Sonntag, 8. November 2020

Zweitkamera: iPhone 11 Pro gegen Olympus PEN E-PL9

Meine Hauptkamera ist eine Olympus OM-D E-M5 Mark III (folgend "M5"), die ich nur mitnehme, wenn ich gezielt fotografieren möchte. Daneben habe ich noch eine Olympus PEN E-PL9 mit einem 14-42mm Objektiv (folgend "PEN"). Diese habe ich aus zwei Gründen: Erstens ist sie so kompakt, dass ich diese fast immer mitnehmen kann und zweitens ergänzt sie meine M5 in Sachen Brennweite. 
 
Beide Olympus sind spiegellose Systemkameras mit wechselbaren Objektiven, wobei ich meine PEN nur mit dem 14-42mm Pancake-Objektiv benutze, da sie sonst nicht in meine Jackentasche passt. 
 
Nun habe ich mein iPhone 8 verkauft und mir ein iPhone 11 Pro zugelegt... dieses iPhone hat eine ziemlich geniale Kamera mit einem vierfach Zoom. Mein iPhone 8 war keine sinnvolle/gute Ergänzung zur M5, aber vielleicht ist das iPhone 11 Pro eine? Das überlege ich nun hier...
 

Hinweis: Alle Fotos sind stark verkleinert 

und die iPhone-Fotos sind nicht bearbeitet*!

 *Natürlich kann man auch die iPhone-Fotos bearbeiten und so noch mehr aus den Fotos heraus holen. Jedoch funktioniert das nicht in so einem Ausmaß wie bei den RAW-Fotos einer "richtigen" Kamera. 

 
Links M5, rechts PEN, unten iPhone 11 Pro
 

Fertige Fotos gegen RAW:

Mit der M5 und der PEN fotografiere ich grundsätzlich im RAW-Format, so dass ich die Fotos zwangsläufig "entwickeln" muß. Beim iPhone muß/kann man das nicht. Das sieht so aus: 

(v.l.n.r.) iPhone unbearbeitet, PEN unbearbeitet, PEN bearbeitet
 
Links sieht man das Foto vom iPhone, so wie es aus der Kamera kommt. In der Mitte ist ein unbearbeites RAW-Foto von der PEN, rechts ist das von mir fertig bearbeitete Foto. 
Das iPhone-Foto sieht zwar super aus, es vermittelt jedoch eine völlig falsche Stimmung. Tatsächlich war es dunkel und kalt, was das selbst bearbeitete Foto viel besser rüber bringt. Bei der PEN habe ich die Möglichkeit direkt bei der Aufnahme und auch später bei der Bildbearbeitung das Foto zu beeinflussen. Beim iPhone ist das nur recht begrenzt möglich, die eigene Kreativität wird stark eingeschränkt. Dennoch: Obwohl das iPhone-Foto überhaupt nicht der Realität entspricht, gefällt es mir besser, als das von der PEN. Natürlich könnte ich das Foto der PEN in der Bildbearbeitung genauso "verfälschen" - das ist der Vorteil, wenn man bei der Kreativität die freie Wahl hat. Beispiele:
 
 
Jeweils ein PEN-Foto, aber unterschiedlich bearbeitet.

Brennweiten im Vergleich: 

Das iPhone hat eine Brennweite von 13 bis 52mm KB (vierfach Zoom), mein Pancake-Objektiv der PEN 28 bis 84mm KB (dreifach Zoom). Heißt: das iPhone ist weitwinkeliger und deckt einen größeren Bereich ab, die PEN kann dafür näher heran zoomen.
 
Minimale und maximale Brennweiten im Vergleich
 

Qualitätsvergleich:

Die PEN hat eine höhere Auflösung (16 gegen 12 MP) und einen wesentlich größeren Bildsensor (4/3 gegen rund 1/3 Zoll). Dafür punktet das iPhone mit einer absolut überlegenen Bildverarbeitung. 
Hier ist eine extrem schwere Situation in absoluter Dunkelheit, mit einem leuchtenden Turm und einer sehr hellen, blendenden Werbetafel:

Links iPhone, rechts PEN.

Mit dem iPhone habe ich aus der Hand fotografiert, die PEN stand für eine 20 Sekunden lange Belichtung auf einem Stativ. Das iPhone macht automatisch ein HDR-Foto, wo quasi die dunklen Stellen heller und die hellen Stellen dunkler sind. Bei der PEN muß ich das selbst in der Bildbearbeitung machen. Dafür kann ich aber selbst aussuchen wie hell oder wie dunkel die verschiedenen Stellen sein sollen. Beim iPhone habe ich keinen Einfluss.
Das iPhone-Foto ist dennoch ziemlich sensationell, vor allem ohne Stativ! Aber bei genauerer Betrachtung... 

Vergrößerung - oben iPhone, unten PEN

Auf Grund der Situation und der starken Nachbearbeitung sind beide Fotos nicht besonders toll. Das Foto vom iPhone ist sehr verwaschen und der beleuchtete Schriftzug ist gar nicht zu erkennen. Das Foto der PEN ist dafür sehr verrauscht. 

Beim nächsten Beispiel war die Situation auf Grund der blendenen Sonne ebenfalls nicht einfach, dennoch wurden beide Fotos gut:

links iPhone, rechts PEN

Hier muß ich jedoch sagen, dass mir das Foto von der PEN besser gefällt. Allerdings könnte man bei dem iPhone-Foto auch noch nachbearbeiten und die Farben und den Kontrast etwas verstärken. Dennoch hat das PEN-Foto mehr Details. Das iPhone punktet bei dem Foto mit dem Weitwinkel. 
Das Gleiche gilt für die nächsten beiden Fotos:

oben iPhone, unten PEN

Fazit:

Es ist verdammt knapp! Die drei Kameras im iPhone ermöglichen in Kombination mit der ausgeklügelten Bildverarbeitung phantastische Fotos und das mit nur einem Klick! Natürlich ist die Hardware der PEN generell wesentlich besser - jedoch muß man die Bildverarbeitung selbst durchführen. Dazu gehört Können (was ich nur bedingt habe) und eine Menge Zeit... aber dann bekommt man exellente Fotos! So hat die PEN und das iPhone jeweils ihre Vor- und Nachteile - je nach den Vorlieben des Fotografen.

Die Olympus PEN E-PL9 habe ich jetzt seit einem Jahr und sie ist eine fantastische Kamera: Sie macht überragende Fotos, ist hochwertig und macht einfach Spaß. Durch diese Kamera bin ich überhaupt erst auf das MFT-System aufmerksam geworden und habe daraufhin einen kompletten Systemwechsel von Canon APS-C zu Olympus MFT gemacht (siehe HIER). Trotzdem war die PEN immer nur die Zweitkamera, denn die Olympus OM-D E-M5 Mark III ist in jeder Hinsicht noch fantastischer und noch überragender. 
 
Das iPhone 11 Pro hat sich nun irgendwie dazwischen gedrängt. Die Fotos kommen zwar nicht ganz an die der PEN heran, aber der Abstand ist recht gering und man muß nicht selbst die Bildbearbeitung bemühen (das ist manchmal gut, hat aber auch Nachteile).
 
Für kreatives und anspruchsvolles Fotografieren ist die M5 mit den zahlreichen Objektiven als Hauptkamera einfach unersetzlich! Ein Smartphone kann einfach keine Systemkamera ersetzen, auch wenn manche Fotos den Eindruck erwecken. Ich glaube ich werde bald noch einen Blogeintrag schreiben, warum die M5 dem iPhone so überlegen ist...
 
Ich werde die PEN schweren Herzens verkaufen und nur noch mit der M5 und dem iPhone 11 Pro fotografieren. Denn ich weiß, dass die PEN nun als "Zwischending" im Regal versauern würde. 



