Canon EOS 80D überhaupt noch Sinn?

Die Olympus PEN E-PL9 ist super, würde mir aber nicht als Hauptkamera reichen:
1. Kein Sucher (in vielen Situationen sehr wichtig).
2. Der Bildschirm lässt sich nicht zur Seite klappen, nur nach unten (Video auf Stativ so nicht möglich).
3. Kein Mikrofonanschluß (benötige ich auch fürs filmen).
4. Kleinere Einschränkungen bei den technischen Daten.


Die Entscheidung:
Ein Wechsel vom APS-C-Sensor zum MFT-Sensor wäre grundsätzlich erstmal eine Verschlechterung, da der MFT-Sensor ein wenig kleiner ist. Aber merkt man da überhaupt einen Unterschied? Meine E-PL9 hat nicht nur einen kleineren Sensor als die Canon, sondern auch nur 16 statt 24 Megapixel. Auf den Fotos erkenne ich dennoch kaum einen Unterschied, die Megapixel sind nur beim Vergrößern der Fotos erkennbar.
Aber egal ob 16 oder 24 MP: hier im Blog werden die Fotos mit nur 4 MP dargestellt, auf Instagram sogar mit nur 1 MP! Eine Hochwertigere Olympus hätte zudem 20 MP, da ist der Unterschied zur Canon noch geringer... aber dafür ist der MFT-Sensor moderner und bietet eine verhältnismäßig gute Bildqualität, für die geringe Größe und Auflösung.
Eigentlich wollte ich irgendwann zu einer Vollformatkamera umsteigen (z.B. Sony a7 Mark III) - dieser Sensor wäre vier mal so groß wie ein MFT-Sensor - das ist ein wirklich enormer Unterschied!
Klar, ein Vollformatsensor hat Vorteile beim Rauschverhalten und bei der Tiefenschärfe... aber die meisten Leute sehen einfach keinen Unterschied zwischen Vollformat- und MFT-Fotos! Das bestätigen sogar Profifotografen! Als Laie oder Hobbyfotograf sieht man dort dann ganz sicher keinen Unterschied...
Die Unterschiede (und auch Möglichkeiten) zu Smartphone, Kompakt- oder teilweise auch Bridgekamera sind da sehr viel Größer.

Also war es klar: Ich mache einen Systemwechsel!

In die nähere Auswahl kamen die Olympus OM-D E-M1 Mark III und die OM-D E-M5 Mark III.
Zugegeben: Die M1.3 ist technisch ein wenig besser, aber weil die M5.3 noch ein bisschen kleiner ist und so einen geilen Retro-Look hat, habe ich mich für die M5.3 entschieden ^^
Die technischen Vorteile der M1.3 waren mir persönlich nicht so wichtig, aber eine schöne Kamera bereitet mir einfach Freude bei der Nutzung.


Die Unterschiede:
Wie schon angesprochen hat die M5.3 einen kleineren (aber moderneren) Sensor mit nur 20 statt 24 MP. Den Unterschied nimmt man auf den Fotos aber nicht wahr (Beispielfotos spare ich mir, weil man echt keinen Unterschied sieht!).
Die weiteren Vorteile der M5.3: Kein mechanischer Spiegel, modernere Menüführung und Handhabung, sehr viel kleiner und leichter (auch die jeweiligen Objektive), viel besserer Autofokus, ein ganzer Haufen nützlicher Zusatzfunktionen (Live-Bulb/Composite, ProCapture) 5-Achsen-Bildstabilisiereung am Sensor,...
Vorteile der EOS 80D? Ein Akku reicht für drei mal mehr Fotos und das zweite Display oben auf der Kamera war ganz cool. Aber das ist nichts wirklich Wichtiges... nehm ich halt noch nen zusätzlichen Akku mit! Und das zeigt mir, dass meine Entscheidung absolut richtig war.
 
Die Größen- und vor allem die Gewichtsunterschiede sieht man hier deutlich:
 
 Canon und Olympus jeweils mit einem 75-300 mm Objektiv.
 
Canon mit 10-18mm, Olympus mit 9-18mm Objektiv. 