Samstag, 22. August 2020

Systemwechsel von Canon (APS-C) zu Olympus (MFT)

Meine erste (analoge) Spiegelreflexkamera war eine Canon A1, mit der ich ein wenig herumknipste. Erst viele, viele Jahre später kaufte ich mir meine erste digitale Spiegelreflexkamera (DSLR): Die Canon EOS 1000D. Mit der war ich rund 6 Jahre lang sehr zufrieden. Dann versuchte ich ein paar Kompakt- und Bridgekameras (Sony, Panasonic, Nikon), aber die stellten mich überhaupt nicht zufrieden! Also holte ich mir wieder eine anständige DSLR: Die Canon EOS 80D! Und ja, mit der war ich mega zufrieden, eine wirklich tolle Kamera! Ich holte mir insgesamt sechs Objektive und versuchte das Thema Fotografie erstmals etwas professioneller anzugehen. Ich fing auch an bei YouTube Filme hochzuladen und ich habe mit der Bildbearbeitung angefangen.


Meine erste Olympus:
Es gab nur ein Problem mit der Canon EOS 80D: sie ist unglaublich groß und schwer und ich wollte die nicht bei jedem Ausflug mitschleppen... also musste noch irgendwas Kleines her! Mit Kompakt- und Bridgekameras hatte ich ja zu viele schlechte Erfahrungen gemacht, also probierte ich die Olympus PEN E-PL9 aus - eine spiegellose Systemkamera (DSLM), die nur unwesentlich größer als eine Kompaktkamera ist und so in die Jackentasche und sogar in manche Hosentaschen passt:

Meine kleine Olympus!

Die kleine Olympus sollte ein Zwischending zwischen Smartphone und Canon sein, ein Kompromiss zwischen Größe und Bildqualität. Aber erstaunlicherweise ist die Olympus E-PL9 so sensationell gut, dass ich gar nicht unterscheiden konnte, welche Fotos ich mit der Canon und welche ich mit der Olympus gemacht hatte.
Ich fand die Olympus in Sachen Autofokus, Handhabung und Bedienung sogar teilweise besser als die Canon! Ich nahm immer öfter die Olympus mit und die Canon wurde etwas vernachlässigt...

Eigentlich wollte ich für die Olympus nur das mitgelieferte Pancake-Objektiv behalten (ich habe darüber damals ein Video gemacht), aber einige Zeit später verkaufte ich das 50mm 1.8 Objektiv der Canon und kaufte mir stattdessen ein Panasonic 25mm 1.7 Objektiv für die Olympus - diese Kombination machte für mich einfach viel mehr Sinn!

Und da fing ich an zu grübeln: Macht die Canon EOS 80D überhaupt noch Sinn?

Die Olympus PEN E-PL9 ist super, würde mir aber nicht als Hauptkamera reichen:
1. Kein Sucher (in vielen Situationen sehr wichtig).
2. Der Bildschirm lässt sich nicht zur Seite klappen, nur nach unten (Video auf Stativ so nicht möglich).
3. Kein Mikrofonanschluß (benötige ich auch fürs filmen).
4. Kleinere Einschränkungen bei den technischen Daten.


Die Entscheidung:
Ein Wechsel vom APS-C-Sensor zum MFT-Sensor wäre grundsätzlich erstmal eine Verschlechterung, da der MFT-Sensor ein wenig kleiner ist. Aber merkt man da überhaupt einen Unterschied? Meine E-PL9 hat nicht nur einen kleineren Sensor als die Canon, sondern auch nur 16 statt 24 Megapixel. Auf den Fotos erkenne ich dennoch kaum einen Unterschied, die Megapixel sind nur beim Vergrößern der Fotos erkennbar.
Aber egal ob 16 oder 24 MP: hier im Blog werden die Fotos mit nur 4 MP dargestellt, auf Instagram sogar mit nur 1 MP! Eine Hochwertigere Olympus hätte zudem 20 MP, da ist der Unterschied zur Canon noch geringer... aber dafür ist der MFT-Sensor moderner und bietet eine verhältnismäßig gute Bildqualität, für die geringe Größe und Auflösung.
Eigentlich wollte ich irgendwann zu einer Vollformatkamera umsteigen (z.B. Sony a7 Mark III) - dieser Sensor wäre vier mal so groß wie ein MFT-Sensor - das ist ein wirklich enormer Unterschied!
Klar, ein Vollformatsensor hat Vorteile beim Rauschverhalten und bei der Tiefenschärfe... aber die meisten Leute sehen einfach keinen Unterschied zwischen Vollformat- und MFT-Fotos! Das bestätigen sogar Profifotografen! Als Laie oder Hobbyfotograf sieht man dort dann ganz sicher keinen Unterschied...
Die Unterschiede (und auch Möglichkeiten) zu Smartphone, Kompakt- oder teilweise auch Bridgekamera sind da sehr viel Größer.

Also war es klar: Ich mache einen Systemwechsel!

In die nähere Auswahl kamen die Olympus OM-D E-M1 Mark III und die OM-D E-M5 Mark III.
Zugegeben: Die M1.3 ist technisch ein wenig besser, aber weil die M5.3 noch ein bisschen kleiner ist und so einen geilen Retro-Look hat, habe ich mich für die M5.3 entschieden ^^
Die technischen Vorteile der M1.3 waren mir persönlich nicht so wichtig, aber eine schöne Kamera bereitet mir einfach Freude bei der Nutzung.


Die Unterschiede:
Wie schon angesprochen hat die M5.3 einen kleineren (aber moderneren) Sensor mit nur 20 statt 24 MP. Den Unterschied nimmt man auf den Fotos aber nicht wahr (Beispielfotos spare ich mir, weil man echt keinen Unterschied sieht!).
Die weiteren Vorteile der M5.3: Kein mechanischer Spiegel, modernere Menüführung und Handhabung, sehr viel kleiner und leichter (auch die jeweiligen Objektive), viel besserer Autofokus, ein ganzer Haufen nützlicher Zusatzfunktionen (Live-Bulb/Composite, ProCapture) 5-Achsen-Bildstabilisiereung am Sensor,...
Vorteile der EOS 80D? Ein Akku reicht für drei mal mehr Fotos und das zweite Display oben auf der Kamera war ganz cool. Aber das ist nichts wirklich Wichtiges... nehm ich halt noch nen zusätzlichen Akku mit! Und das zeigt mir, dass meine Entscheidung absolut richtig war.
 
Die Größen- und vor allem die Gewichtsunterschiede sieht man hier deutlich:
 
 Canon und Olympus jeweils mit einem 75-300 mm Objektiv.
 
Canon mit 10-18mm, Olympus mit 9-18mm Objektiv. 


Die Kosten:
Die ganze Ausrüstung ist hochwertiger, besser (u.a. Lichtstärke bei den Objektiven), neuer und somit auch teurer, als meine Ausrüstung von Canon.
Ich habe mir meine gesamte Ausrüstung gebraucht (aber neuwertig) zusammen gekauft:
- Olympus OM-D E-M5 Mark III inkl. drei Akkus

Insgesamt habe ich für die Kamera und für die fünf Objektive knapp 2000 Euro bezahlt.

Für meine Canon hatte ich ebenfalls fünf Objektive, die von den Brennweiten her ungefähr den neuen Olympus-Objektiven entsprachen. Ich habe das alles bei eBay und eBay-Kleinanzeigen verkauft und dafür noch rund 1300 Euro bekommen.

Der Umstieg hat mich nach Kauf und Verkauf also etwa 700 Euro gekostet.
Dafür habe ich ein viel moderneres System (spiegellos!), welches kleiner und leichter ist und einige Sonderfunktionen bietet. 


Zwei Olympus Kameras?
Ich habe natürlich noch die kleine Olympus PEN E-PL9 mit dem 14-42mm F/3.5-5.6 Pancake-Objektiv. Aktuell also zwei Kameras mit sechs Objektiven. Das Gute dabei: Die Akkus und Objektive passen zu jeweils beiden Kameras!
Aber natürlich habe ich mich jetzt gefragt: Brauche ich die kleine E-PL9 nun überhaupt noch?
Die war schließlich die leichte Alternative zur Canon, aber die neue M5.3 ist nun fast so klein und leicht wie die E-PL9. Aber eben nur fast! Die E-PL9 passt mit dem Pancake-Objektiv in die Jacken- bzw. manche Hosentasche, die M5.3 nicht.
Die M5.3 werde ich wesentlich öfter mitnehmen können als die Canon, aber ich muß die immer mit einem Schultergurt mitführen. Außerdem kann die E-PL9 immer als Zweitkamera dienen - z. B. wenn ich auf der M5.3 eine Teleobjektiv habe, dann kann ich mit der E-PL9 den Weitwinkel abdecken.

Zwei Olympus mit zwei Objektiven wiegen weniger als die Canon mit Teleobjektiv 
oder etwa gleich viel mit Weitwinkel. 
 
 
Fazit: 
Die beste Kamera nützt nichts, wenn sie daheim rumliegt, weil sie zu groß und zu schwer ist!
Ursprünglich wollte ich mir als nächstes eine Vollformat-Kamera zulegen, aber die Olympus PEN E-PL9 hat bereits angedeutet, dass das nicht nötig ist. Mit der Olympus OM-D E-M5 Mark III bin ich super zufrieden, weil sie leicht und kompakt ist, man bei den Fotos keinen Unterschied zu APS-C sieht und auch laut Profis sieht man auch kaum einen Unterschied zu Vollformat. 
Es macht mir riesen Spaß mit der Olympus zu fotografieren, auch weil die Handhabung so gut ist und ich erfreue mich an dem schicken Design.  
Mit dem System bin ich nun für mehrere Jahre bestens ausgerüstet! 

Facebook - Tschüss Du Sammelstelle für Idioten, Extremisten und Boomer!

Facebook ist Fluch und Segen? Irgendwie ist für mich Facebook nur noch Fluch!

Anfangs war Facebook wirklich eine soziale Plattform, wo man Freundschaften pflegte. Aber nach und nach entfremdet man sich, die alten Kumpels bekommen Kinder und haben dann für nichts anderes mehr Zeit...  Ich habe meine Freundesliste regelmäßig aufgeräumt, denn ich bin kein Fan von "Freunde sammeln". Zuletzt hatte ich 32 Freunde und die meisten davon haben sich eh einen Scheiss für mich interessiert. Meine Posts auf meinem Profil hatten durchschnittlich 1-2 Likes, zu meinem Geburtstag hatten mir sage und schreibe fünf von meinen 32 Freunden gratuliert. Darauf kann ich auch komplett verzichten!

Ich war also eh eher für die Seiten und Gruppen auf Facebook unterwegs... Aber auch die regen mich schon länger immer mehr auf (dazu später mehr), so dass ich in den letzten paar Jahren schon einige Male überlegt hatte, ob ich denn überhaupt bei Facebook bleiben möchte oder nicht. Letztes Jahr hatte ich sogar 2,5 Monate lang die Facebook-App von meinem Handy gelöscht und danch habe ich eine Weile lang die schlimmsten Seiten/Gruppen gemieden :D War eigentlich ganz entspannend... aber eben nicht sehr konsequent.


Und Tschüss!
Den endgültigen Anstoß, Facebook zu verlassen, gab mir meine Freundin ^^
Ich hatte am Abend zuvor wieder extrem viel und schlimm auf Facebook "herumgepöbelt" und meine Freundin meinte, dass das alles doch nicht mehr normal wäre. Wo sie absolut recht hat! Es wäre schlimm, dass sich Leute gar nicht mehr vernünftig miteinander unterhalten könnten. Und ja, da hat sie ebenfalls recht!
Auf der einen Seite sehe ich mich dort selber als Opfer: Ich versuche da mit Leuten vernünftig zu reden/diskutieren und dann kommt fast immer nach kürzester Zeit so unfassbar dumme und/oder aggressive Kommentare, dass ich keine Lust mehr habe weiter zu diskutieren, weil es einfach völlig sinnfrei wäre.
Andererseits sehe ich mich aber auch als Täter: Wenn ich da Extremisten hetzen sehe, oder irgendwelche Idioten völligen Bullshit verbreiten, dann gehe ich darauf ein und das nicht gerade nett... Ich provoziere, beleidige und blockiere(*) die Leute dann aus Frust und um diese zu ärgern...
Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt ein schönes oder sinnvolles Gespräch auf Facebook führte! Selbst wenn es nicht um brisante Themen wie Politik geht: Selbst in Gruppen zum Thema Gaming, Fotografie oder Kochen sehe ich regelmäßig rot!

Die letzten 10 Tage war ich täglich durchschnittlich 2,5 Stunden auf Facebook und ich frage mich warum und wofür? Ich erkenne keinen Nutzen darin und die meiste Zeit ärgert man sich nur mit Idioten, Extremisten und Boomern herum! Und nein, ich möchte dazu keine Beispiele nennen... jeder der mal auf Facebook war, der kennt das. Außer natürlich man ist selber ein Idiot, Extremist oder Boomer, dann hält man das alles für völlig normal.

(*) Ich habe auf Facebook 631 blockierte Personen!

Die Fotos habe ich vorher noch runtergeladen und archiviert ^^



Alternativen: 
Das Internet ist allgemein nicht mehr so wie vor 20 Jahren... überall ist die Stimmung schlechter und das Miteinander kälter geworden. Dennoch gibt es einige Seiten/Apps, die stellenweise eine Alternative zu Facebook darstellen und dabei nicht ganz so asozial sind: 


Nebenan.de
Eine Nachbarschafts-App! Hier spricht man mit Leuten aus der näheren Umgebung und da man hier nicht anonym unterwegs ist, ist es hier tatsächlich recht angenehm! Allerdings beschränkt sich das Ganze auch eher auf Nachbarschaftshilfen sowie einem Flohmarkt (suche/biete). Super tolle Sache, aber mit recht wenig Informations- und Unterhaltungswert.

Reddit
In Deutschland noch eher unbekannt, aber besonders im englischsprachigen raum weit verbreitet. Hier geht es um Informationen und Kommunikation! Durchaus vergleichbar mit einer Mischung aus Facebook-Seiten und Facebook-Gruppen. Wenig deutsch, aber dafür auch sehr wenige Asoziale!
Ich hatte Reddit mal ausprobiert, ist ganz OK, aber hat für mich keinen Mehrwert. 

Telegram
Bei Telegram denkt man eher an eine Alternative zu WhatsApp (was auch stimmt), aber Telegram ist ebenso mit den Facebook-Gruppen zu vergleichen! Allerdings geht es in solchen Gruppen teils noch asozialer zu, als auf Facebook... Besonders in einer Fotografiegruppe habe ich so schlechte Erfahrungen gemacht, dass Telegram für mich quasi gestorben ist! Ein paar Gruppen mögen ganz OK sein, aber das alles erinnert mich einfach zu sehr an Facebook.

Instagram
Bei Instagram geht es primär um Fotografie, aber auch News/Informationen kann man dort ganz gut konsumieren. Es gehört zu Facebook, aber ich finde, dass bei Instagram nicht ganz so viele Asoziale unterwegs sind. Aber man merkt dennoch: je verbreiteter/größer eine Seite oder App ist, desto mehr Asoziale trifft man dort auch an - das ist wohl unvermeidlich. Dennoch bin ich schon etwas länger bei Instagram unterwegs, weil man dort viel besser Fotos verbreiten kann, als bei Facebook. Besonders groß bin ich dort dennoch (noch) nicht :D

Twitter
So rein vom Gefühl her würde ich sagen, dass Twitter von der Größe her zwischen Facebook und Instagram liegt. Man findet auf Twitter viel mehr Informationen als auf Instagram, aber leider sind die Asozialen auf Twitter mindestens genau so stark vertreten wie auf Facebook.
Ich verwende Twitter nur um gelegentlich mal was gezielt zu suchen, aber regelmäßig nutze ich es nicht!