Die Kosten:
Die ganze Ausrüstung ist hochwertiger, besser (u.a. Lichtstärke bei den Objektiven), neuer und somit auch teurer, als meine Ausrüstung von Canon.
Ich habe mir meine gesamte Ausrüstung gebraucht (aber neuwertig) zusammen gekauft:
- Olympus OM-D E-M5 Mark III inkl. drei Akkus
- Olympus M. Zuiko 9-18mm F/4.0-5.6
- Panasonic Lumix G 25mm F/1.7 ASPH
- Olympus M. Zuiko 30mm F/3.5 Macro
- Olympus M. Zuiko 14-150mm F/4.0-5.6 II
- Olympus M. Zuiko 75-300 F/4.8-6.7 II

Insgesamt habe ich für die Kamera und für die fünf Objektive knapp 2000 Euro bezahlt.

Für meine Canon hatte ich ebenfalls fünf Objektive, die von den Brennweiten her ungefähr den neuen Olympus-Objektiven entsprachen. Ich habe das alles bei eBay und eBay-Kleinanzeigen verkauft und dafür noch rund 1300 Euro bekommen.

Der Umstieg hat mich nach Kauf und Verkauf also etwa 700 Euro gekostet.
Dafür habe ich ein viel moderneres System (spiegellos!), welches kleiner und leichter ist und einige Sonderfunktionen bietet. 


Zwei Olympus Kameras?
Ich habe natürlich noch die kleine Olympus PEN E-PL9 mit dem 14-42mm F/3.5-5.6 Pancake-Objektiv. Aktuell also zwei Kameras mit sechs Objektiven. Das Gute dabei: Die Akkus und Objektive passen zu jeweils beiden Kameras!
Aber natürlich habe ich mich jetzt gefragt: Brauche ich die kleine E-PL9 nun überhaupt noch?
Die war schließlich die leichte Alternative zur Canon, aber die neue M5.3 ist nun fast so klein und leicht wie die E-PL9. Aber eben nur fast! Die E-PL9 passt mit dem Pancake-Objektiv in die Jacken- bzw. manche Hosentasche, die M5.3 nicht.
Die M5.3 werde ich wesentlich öfter mitnehmen können als die Canon, aber ich muß die immer mit einem Schultergurt mitführen. Außerdem kann die E-PL9 immer als Zweitkamera dienen - z. B. wenn ich auf der M5.3 eine Teleobjektiv habe, dann kann ich mit der E-PL9 den Weitwinkel abdecken.

Zwei Olympus mit zwei Objektiven wiegen weniger als die Canon mit Teleobjektiv 
oder etwa gleich viel mit Weitwinkel. 
 
 
Fazit: 
Die beste Kamera nützt nichts, wenn sie daheim rumliegt, weil sie zu groß und zu schwer ist!
Ursprünglich wollte ich mir als nächstes eine Vollformat-Kamera zulegen, aber die Olympus PEN E-PL9 hat bereits angedeutet, dass das nicht nötig ist. Mit der Olympus OM-D E-M5 Mark III bin ich super zufrieden, weil sie leicht und kompakt ist, man bei den Fotos keinen Unterschied zu APS-C sieht und auch laut Profis sieht man auch kaum einen Unterschied zu Vollformat. 
Es macht mir riesen Spaß mit der Olympus zu fotografieren, auch weil die Handhabung so gut ist und ich erfreue mich an dem schicken Design.  
Mit dem System bin ich nun für mehrere Jahre bestens ausgerüstet! 

Montag, 20. Juli 2020

Zeitraffer-Video mit der Brinno TLC200 Pro

Seit rund fünf Jahren besitze ich eine Zeitraffer-Kamera: Die Brinno TLC200 Pro
Inzwischen ist die Kamera recht betagt - die Auflösung ist zwar "immerhin" Full-HD, aber die Videos wirken dennoch ziemlich altbackenund qualitativ schlecht.
Hinzu kommt, dass die Kamera zuletzt (vor ziemlich genau einem Jahr) erhebliche, technische Probleme hatte. Wie in meinem Video hier zu sehen ist, war das Zeitraffer-Video am Ende lückenhaft, weil einige der Dateien beschädigt waren. Ich dachte erst, dass es an der Speicherkarte liegen würde, aber ein Wechsel dieser brachte keine Besserung.
Jetzt habe ich eine neue Firmware aufgespielt und siehe da - es klappt wieder :)
Außerdem gab es ein paar Neuerungen mit dem Firmware-Update: Die Videos können jetzt mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde erstellt werden (statt vorher maximal 25) und das fertige Video ist nicht mehr abnormal groß - während ein mehrstündiger Sonnenuntergang vor dem Update noch gut 20 GB in Anspruch genommen hat, sind es jetzt nur noch rund 2 GB!