YouTube
Dort verbringe ich definitiv mehr Zeit als früher auf Facebook oder vor dem "nomalen" Fernseher (Streaming ausgeschlossen)! Meine für mich interessanten News beziehe ich hauptsächlich über YouTube. Ob zu Autos, Gaming, Nachrichten, Fotografie, Reportagen - die Auswahl ist groß! Ich schaue mir ebenso gerne ein paar kleine und große "Influencer" an - die sind nicht alle Trash ;)
Natürlich lockt dieses große Angebot auch Idioten an... denen kann man aber ganz gut aus dem Weg gehen und da sich jeder Kanal um seinen Kommentarbereich selbst kümmert, findet man dort recht wenig Hass und Idiotie, bzw. es wird recht schnell gelöscht. Besonders auf den eher kleinen Kanälen geht es sehr friedlich zu und es ist immer schön, wenn die YouTuber einem noch auf Kommentare antworten (was bei großen Kanälen nicht der Fall ist).

TikTok
Diese Video-Community ist hauptsächlich auf Spaß ausgelegt! Das muß machmal einfach sein ^^
Wenn es mal nicht um Informationsaustausch oder generell ernste Themen gehen soll, ist TikTok einfach perfekt! Außerdem ist TikTok recht streng mit seinen Mitgliedern und verbannt sehr schnell unangemessene Videos, Kommentare und Benutzer - manche nennen das Zensur, ich nenne es Anstand! Die Athmosphäre ist dort sehr gut und sehr friedlich!



Mein Fazit:
Konto deaktivieren oder löschen? Ich war unschlüssig und habe mich ein paar mal hin und her entschieden, habe es nun aber nur deaktiviert. Ich war jetzt schon genau einen Monat lang nicht mehr bei Facebook ^^ Ich vermisse nichts! Was denn auch? 

Ich habe Facebook nicht verlassen um mich stattdessen bei einer gleichwertigen Alternative mit den Asozialen herumzuärgern. Ich möchte weniger Zeit mit solchem Unsinn vergeuden und mich auch weniger mit Idioten, Extremisten und Boomern herumärgern.
Ich bleibe bei meinen alten Plattformen:
YouTube bringt mir ne Menge Spaß, Unterhaltung und Informationen, außerdem bin ich dort selbst aktiv. Das gleiche gilt für Instagram! Während meine Abos bei YouTube und Instagram jedoch recht überschaubar sind, habe ich auf TikTok eine Quelle für schier unendlichen Spaß, was mir 1000mal lieber ist, als die Anfeindungen und Idiotie bei Facebook.

Meine nun aktiven Social Media Seiten (aber auch schon vor dem Facebook-Ausstieg):
Youtube
Instagram Auto
Instagram Fotografie
Dort ist zwar auch wenig los, aber immer noch mehr als auf Facebook. Und vor allem ist es dort friedlicher ^^ Besucht mich dort einfach mal - würde mich freuen :) 

Ich war fast 11 Jahre bei Facebook (seit Dezember 2009). Ich verlasse Facebook daher auch mit einem kleinen, weinenden Auge. Zwischenzeitlich war es ja schön dort...

Donnerstag, 23. Juli 2020

Amazon - (bisschen) Fluch und (viel) Segen

Wenn ich was im Internet bestellen möchte, dann vergleiche ich als erstes die Preise auf Idealo und häufig finde ich die besten Preise bei Amazon. Manchmal bestelle ich aber auch auf anderen Seiten und das läuft dann nicht immer ganz so gut... hier einige Beispiele der letzten Wochen:


Toms-Car-HiFi
Ich suchte ein Wander-Navi und kam über Idealo zu "toms-car-hifi.de". Wie die URL vermuten lässt, geht es da eigentlich um Hifi Zubehör für Autos, aber das Wander-Navi gab es dort halt am günstigsten. Also bestellte ich und es lief auch alles gut...
Ich kam jedoch erst nach zwei Wochen dazu das Gerät ordentlich zu testen - es gefiel mir nicht und ich wollte es wieder loswerden. Leider waren da die 14 Tage Rückgaberecht schon abgelaufen (bei Amazon gibts fast immer 30 Tage) - tja, mein Pech! Aber kein Problem, habe ich das Navi bei eBay Kleinanzeigen inseriert: Nagelneu, nur einmal ausprobiert! Ich fand auch schnell einen Käufer, alles gut...
Allerdings meldete sich der Käufer und meinte, dass das Gerät gar nicht neu wäre. Und tatsächlich: ich habe unwissentlich ein gebrauchtes Gerät bei Toms-Car-Hifi gekauft! Das grenzte meiner Meinung nach schon fast an Betrug! Denn 1. werden bei Idealo keine gebrauchten Produkte gelistet - da hat Toms-Car-Hifi schon irgendwie geschummelt! 2. stand das auch nicht in der Überschrift des Produkttitels, sondern erst irgendwo klein in der Beschreibung. Klar hätte ich mir die gesamte Beschreibung durchlesen können/müssen... aber wer rechnet denn mit sowas?
Dem Käufer des Navis habe ich dann einen Teil des Kaufpreises erlassen... er hat das auch nur bemerkt, weil das auf der Rechnung stand - die ich mir auch nicht genauer angeschaut hatte.
Also ja: Ich hätte genauer schauen müssen! Aber warum wird bei Toms-Car-Hifi nicht für jeden sofort sichtbar angezeigt, ob ein Gerät neu oder gebraucht ist?
Bei Amazon gibt es auch die Möglichkeiten gebrauchte Ware zu bestellen, aber da ist das offensichtlich gekennzeichnet! Auch bei eBay sieht man sofort, ob ein Produkt neu oder gebraucht ist...  In anderen Shops gehe ich einfach davon aus, dass die Ware neu ist!
Die Kennzeichnungen im Shop sind zu ungenau, das grenzt fast schon an Betrug.


Medimops
Zu meinem Geburtstag hatte ich einen 10 Euro Gutschein von Medimops bekommen. Ich bestellte mir dort ein Spiel und um auf den Mindestbestellwert für den Gutschein zu kommen noch ein Buch dazu. Einige Tage später kam das Paket an, aber es war nur das Buch drin. Kommt das Spiel separat?
Ein paar Tage später kam immer noch nichts und nur zufällig habe ich auf der Rechnung den Hinweis gesehen, dass das Spiel nicht lieferbar ist und ich den Kaufpreis als Gutschein erhalten habe. Toll!
Ich habe keinerlei Informationen darüber bekommen, bis auf einen kleinen Hinweis in der Rechnung!
Und dann schaue ich mir den Gutschein genauer an: Der ursprüngliche Geburtstags-Gutschein wurde selbstverständlich nicht berücksichtigt! Heißt in zahlen: das Spiel hat 35 Euro gekostet, mit dem Gutschein habe ich nur 30 Euro bezahlt, der neue Gutschein ist aber auch nur in Höhe von 30 Euro, so dass der alte Gutschein einfach verpufft ist!
Und der Hammer: Das Spiel ist verfügbar gewesen! Ich hätte das Spiel sofort neu bestellen können, hätte dann aber 5 Euro Aufpreis zahlen müssen.
Ich habe dann den Support angeschrieben, warum mir das Spiel denn nicht einfach zugeschickt wird - es ist doch im Shop verfügbar... keine konkrete Antwort darauf, nur Ausreden, würde halt nicht gehen.
Da ich das vorhandene Buch nur gekauft habe, um den Geburtstags-Gutschein auf dem Spiel anwenden zu können, habe ich das Buch wieder zurück geschickt -.-
Selbstverständlich hat es dann über eine Woche und reichlich Schriftverkehr gedauert, bis ich mein Geld endlich zurück erhalten habe.
Das mit dem Gutschein ist reine Bauernfängerei und der Service ist unterdurchschnittlich. 


eBay
Viele wissen nicht, dass eBay nur eine Plattform für Verkäufer ist. Wenn man dort etwas kauft, dann kauft man das Produkt von einem Händler oder einer Privatperson - also nicht "von" eBay, sondern "bei" eBay.
Aber eBay stellt die Regeln für den Kauf und Verkauf auf und da kann ich mir so einige Male nur an den Kopf packen!
Zuletzt hatte ich ein Gerät sehr günstig ersteigert - weit unter dem normalen Preis... und das hat der Verkäuferin gar nicht gefallen und so hat sie kurzerhand den Kauf abgebrochen - mit der Begründung der Artikel sei "nicht mehr verfügbar".
Ich hatte sie angeschrieben und gefragt was los sein und sie antwortete: "Ich liege gerade im Krankenhaus weil ich schwanger bin..."
Ich habe ihr dann noch freundliche zurück geschrieben, dass ich ihr alles Gute wünsche und dass sie sich wegen mir nicht stressen muß, sie könne mir den Artikel auch zuschicken, wenn sie wieder aus dem Krankenhaus raus ist und sie sich dazu in der Lage fühlt. Da habe ich keine Antwort mehr bekommen...
Und was kann ich da machen? EBay als Plattform lässt einen da komplett im Stich. Rechtlich haben wir zwar einen Kaufvertrag und ich könnte die Ware nun einklagen... ich habe auch ernsthaft überlegt, ob ich das aus Prinzip einfach mal machen sollte... aber ich hatte dann doch keinen Nerv darauf, weil es lächerlich gewesen wäre. Aber verdient hätte sie es -.-
Schlimmer ist es, wenn man etwas kauft, brav bezahlt und dann keine Ware erhält. Ist mir schon ein paar mal passiert! Glück hat man, wenn man mit Paypal bezahlt hat, denn dann bekommt man sein Geld zurück (siehe folgend Medimax). Hat man per Überweisung bezahlt, dann teilt einem eBay nur mit, dass man Pech gehabt hat und lieber mit Paypal zahlen sollte...
Ich finde es nicht gut, wie sich eine Plattform so aus der Verantwortung ziehen kann!


Medimax und Trusted Shops
Medimax habe ich immer für ein großes, seriöses Unternehmen gehalten, fast auf Augenhöhe mit Mediamarkt/Saturn. Ich habe dort eine SD-Karte bestellt, sie sollte von Medimax Bottrop verschickt werden und innerhalb von drei Tagen bei mir ankommen.
Als nach sechs Tagen die Karte noch nicht einmal abgeschickt wurde, habe ich den Kauf schriftlich storniert - einige Stunden später bekam ich eine Mail, dass die Karte nun verschickt wurde, die Stornierung wurde einfach komplett ignoriert!
Ich hatte inzwischen jedoch eine SD-Karte bei Amazon bestellt (welche übrigens direkt am nächsten Tag bei mir war), also vermerkte ich in der DHL-Sendungsverfolung, dass ich die Annahme des Paketes verweigere und die das zurück an den Absender schicken sollen. Das mit DHL klappte sehr gut, die haben erst gar nicht bei mir geklingelt und das Paket wieder direkt zurück geschickt!
Gleichzeitig habe ich noch mal Medimax angeschrieben, die Situation erneut erklärt, dass ich den Kauf storniert hatte, das Paket nicht annehme, den Kauf widerrufe und ich mein Geld zurück möchte.
Als ich die Tage darauf aber weder eine Antwort noch eine Erstattung erhielt, wollte ich mich an Paypal wegen Käuferschutz wenden - da konnte man aber nur Käuferschutz beantragen, wenn man die Ware nicht erhalten hat.. das war ja so nicht der Fall!
Also wendete ich mich an den Käuferschutz von Trusted Shops, über den der Kauf ebenfalls automatisch abgesichert war. Ich habe Medimax gemeldet, die Situation geschildert und Trusted Shops hat darauf hin Medimops angeschrieben, erhielten aber auch keine Antwort. Also wurde der Vorfall nun von Trusted Shops geprüft, ob ich Anspruch auf Käuferschutz habe... und sie prüften und prüften und prüften... Zwischendurch habe ich dann mal nachgefragt wie denn der Stand der Dinge ist, aber ich erhielt keine Antwort (erst neun Tage später, als ich die Absicherung selbst beendete) und sie prüften weiter...
Inzwischen sind 40 Tage seit dem Kauf vergangen! 
Schließlich wendete ich mich aus "Verzweiflung" doch an Paypal: Ich wählte die Option, dass ich die Ware nicht erhalten hätte, beschrieb aber genau wie der Fall war: dass ich sornierte, zurückschickte und so weiter...
Und siehe da: nach gerade mal ZWEI Tagen hatte ich das Geld von Paypal zurück!
Also meine Empfehlung: wenn man mal nicht bei Amazon bestellt, dann auf jeden Fall mit Paypal bezahlen! Alles andere ist Murks...
Medimax ist komplett frei von jedem Service, dazu auch noch unseriös und Trusted Shops ist ein ganz schlechter Witz! 

Absicherung bei Trusted Shops: 
Nach einem Monat habe ich das Trauerspiel beendet und mich an Paypal gewendet.


Das waren jetzt nur vier Beispiele aus den letzten 4-6 Wochen... ich könnte noch sehr viel mehr aus den letzten Jahren erzählen! Stattdessen erzähle ich jetzt mal ein paar positive Beispiele von Amazon, die es so kaum irgendwo anders gibt:


Garantiefall bei Amazon
Wenn ein Gerät innerhalb der Garantiezeit kaputt geht, dann kommen viele Fragen auf: Wo habe ich damals gekauft? Wo ist die Rechnung? Bekomme ich überhaupt Ersatz?
Bei Amazon ganz easy:
Ein Pürierstab war defekt. Über die Bestellsuche habe ich den Kauf direkt gefunden und darüber konnte ich sofort eine Reklamation starten (bei anderen Shops ist das häufig gut versteckt, oder in der Form gar nicht möglich). Per Chat konnte ich einem Amazon-Mitarbeiter das Problem schildern und daraufhin wurde mir sofort ein Ersatzgerät zugeschickt! Besser geht es wohl kaum!
Außerdem bekam ich eine Paketmarke um das defekte Gerät zurück zu schicken. Heißt ich musste nicht einen Tag auf das Gerät verzichten! Andere Shops wollen dass man zuerst das alte Gerät zuschickt, dann wird diskutiert und überlegt und erst dann erhält man vielleicht irgendwann mal ein Ersatzgerät...

Täglich von 6 bis 24 Uhr - telefonisch oder per Chat!


Retouren bei Amazon
Es kommt leider viel zu oft vor, das man mit der Ware unzufrieden ist und sie zurück schickt. Das ist leider nicht immer einfach, bei Amazon schon!
Bei anderen muß man oft erstmal um ein Retouren-Label betteln und dann wartet man oft lange auf sein Geld (siehe Beispiele Medimops/Medimax). Bei Amazon kann man sich direkt ein Retouren-Label ausdrucken (meist sogar kostenlos) und das Geld bekommt man bereits zurück bevor die Retoure bei Amazon angekommen ist!
Beispiel: Ich hatte einen Retro-Controller gekauft und nach über zwei Wochen stellte ich fest, dass er einfach zu viele Probleme macht. Also Retoure! Und da ist schon der erste Punkt: Bei Amazon gibt es meistens 30 Tage Rückgaberecht, statt nur 14 Tage. Ich habe also das Label ausgedruckt und das Paket am Montag bei DHL abgegeben... das Paket wurde laut Sendungsverfolgung am Dienstag in der Filiale abgeholt und bereits dann habe ich meine Erstattung von Amazon bekommen!
Bei anderen Shops musste ich immer mehrere Tage warten und in manchen Fällen auch noch nachfragen wo denn das Geld bleibt.