Trotzdem werde ich mich jetzt von der Kamera trennen...
Zwar funktioniert die Brinno jetzt besser als je zuvor, wie man an meinem ganz aktuellen Zeitraffer-Video sehen kann:



...aber ich bin generell mit der Qualität nicht mehr zufrieden und ich nutze diese Kamera einfach viel zu selten: das hier ist mein fünftes Video innerhalb von fünf Jahren, drei von den Videos habe ich direkt nach dem Kauf gemacht.

Falls ich zukünftig doch noch mal ein Zeitraffer-Video machen möchte, werde ich das mit der iOS-App "Skyflow" (3,49 Euro) machen. Dennoch muß ich zugeben, dass die Brinno Zeitraffer-Kamera einige Vorteile hat:

1. Die Akkulaufzeit:
Für das aktuelle Video war die Kamera insgesamt fünf Stunden in Betrieb (ich habe nicht das gesamte Videomaterial verwendet) und danach war der Akku quasi immer noch voll! Je nach Einstellung halten die Batterien/Akkus (4x AA) bis zu 80 Tage! Ein Smartphone schafft ohne Powerbank nicht mal ansatzweise fünf Stunden!

2. Einfache Handhabung: 
Ein Zeitraffer-Video aufzunehmen ist gar nicht so einfach! Vor der Brinno habe ich meine Canon 1000D dafür verwendet - dafür benötigte ich einen programmierbaren Fernauslöser und anschließend musste ich die Fotos in einem extra Programm zu einem Video konvertieren. Auf dem Smartphone geht das alles schon mal viel einfacher, aber am einfachsten geht es tatsächlich mit der Brinno: Aufstellen, starten, warten, stoppen, fertiges Video auf der Karte!

3. Robustheit: 
Die Brinno kann man (mit dem entsprechenden Wetterschutzgehäuse) auch im Regen und in Kälte verwenden. OK, einige Smartphones können das inzwischen teilweise auch, aber meine alten Kameras waren dafür absolut nicht geeignet.

4. "Verfügbarkeit": 
Wenn ich mit dem Smartphone ein fünf Stunden langes Video machen möchte, dann kann ich das Smartphone fünf Stunden lang nicht für andere Dinge benutzen! Klar, so ein paar Stunden kann man überleben, aber wenn man ein Projekt über mehrere Tage oder gar Wochen machen möchte, dann ist das mit dem Smartphone schon schwierig ^^


Wer also gerne oft und lange Zeitraffer-Videos machen möchte (zum Beispiel auf einer Baustelle), der ist mit so einer Brinno auf jeden fall besser bedient, als mit einem Smartphone. Für alle paar Monate mal ein eher kurzes Video, lohnt sich diese Kamera jedoch nicht.
Also ich verkaufe meine Brinno nun und hoffe, dass der neue Besitzer viel Spaß damit haben wird :)

Eine stets aktuelle Übersicht meiner kompletten Kamera-Ausrüstung ist HIER zu finden. 


Samstag, 18. Juli 2020

Dies und das zum Ratten-Smart

Manchmal bin ich ja doch erstaunt, was so alles in den kleinen Smart rein passt... und es hätte noch mehr reingepasst!



Mai 2019:
Vor einigen Monaten hatte ich die "Motorhaube" vom Smart (die ja eigentlich eine Serviceklappe ist, da der Motor hinten sitzt) neu gestaltet. 


Leider war das Klebeband nach wenigen Wochen bereits reichlich verblichen:


Kurz danach fing es dann an sich abzulösen... Danke Lidl -.-

Auf Grund von Einfallslosigkeit und dem darauf folgenden Winter fuhr ich etliche Monate damit herum. Im Frühjahr hab ich mich dann endlich an die Arbeit gemacht und die Haube erst mal vom doch sehr hartnäckigen Klebeband befreit, was nur mit viel kochenden Wasser, reichlich Muskelkraft und Schmirgelpapier gelang. Nach Stunden war die Haube wieder weiß (und matt):


Die Haube habe ich dann zusammen mit meiner Freundin bunt lackiert - dafür haben wir drei übriggebliebene Farbsprühdosen genommen und die Farben ineinander laufen lassen:


Nach dem Trocknen haben wir ein paar Bochum-Aufkleber aufgeklebt und das alles mit mehreren Schichten Boots-Klarlack überpinselt.