Ein wunderschöner Retro-Controller... technisch aber leider nicht zufriedenstellend.
Die Retoure klappte bei Amazon schnell und einwandfrei!
 

Versand durch Amazon
Der Versand von Amazon ist einfach rasend schnell! Das natürlich vor allem durch ihren eigenen Versanddienst. Es ist nicht unüblich, dass man Sonntag Abend was bestellt und das Paket Montag Mittag bereits da ist! Es ist mir persönlich nicht wichtig, dass ein Paket direkt am nächsten Tag da ist, aber wenn es trotzdem so passiert, dann finde ich das echt nicht schlecht ^^ 
Normal bestellt man am 1. Tag, das Paket wird am 2. Tag verschickt und ist dann am 3. oder 4. Tag da. Damit kann ich leben! Shops wie Medimops oder Medimax nehmen sich aber schon mal gerne drei bis sechs Tage Zeit, bis die das Paket überhaupt mal verschicken...das ist dann ärgerlich und unnötig, vor allem wenn das Paket viel früher angekündigt wurde! Wenn ein Produkt vorab mit 10 Tagen angekündigt, dann hat das schon seinen Grund... aber wenn wenn es mit 3 Tagen angekündigt ist und man teils über eine Woche warten muß, dann ist das nicht in Ordnung!
Wenn ich irgendwas mal wirklich dringend benötige, dann weiß ich, dass ich mich auf Amazon verlassen kann!
 
 
Die Schattenseiten von Amazon
Bis jetzt hört sich Amazon wie ein Träumchen an! Aber Amazon hat auch seine Schattenseiten :(
Beispiel Retouren: diese werden aus Kostengründen oftmals einfach vernichtet, statt weiterverkauft. Ja, das ist einfach verdammt mies und gehört sich so nicht!
HIER ist diese Problematik genauer beschrieben und dass das aber nicht nur ein Problem von Amazon ist, sondern dass das leider völlig normal ist. Wirklich lesenswert!

Die Mitarbeiter werden/wurden nicht besonders gut bezahlt... Aber das hat sich stellenweise verbessert! In den USA bekommt man bei Amazon inzwischen ein Grund- und Einstiegsgehalt von 15 Dollar pro Stunde, in Deutschland über 11 Euro die Stunde, dazu Boni und Jahressonderzahlungen. Nach zwei Jahren verdient man dort im Durchschnitt 2500 Euro brutto. Nach Slaverei und Ausbeutung klingt das jetzt nicht mehr unbedingt... Und verdient man bei z.B. Medimax echt mehr?
Die Arbeitsbedingungen sind ein anderes Thema... da scheiden sich die Geister. Es gab Kritik zu den Themen Arbeitsschutz (Corona), Druck am Arbeitsplatz, Überstunden, Stress, keine Pausen... Ob das alles so stimmt weiß man nicht, trotzdem wurde Besserung versprochen!? Beschwerden liest man tatsächlich nicht ganz so viele... Ich weiß nicht, ob Amazon wirklich so schlimm ist. Gibt halt auch viele Hater, die dem Unternehmen schaden wollen.

Angeblich macht Amazon die Wirtschaft hier kaputt... Tjaaa! Klar leiden kleinere Geschäfte darunter, andererseit beschäftigt Amazon aber auch über 12.000 Menschen in Deutschland und zahlt (entgegen vieler Behauptungen) Steuern in Deutschland.
Und wenn ich mir dann die oben genannten Negativbeispiele anderer Shops noch mal anschaue, dann wundert es mich nicht, dass die Leute lieber bei Amazon shoppen, als in anderen Läden. Ich lese lieber eine Produktbeschreibung auf Amazon, als mich mit einem schlecht gelaunten Mitarbeiter in irgendeinem Geschäft herum zu ärgern... falls man denn überhaupt einen Mitarbeiter findet. Kompetenz ist dann auch Glückssache...
Amazon macht andere Läden kaputt, weil die anderen Läden einfach kacke sind! So ist das!

 
Mein Fazit
Also in Sachen Kundenservice macht niemand Amazon irgendwas vor! Das können die so gut wie kein anderer! Ich bin seit Jahren Kunde dort und bin einfach rundum zufrieden :)
Klar gibt es aber auch Schattenseiten, aber diese werden zum Glück aufgedeckt und dann nach und nach langsam eingestellt. Ich glaube Amazon wird gerne schlechter dargestellt, als es eigentlich ist.
Bei Amazon überwiegen für mich einfach die positiven Argumente und daher heißt es auch in Zukunft für mich: am besten bei Amazon bestellen, sollte ich doch mal woanders bestellen, dann zahle ich dort nur noch mit Paypal!

Montag, 20. Juli 2020

Zeitraffer-Video mit der Brinno TLC200 Pro

Seit rund fünf Jahren besitze ich eine Zeitraffer-Kamera: Die Brinno TLC200 Pro
Inzwischen ist die Kamera recht betagt - die Auflösung ist zwar "immerhin" Full-HD, aber die Videos wirken dennoch ziemlich altbackenund qualitativ schlecht.
Hinzu kommt, dass die Kamera zuletzt (vor ziemlich genau einem Jahr) erhebliche, technische Probleme hatte. Wie in meinem Video hier zu sehen ist, war das Zeitraffer-Video am Ende lückenhaft, weil einige der Dateien beschädigt waren. Ich dachte erst, dass es an der Speicherkarte liegen würde, aber ein Wechsel dieser brachte keine Besserung.
Jetzt habe ich eine neue Firmware aufgespielt und siehe da - es klappt wieder :)
Außerdem gab es ein paar Neuerungen mit dem Firmware-Update: Die Videos können jetzt mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde erstellt werden (statt vorher maximal 25) und das fertige Video ist nicht mehr abnormal groß - während ein mehrstündiger Sonnenuntergang vor dem Update noch gut 20 GB in Anspruch genommen hat, sind es jetzt nur noch rund 2 GB!

Trotzdem werde ich mich jetzt von der Kamera trennen...
Zwar funktioniert die Brinno jetzt besser als je zuvor, wie man an meinem ganz aktuellen Zeitraffer-Video sehen kann:



...aber ich bin generell mit der Qualität nicht mehr zufrieden und ich nutze diese Kamera einfach viel zu selten: das hier ist mein fünftes Video innerhalb von fünf Jahren, drei von den Videos habe ich direkt nach dem Kauf gemacht.

Falls ich zukünftig doch noch mal ein Zeitraffer-Video machen möchte, werde ich das mit der iOS-App "Skyflow" (3,49 Euro) machen. Dennoch muß ich zugeben, dass die Brinno Zeitraffer-Kamera einige Vorteile hat:

1. Die Akkulaufzeit:
Für das aktuelle Video war die Kamera insgesamt fünf Stunden in Betrieb (ich habe nicht das gesamte Videomaterial verwendet) und danach war der Akku quasi immer noch voll! Je nach Einstellung halten die Batterien/Akkus (4x AA) bis zu 80 Tage! Ein Smartphone schafft ohne Powerbank nicht mal ansatzweise fünf Stunden!

2. Einfache Handhabung: 
Ein Zeitraffer-Video aufzunehmen ist gar nicht so einfach! Vor der Brinno habe ich meine Canon 1000D dafür verwendet - dafür benötigte ich einen programmierbaren Fernauslöser und anschließend musste ich die Fotos in einem extra Programm zu einem Video konvertieren. Auf dem Smartphone geht das alles schon mal viel einfacher, aber am einfachsten geht es tatsächlich mit der Brinno: Aufstellen, starten, warten, stoppen, fertiges Video auf der Karte!

3. Robustheit: 
Die Brinno kann man (mit dem entsprechenden Wetterschutzgehäuse) auch im Regen und in Kälte verwenden. OK, einige Smartphones können das inzwischen teilweise auch, aber meine alten Kameras waren dafür absolut nicht geeignet.

4. "Verfügbarkeit": 
Wenn ich mit dem Smartphone ein fünf Stunden langes Video machen möchte, dann kann ich das Smartphone fünf Stunden lang nicht für andere Dinge benutzen! Klar, so ein paar Stunden kann man überleben, aber wenn man ein Projekt über mehrere Tage oder gar Wochen machen möchte, dann ist das mit dem Smartphone schon schwierig ^^


Wer also gerne oft und lange Zeitraffer-Videos machen möchte (zum Beispiel auf einer Baustelle), der ist mit so einer Brinno auf jeden fall besser bedient, als mit einem Smartphone. Für alle paar Monate mal ein eher kurzes Video, lohnt sich diese Kamera jedoch nicht.
Also ich verkaufe meine Brinno nun und hoffe, dass der neue Besitzer viel Spaß damit haben wird :)

Eine stets aktuelle Übersicht meiner kompletten Kamera-Ausrüstung ist HIER zu finden. 


Dienstag, 2. Juni 2020

RAW mit dem iPhone + anschließende Bearbeitung am PC

Ich habe nicht immer eine vernünftige Kamera dabei und wenn ich dann mal was Schönes sehe, muß mein iPhone 8 herhalten... So war das auch gestern Abend der Fall, als ich einen tollen Sonnenuntergang sah. Aber man kann auch einiges aus einem Handyfoto herausholen!

Als erstes benötige ich das Foto im RAW-Format und dafür gibt es eine spezielle Kamera-App.
Ich nutze dafür "ProCamera", die gibt es für 6,99 Euro im App Store.

Mit der App konnte ich dieses Foto im RAW-Format machen:

 Das sieht ein wenig unspektakulär aus... 

 Als nächstes bearbeite ich die RAW-Datei auf meinem PC mit dem Bildbearbeitungsprogramm "CyberLink PhotoDirector 11 Ultra":
- Helligkeiten anpassen (helle Stellen dunkler, dunke Stellen heller)
- Kontrast, Schärfe und Dynamik anpassen
- Bestimmte Farben mehr oder weniger hervorheben
- Leichte Vignettierung hinzufügen
- Bild in drei verschiedenen Helligkeitsstufen abspeichern...
- ...und diese drei Bilder zu einem HDR-Bild zusammensetzen

Das Bild nach der 5-10 Minütigen Bearbeitung! 

Dabei ist natürlich zu beachten: Es ist nur ein iPhone 8, weswegen das Foto generell verrauscht und etwas unscharf ist, außerdem bin ich besonders in Sachen Bildbearbeitung immer noch ein Anfänger!

Warum geht das mit einem normalen Foto nicht? Warum braucht man dafür eine spezielle App für RAW-Dateien?
Ein RAW-Foto ist eine völlig unbearbeitete Rohdatei, die aber extrem viele Bildinformationen enthält. Normalerweise verarbeitet das Handy diese Rohdatei zu einem fertigen JPG-Bild. Das Handy entscheidet dabei wie das Foto bearbeitet wird... das ist nicht immer nach den Wünschen des Fotografen, man kann das relativ wenig beeinflussen.
Natürlich kann man auch ein JPG-Bild nachträglich bearbeiten, aber da ein JPG recht wenig Bildinformationen enthält, kann man da einfach nicht besonders viel herausholen.

Donnerstag, 16. April 2020

Overwatch: Geiles Spiel aber miese Community! *UPDATE*

Nach vielen Jahren habe ich endlich mal wieder ein Lieblingsspiel, welches mich täglich für Stunden an den PC fesselt: Overwatch!
Ich habe kürzlich hier berichtet, dass ich ein Problem damit habe, dass mich kein Spiel so richtig fesselt. Das hat sich mit Overwatch nun geändert!

Wer Overwatch kennt, der weiß worum es geht, für alle anderen kurz gesagt: Das ist ein Online-Teamshooter in dem man mit anderen Leuten miteinander und gegeneinander kämpft - sechs gegen sechs. Hier ein Test von GameStar. Und ja, das Spiel macht mir so richtig viel Spaß!

Allerdings habe ich dabei eine Sache vergessen: Ich hasse Menschen!! 

Das mit dem Menschenhass ist bei mir absolut nichts Neues und in der Vergangenheit konnte ich mich immer gut in die Welt der Computerspiele flüchten - auch in Onlinespiele mit anderen Menschen! Aber bei Overwatch krieg ich echt das Megakotzen, was die Leute dort angeht!

Zuletzt habe ich Onlinespiele wie Guild Wars 2, Eve Online oder Counter Strike mit anderen Menschen gezockt und da habe ich irgendwie nie Probleme gehabt.
Während in anderen Spielen Neulinge willkommen sind und denen teils sogar unter die Arme gegriffen wird, schlägt einem in Overwatch als Neuling erst mal nur Hass und Abweisung entgegen!
Man fängt mit Stufe 1 an, was jeder sehen kann und man wird nur runter gemacht, was man denn für ein Idiot wäre... sehr nett! Kenne ich von anderen Onlinespielen einfah gar nicht! Ich habe keine Ahnung, ob in letzter Zeit generell der Umgang bei Onlinespielen beschissener geworden ist, oder ob speziell nur die Overwatch-Community so ein widerlicher Kotzhaufen ist. Man muß halt erst mal rein kommen, alles kennenlernen usw... ist doch normal!

Für nen Anfänger auf Stufe 15 ist 3x Gold und 1x Silber gar nicht so schlecht... 

Ich zocke Overwatch nun seit rund zwei Wochen und bin inzwischen auf Stufe 26 - heißt ich darf endlich bei den Ranglisten mitspielen. Und da ist es so richtig asozial! Meine Fresse!!
Beim normalen, schnellen Spiel zockt man halt einfach für den Spaß, da ist der Druck wohl nicht so groß... bei den Ranglisten schon!
Jeder will irgendwie im Rang aufsteigen und macht das eigene Versagen oder das Versagen der Gruppe dann natürlich stets an anderen fest. Immer! Jeder! Bei jedem!
Da wird gemotzt und geschimpf was das Zeugs hält und natürlich muß jeder ständig allen anderen vorschreiben, welchen Helden er doch besser nehmen sollte. Der selbsternannte Pro-Gamer wählt frei seinen Helden und alle anderen haben sich dann gefälligst nach seinem Geschmack zu richtig...
Spielspaß? Null!

Prima Beispiele: 
a) Ich wähle als Helden einen Heiler, der die anderen Mitspieler heilt...
Ein gar großartiger Mitspieler ist schwer verletzt und schreit nach Hilfe. Ich eile heran um ihn zu heilen, aber er rennt vor mir weg. Er läuft und läuft und läuft.... ich renne hinterher... er schreit um Hilfe... ich renne, er rennt... wir sterben! Und was kommt jetzt? Klar: der Teenager mit Inselbegabung motzt sofort los, warum ihm denn kein Heiler geholfen hat!