Das Endergebnis sieht nun so aus:



Kosten:
Die Farbsprühdosen und der Boots-Klarlack waren noch von anderen Projekten übrig, die Aufkleber waren für 5-10 Euro vom Flohmarkt (ist schon länger her). Theoretisch hätte das, wenn man alles extra dafür gekauft hätte, in etwa 40-50 Euro gekostet.

Die Haube ist natürlich alles andere als professionell bearbeitet, aber mit ein paar Metern Abstand sieht das echt super aus. Ich bin zufrieden!

Mit dem "Saufen" kann ich mich schon lange nicht mehr identifizieren, da ich eh kaum Alkohol getrunken habe und seit ein paar Monaten sogar gar keinen Alkohol mehr trinke.
Hinzu kommt, dass dieser Polizei-Look bei weitem nicht so eine geile Wirkung hat, wie damals beim Saufen-CLK. Ich habe mich also dazu entschieden die Beifahrerseite umzugestalten.

Als erstes habe ich den Schriftzug entfernt und das in einem Video festgehalten:


...dann noch einen Teil der Polizei-Folierung entfernt und danach sah mein Smart schon fast jungfräulich aus:


Ich habe mir dann ein paar Aufkleber gekauft, unteranderem einen großen Sea Shepherd Aufkleber. Ich unterstütze die durch regelmäßige Käufe, am liebsten mag ich die leckere und scharfe Habanero Sauce - in den 10 Euro Kaufpreis sind 5 Euro Spende enthalten. "Sea Shepherd" beschreibt mich auf jeden Fall deutlich besser als "Saufen", vor allem seitdem ich gar keinen Alkohol mehr trinke.

Meine Freundin hat bei der Anbringung des großen Aufklebers und bei der Lackierung in pink-matt-metallic geholfen:


Das Endergebnis sieht jetzt erst mal so aus und so wird es auch erst mal eine Weile bleiben:




Juli 2020:
Da der TÜV was gegen meine angenieteten Blechschilder hatte, musste ich die Fahrerseite meines Smarts neu gestalten... und das schon vor einem halben Jahr :D Ja sorry, dass hier in letzter Zeit so wenig los ist!

Ich habe die Nieten ausgebohrt, um die Blechschilder entfernen zu können und erstmal mal die alten Schilder mit Kreide grob nachgemalt:

Und neue Radkappen vom Smart Roadster!

Viele Leute rieten mir dazu, die Blechschilder nach der TÜV-Nachprüfung wieder zu montieren... naja... durch das Ausbohren sind die Löcher für die Nieten größer geworden. Ich müsste also größere Nieten verwenden und vor dem nächsten TÜV diese entsprechend noch größer ausbohren und so weiter. Generell wäre mir das alles zu viel und zu unnötige Arbeit. Also die Schilder bleiben definitiv ab, auch weil ich einfach ein TÜV-konformes Auto haben will!

Die Löcher von den entfernten Nieten werde ich demnächst mal mit schwarzen Karosseriekleber stopfen, ansonsten werde ich die große Tafellack-Fläche zukünftig intensiver ausnutzen - ich finde das nach wie vor toll, da man sich da immer wieder neu und kreativ austoben kann:






Donnerstag, 30. Januar 2020

Zwei Jahre Smart Fortwo - Inspektion, TÜV, Probleme,...

Ich habe meinen Smart Fortwo der Baureihe 451 nun seit 2 Jahren und bin damit knapp 20.000 km gefahren. Und ja, ich bin immer noch super zufrieden mit dem Smart! Ich kann mir eigentlich gar kein anderes Auto mehr vorstellen... so ein kleines Auto ist einfach toll!
Insgesamt ist der Smart nun 6,5 Jahre alt und ist 70.000 km gelaufen - Zeit für eine große Inspektion und neuen TÜV!

Kostenvoranschläge:

Als erstes war ich beim "LUEG Smart Center Bochum" in der Universitätsstraße 44-46, wo ich letztes Jahr schon die kleine Inspektion hab machen lassen.
Ich wurde sehr gut beraten: Große Inspektion, Bremsflüssigkeit, beide Keilriemen und frischer TÜV sollen rund 550 Euro kosten. Den 18 Euro teuren Innenraumfilter habe ich mal eben selbst in zwei Minuten gewechselt - die Werkstatt verlangt dafür 65 Euro, was absurd viel ist... ansonsten war ich mit den Preisen aber immer zufrieden!

Ich war dann noch in der "Smarten Werkstatt Bochum" in der Wittener Straße 277/281, eine freie Werkstatt, die sich auf Smart spezialisiert hat. Dort wollte man jedoch kein Gespräch mit mir führen, stattdessen teilte man mir zwischen Tür und Angel einen willkürlichen Preis zwischen 350 und 550 Euro mit - was ich überhaupt für ein Modell fahre, wie viele Kilometer der runter hat oder was überhaupt gemacht werden sollte, das interessierte dort niemanden.
Später teilte man mir noch mit, dass die keine Werkstatt kennen würden, die vorab Preise für eine Inspektion nennen könnten... das ist nun wirklich völlig absurd! Es ist genau vorgegeben was bei einer Inspektion gemacht werden muß und das kann man ziemlich genau preislich berechnen! Siehe Smart Center und alle anderen Werkstätten, wo ich jemals war! Die "Smarte Werkstatt Bochum" ist bis jetzt die einzige Werkstatt, die mir keine Preise nennen konnte oder wollte! Die Werkstatt war mir dann einfach zu lostlos und zu unprofessionell.

Inspektion und TÜV:

Ich entschied mich also für das "LUEG Smat Center Bochum".
Die Inspektion verlief augenscheinlich problemlos, das Auto ist in einem super Zustand. Nur die Vorderreifen müssen jetzt mal zeitnah gewechselt werden, aber das ist normaler Verschleiß. Der Preis war auch wie erwartet - knapp 550 Euro, keine Überraschungen!

Nur beim TÜV gab es Probleme... nichts Schlimmes, aber dennoch gleich drei schwerwiegende Mängel:
Obwohl es zuvor bei der Inspektion angeblich geprüft worden ist, hat der TÜV-Prüfer das Licht und die Bremsen bemängelt:


Und meine angenieteten Blechschilder auf der Fahrerseite sind nicht zulässig -.- Das ärgert mich so richtig! Zugegeben, ein paar Schilder stehen etwas ab und sind sogar etwas scharfkantig... da könnte ich Kritik absolut verstehen! Aber der Prüfer will, dass ALLE Schilder abmontiert werden. Wenn man bedenkt, dass es zahlreiche andere Ratten ebenfalls mit haufenweise Blechschildern rumfahren, ist das irgendwie willkürlich vom Prüfer... bzw. das ist Ermessenssache. Ich hab einfach Pech gehabt! Egal, dann gestalte ich die Seite eben neu... öfter mal was Neues!

Blechschilder ab und neue Radkappen vom Smart Roadster gegönnt!

TÜV Nachprüfung und ein neues Problem:

Nachdem ich die Blechschilder abgebaut hatte (die Löcher von den Nieten werde ich noch mit Karosseriekleber stopfen), bin ich für die Nachprüfung zurück zu LUEG gefahren.
Ob Licht und Bremsen vor der Nachprüfung noch mal kontrolliert wurden, kann ich nicht genau sagen, aber auf jeden Fall hat mein Smart die Prüfung nun endlich bestanden!
Also alles OK? Inspektion und TÜV sagen ja... trotzdem hatte ich am Tag darauf erhebliche Probleme mit der Bremse: diese macht nun Schleifgeräusche und wird extrem heiß! Nach einer gewissen Zeit zog der Smart merklich nach rechts und das Bremsverhalten war schrecklich bis gefährlich! Ich ließ den Smart vorsichtshalber erst mal stehen und bin nur noch mit meinem Roller gefahren...

Da frage ich mich doch, wie kann das sein!? Die Bremse wurde (angeblich) insgesamt vier mal überprüft und trotzdem ist sie offensichtlich defekt!
Ich hatte mich dann mal schriftlich bei dem Abteilungsleiter Service beschwert und der antwortete mir schnell: Offensichtlich wurde erst die Hauptuntersuchung gemacht und erst dann die Inspektion durchgeführt. Da hat er zugegeben, dass das ein dummer Fehler von denen war und dass das so nicht hätte passieren dürfen! Dinge wie Licht und Bremsen hätten natürlich VOR der Hauptuntersuchung geprüft und eingestellt werden müssen.
Warum die Bremse jetzt jedoch völlig defekt ist, konnte er mir auch nicht erklären, aber er lud mich ins Smart Center ein, um dies noch mal genauer zu prüfen - kostenlos selbstverständlich!

Ich war schließlich ein drittes mal bei LUEG und dort wurde die Bremse sehr, sehr genau unter die Lupe genommen - anscheinend war der Bremsbelag irgendwie verschmutzt und verkantet. Dieser Belag wurde demontiert, gereinigt und nachgeschliffen, anschließend wurde eine lange Testfahrt gemacht und schließlich war wieder alles in Ordnung. Endlich!

TÜV neu, Inspektion neu, Technisch wirklich alles in Ordnung

Fazit:

Mit dem Smart bin ich total zufrieden, er ist jetzt 6,5 Jahre alt und hat etwas über 70.000 km runter, funktioniert aber einwandfrei!
Von der "Smarten Werkstatt Bochum" muß ich leider abraten, beim "LUEG Smart Center Bochum" gab es zwar ein paar Probleme, aber diese wurden professionell und zu meiner vollen Zufriedenheit gelöst.
Nächstes Jahr ist wieder der Ölservice drin, den werde ich dann wieder bei LUEG machen lassen...

Sonntag, 28. Juli 2019

Meine aktuelle Kamera-Ausrüstung (Stand 05/2026)

Spiegellose Systemkamera (MFT Sensor):

Objektive für Systemkamera:

Andere Kameras:
- Google Pixel 10 Pro XL
 (Smartphone immer dabei)
(Smartes Teleskop für Astrofotografie)

Video- und Bildbearbeitung:
(Tolle Ergebnisse mit wenigen Klicks)


History:
Bis 05/2026: OM-System OM-5
Bis 05/2026: Panasonic Lumix G9 II
Bis 05/2026: Google Pixel 7 Pro
Bis 08/2024: Panasonic Lumix G9
Bis 07/2024: Olympus OM-D E-M10 II
Bis 12/2022: Apple iPhone 11 Pro
Bis 01/2022: Olympus PEN E-PL10
Bis 10/2021: Olympus OM-D E-M5 Mark III
Bis 08/2020: Canon EOS 80D
Davor: Canon EOS 1000D

Montag, 3. Juni 2019

Konsum, Arbeit und Ansprüche minimalisieren und das Leben genießen!

Vorab: Dieses Thema sprengt so dermaßen den Rahmen, dass ich mich hier einigermaßen kurz halten werde und dafür nach und nach verschiede Punkte noch mal in extra Blogeinträgen unter dem Oberbegriff "Minimalismus" veröffentlichen werde.

Das Leben besteht aus einem Teufelskreis aus Konsum, Arbeit, Schulden und Depressionen, wie ich in den letzten Jahren selbst erleben musste.

2002 (da war ich 21 Jahre alt) musste ich gezwungenermaßen in meine erste eigene Wohnung ziehen - Recklinghausen, 44 qm, 2 Zimmer, gar nicht mal so klein für die erste Wohnung. Damals übernahm ich noch die Möbel der Vormieterin, viel Zeugs aus meiner Kindheit und Jugend besaß ich zu dem Zeitpunkt nicht mehr.

Mein gesamter, persönlicher Besitz passte quasi in einen Renault Kangoo.

Danach folgte eine 60 qm Wohnung und schließlich eine 70 qm Wohnung, in der ich aber nicht mehr alleine wohnte. Meine damalige Beziehung ging nach 4 Jahren in die Brüche und ich zog in meine bis dato kleinste Wohnung: Mülheim an der Ruhr, 37 qm, 1 Zimmer, aber zwei Kellerräume die bis unter die Decke vollgestopft waren! Die kleine Wohnung war ebenfalls reichlich gefüllt.  

Mein gesamter, persönlicher Besitz benötigte rund drei große Mercedes Sprinter. Ein Umzug fand sogar mal mit einem 7,5 Tonnen LKW statt!

Zu der Zeit bekam ich meinen ersten richtigen Vollzeitjob (den ich noch heute ausübe) und ich gab das verdiente Geld fleißig mit beiden Händen aus!
Ich kaufte Haufenweise Krimskrams, Elektronik, Motorräder, Roller, machte Schulden, machte den Autoführerschein, kaufte ein Auto und schließlich eine Eigentumswohnung, die ich an meine Schwester vermietete... allerdings verstritten wir uns, ich musste die Wohnung mit Verlust verkaufen und so stand ich am Ende mit insgesamt 20.000 Euro Schulden da!

2010 kam ich mit meiner jetzigen Freundin zusammen und 2011 zogen wir zusammen nach Bochum: über 70 qm, 2 Zimmer und ein großer Kellerraum. Ich häufte immer mehr Gerümpel an...
2015 zogen wir nach Mülheim in ein Mobilheim mit nur noch rund 40 qm. Dafür musste ich mein Hab und Gut ordentlich reduzieren, weil der Platz einfach fehlte.
Ich konnte mein Zeugs einigermaßen reduzieren und entdeckte so gaaaaanz langsam den Minimalismus für mich.
Ich fing an den Konsum leicht zurückzuschrauben, dafür arbeite ich viel mehr, um meine zwei Kredite (20.000 Euro Altlasten und noch mal 20.000 für das Mobilheim) abzubezahlen.
2018 mussten wir aus rechtlichen Gründen das Mobilheim wieder verkaufen (immerhin ohne Verlust) und zogen zurück nach Bochum. Wir entschieden uns bewusst für eine etwas kleinere Wohnung: 48 qm, 2 Zimmer, mit Garten und Kellerraum. Wir leben inzwischen so minimalistisch (besonders meine Freundin), dass die Wohnung fast schon leer wirkt. Kein Vergleich zu den vollgestopften Wohnungen zuvor und auch der Keller ist relativ luftig gefüllt. 
Wie ich mein Hab und Gut erfolgreich reduzieren konnte, werde ich später in einem extra Blogeintrag noch ausführlicher erzählen.

Die 20.000 Euro Altlasten bereiteten mit große Sorgen und schlaflose Nächte, ich war nervlich echt am Ende und hatte (unbegründete) Angst meinen Job zu verlieren und dann meine Schulden nicht mehr abbezahlen zu können. Ich arbeite sehr viel und gab weniger aus, um die Schulden möglichst schnell abzubezahlen können. Anfang 2018 kaufte ich mir dennoch den Smart Fortwo und den Honda Roller auf Pump. Neben den Ratenzahlungen legte ich zusätzlich jeden Monat mindestens(!) 600 Euro zur Seite, um den Kredit Ende 2018 schließlich vorzeitig abbezahlen zu können. Endlich schuldenfrei!
Ich beschloss meine Ausgaben von nun an möglichst gering zu halten und ich reduzierte ganz langsam meine Arbeitszeit. Ein tolles Gefühl!

Knapp 2 Monate lang ging es mir hervorragend und ich hatte keinerlei Sorgen wegen Finanzen, Job oder Zukunft, da traf mich der nächste Schicksalsschlag im Januar 2019: diesmal auf menschlicher Ebene... Wieder war ich verzweifelt, am Boden zerstört und ich konnte wieder nicht vernünftig schlafen. Kann ich echt immer nur unglücklich sein?
Das war endgültig der Zeitpunkt, wo ich die Schnauze gestrichen voll hatte und generell extrem umdenken musste:

Es kann nicht sein, dass das persönliche Glück und Wohlbefinden immer nur von Geld, Job, Konsumgütern und anderen Menschen abhängig ist!

Um mein Leben richtig genießen zu können, muß ich mich also von allen Zwängen und Verpflichtungen verabschieden - so gut es eben möglich ist...

Menschen: 
Im Kopf befreite ich mich von der Zwangsvorstellung, dass bestimmte Menschen unglaublich wichtig für einen wären und dass man ohne sie unglücklich wäre. Menschen kommen und gehen, sie bringen Glück und Unglück. Das darf man sich alles nicht zu sehr zu Herzen nehmen. Man sollte den Moment so gut wie möglich genießen und dabei nie vergessen, dass es jeden Moment vorbei sein könnte.
Man kann sich auch auf keine Menschen verlassen, wie ich oft genug selbst erleben musste: sei es Familie, Kumpels, Kollegen oder Exfreundinnen. Ich wurde einfach zu oft enttäuscht! Immer und immer wieder...
Aber das macht mir nichts mehr, ich habe daraus gelernt und habe jetzt eine entsprechende Einstellung: "Wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen!" oder auch ganz banal: "Ich hasse Menschen!"  

Konsumgüter:
Wir haben eine tolle Wohnung mit einem tollen Garten, die pro Person gerade mal knapp 300 Euro kostet - warm mit allen Nebenkosten wie Strom, Versicherungen, Internet und was sonst noch so anfällt. Für mich ist es inzwischen unvorstellbar, wie man sich 20, 30 oder gar 40 Jahre lang mit dem Abbezahlen eines viel zu großen Hauses beschäftigen kann.
Auto, Smartphone, Fernseher: Alles muß groß und teuer sein und möglichst regelmäßig neu gekauft werden. Bullshit! Kleinwagen statt SUV, Smartphone und Fernseher gehen auch paar Jahre länger. Nicht immer nach dem Größten und Teuersten schauen!

Ich kaufe nicht nur weniger, ich versuche zudem immer mehr nach dem Prinzip des Minimalismus zu leben und meinen vorhandenen Besitz zu reduzieren. Viel Besitz stresst das Unterbewusstsein, das habe ich deutlich gemerkt! Die letzten paar Jahre ich habe ich verdammt viel verkauft, verschenkt und weggeworfen (was echt gar nichts mehr wert war) und nun besitze ich so wenig wie lange nicht mehr.

Als Beispiel  der Kleiderschrank: Früher hatte ich den typischen 2 Meter breiten und 2 Meter hohen Kleiderschrank, der bis auf den letzten Zentimeter gefüllt war. Heute besitze ich nur noch eine kompakte Kommode, von der gerade mal vier Fächer mit meiner Kleidung gefüllt sind.

Ich arbeite weiter daran, noch weniger zu besitzen und vor allem noch weniger zu konsumieren. Zu dem Thema werde ich in einiger Zeit noch mehr schreiben.

Arbeitsplatz und Geld:
Auch dieses Thema werde ich in naher Zukunft detaillierter ausführen. Nur so viel: da ich meine Fixkosten drastisch reduzieren konnte, kann ich auch meine Arbeitszeit reduzieren. Von ehemals 200 Stunden pro Monat arbeite ich aktuell nur noch 168 Stunden und vermutlich werde ich in naher Zukunft nur noch 156 oder gar 132 Stunden im Monat arbeiten (was bei meinen 12-Stunden-Schichten einer 2,5-Tage-Woche entspricht).

Ohne Schulden und übermäßigen Konsum kann man weniger arbeiten!

Ich konnte meine gesamten Fixkosten (wirklich alles inkl. Auto!) auf 700 Euro drücken - so habe ich zum Beispiel bei einem 1400 Euro Gehalt satte 700 Euro übrig, die ich mir auf den Kopf hauen oder sparen kann. Bei der gewünschten 2,5-Tage-Woche hätte ich netto etwa 1050 Euro, ich könnte die Fixkosten auf 550 Euro drücken und hätte so immer noch 500 Euro zur freien Verfügung. Das reicht für ein angenehmes Leben mit viel Freizeit! Schaffe ich es auf mein Auto komplett zu verzichten, würde ich noch mal enorm viel Geld einsparen.

Wohlbefinden: 
In mir macht sich langsam Seelenfrieden breit... naja, nenne ich es doch lieber Wohlbefinden, das ist weniger abgedroschen.
Ich habe keine Last mehr auf den Schultern, was Geld/Schulden, Job und Menschen angeht. Keine Verpflichtungen, keine Verantwortung, keine Zukunftsängste.
Ich arbeite weniger, habe mehr Freizeit, ich genieße meine Zeit, ich werde langsam zum Müßiggänger und Minimalisten.
Ich bin noch nicht am Ziel, ich bin eher noch relativ am Anfang, aber ich komme recht schnell voran. Besonders eilig habe ich es zum Glück eh nicht.
Es läuft :)