Mehr war einfach nicht drin!

b) Das ganze Team ist in einer Gruppe zusammen und bekämpft sehr erfolgreich den Gegner... nur ein Teammitglied hat sich von der Gruppe getrennt und versucht alleine seine persönliche Statistik zu verbessern - was natürlich nicht klappt, weil Overwatch nur als Team funktioniert. Wer hat Schuld an seinem Versagen? Er, weil er sich von der Gruppe getrennt hat, oder alle anderen, die sich gegenseitig unterstützen? Richtig... stets die anderen! Wenn zufällig ein Anfänger im Team ist (damit bin zum Glück nicht immer ich gemeint), dann hat natürlich der Anfänger alleine die Schuld an allem!

c) Plötzlich heiß es in einem Match, dass das Team ja eigentlich nur vier statt sechs Mitglieder hätte, weil zwei "Accountseller" im Team wären. Keine Ahnung was die damit meinen, wen die damit meinen, aber ich fühlte mich irgendwie angesprochen. Das Match lief gut, meine Leistung war auch prima, trotzdem wurde die ganze Zeit rumgemotzt, ohne dass ich wusste worum es überhaupt ging. Am Ende haben wir das Match sogar gewonnen und selbst dann hieß es weiterhin: "Und das mit eigentlich nur vier Spielern..." Also selbst wenn es mal gut läuft und man gewinnt, gibt es immer noch was zu meckern! Es ist also völlig egal ob man gerade gut oder schlecht ist, oder man gewinnt oder verliert!

d) Die Heldin "Moira" ist eine Heilerin, kann aber auch ganz gut austeilen. Sie ist (aktuell) meine Lieblingheldin ^^ Und sie wird von anderen ganz schwer gehasst! So nach dem Motto: "Wenn wir eine Moira im Team haben, dann ist das gut, aber wenn die Gegner eine Moira haben, dann sind das Noobs!" Den besten Satz, den ich in dem Zusammenhang tatsächlich mal gelesen haben: "Moira, hör auf unseren Support anzugreifen!" Sinngemäß ist es also unfair, wenn man als Heiler den Gegner auch mal angreift? Joa..
Natürlich sollte man als Heiler mehr heilen als Schaden verursachen, aber manchmal geht es nunmal nicht anders! Wenn man eine starke Mercy im Team hat, das Team generell gut ist, dann hat man als Moira halt nicht so viel zu heilen... dann teilt man stattdessen einfach mal aus!

Und dann macht man als Heiler nur einen Kill und bekommt dafür Gold! Da fragt man sich echt, was die Pro-Gamer das ganze Spiel lang gemacht haben... aber die Schuld hat sicherlich wer anderes ;) 

e) Ich spiele den Tank Orisa, welcher ein Schild hat. Normal baue ich den Schild auf, die Leute suchen dahinter Schutz und dann macht man halt... nö! Ähnlich wie zuvor schon geschrieben, macht jeder sein eigenes Ding. Als erstes rennen alle Leute vor, so dass mein Schild eh keinen Sinn macht. Stelle ich es dann irgendwo doch mal auf, wird es einfach nicht genutzt. Irgendwann hatte ich dann die Schnauze voll und habe einen anderen Helden gewählt... und wer schreit sofort los? Richtig, irgendein "Pro-Gamer" der sich beschwert, dass es keinen Schild gibt. Allerdings hat er sich nicht beschwert weil er nun kein Schild zum Schutz hat, sondern einfach nur so, weil er gesehen hat, dass es kein Schild mehr gibt. Die Runde haben wir natürlich verloren, schuld war ich, weil ich im Hintergrund kein unnützes Schild mehr aufstellen wollte...


Fazit:
Ich könnte jetzt noch ewig weiter erzählen... jedoch kurz und knapp: Es ist einfach ätzend!
Overwatch ist ein super geiles Spiel, aber dank vielen, asozialen Minusmenschen bekommt das Spiel einen faden Beigeschmack :( Anfänger haben es besonders schwer, aber auch sonst wird auf absolut jedem herum gehackt!Am allerschlimmsten sind höher gerankten Spieler, die offensichtlich völlig frustriert sind und keinen Spaß am Spiel haben und entsprechend niemand anderen Spaß gönnen.
In anderen Spielen ist das bei weitem nicht so schlimm - keine Ahnung warum Overwatch so viel Gesindel anzieht. Seit 20 Jahren zocke ich Onlinespiele, aber so eine beschissene Community, wie die von Overwatch, ist mir in der Zeit echt nicht untergekommen!
Trotzdem mag ich Overwatch! Das Spiel kann ja nichts dafür, dass im Internet nur noch Drecksdeppen unterwegs sind! Trotzdem schade :(


Nachtrag 1: 
Nach vielen Monaten war ich jetzt mal wieder bei Guild Wars 2 online... Ich habe dort dann Dinge gesehen, die ich noch nicht kannte und ich fragte im Chat nach, was das denn wäre. Ich habe unverzüglich eine präzise und freundliche Antwort bekommen! Keine dummen Witze, keine Beleidigungen, was ich denn für ein unwissender Noob wäre - einfach eine freundliche Antwort! Es entwickelte sich sogar kein kleines, nettes Gespräch...
Der Unterschied zwischen Guild Wars 2 und Overwatch ist da einfach gigantisch! Wie Tag und Nacht!
Keine Ahnung, warum sich bei Overwatch so viele Drecksdeppen tummeln... 

Nachtrag 2: 
Und jetzt noch mal ein richtig schönes Negativbeispiel für OW... Ich habe es noch mal bei der Rangliste versucht, nachdem eine neue gestartet ist. Ganz frisch, ich komme gerade online, wähle meinen Helden aus und schon jammert jemand (mit einem wesentlich höheren Rang!), dass er gerne meinen Helden hätte. Das habe ich erstmal ignoriert - denn ich finde ein Profispieler sollte mehr als nur einen Helden spielen können. Aber dann fingen auch andere Spieler an mich unter Druck zu setzen... Und dann habe ich das Match einfach verlassen, bevor es losging! Ich weiß, ist auch nicht so die feine, englische Art, aber bei so einer miesen Stimmung direkt zu Anfang habe ich einfach keinen Bock weiter zu machen oder irgendwie zu diskutieren.
Ich wiederhole mich: Die größten Drecksdeppen von ganz Overwatch tummeln sich in den Ranglisten-Spielen! Meine Fresse, ist das ein asozialer Haufen!! Und tausendmal schlimmer als die "ach so schlimmen Noobs"!

Nachtrag 3: 
Zum allerersten Mal (nach 5 Wochen und 38 Spielstunden!) habe ich mal was positives von der Community erlebt:


Das "GG" (= good game) nach dem Spiel ist ja etwas obligatorisch... aber dass sich jemand bei mir persönlich bedankt hat, habe ich in diesem Spiel noch nie erlebt! In 38 Stunden mal EIN freundlicher Satz ^^ Das fand ich in diesem Spiel voller Kacke einfach unglaublich toll!

Montag, 23. März 2020

„The Orville“ und „Star Trek: Picard"

Ich bin ja ein riesen Star Trek Fan, besonders was "The Next Generation", "Deep Space Nine", "Raumschiff Voyager", bedingt "Star Trek: Enterprise" und die dazugehörigen Kinofilme angeht.
"Raumschiff Enterprise" aus den 60ern ist auch nicht ganz so mein Fall, abgesehen von den Kinofilmen... das war halt vor meiner Zeit. Aufgewachsen bin ich einfach mit der Enterprise mit Picard.

Mit der "Kelvin-Zeitlinie" (Wikipedia) kann ich leider gar nichts anfangen... Würde man das alles nicht "Star Trek" nennen und bereits bekannte Figuren/Namen nicht plötzlich völlig anders darstellen, wäre es ein super SciFi-Film (ist es ja eigentlich auch), aber für mich fühlt sich das alles einfach gar nicht mehr nach Star Trek an! Also quasi guter Film, aber schlechtes Star Trek.
Meiner Meinung nach hätte man das Design der 1980er bis 2000er Jahre bebehalten sollen und ein neues Schiff mit einem anderen Namen und anderen Charakteren nehmen sollen (hat bei der Voyager ja auch geklappt).

Und jetzt kommt "The Orville" ins Spiel!

Keine Sorge, ich spoiler nicht! 

Orville ist von Seth MacFarlane (Wikipedia), der lustige Zeichentrickserien wie "Family Guy" und "American Dad" gemacht hat - beide Serien mag ich sehr!
Jedoch war ich sehr skeptisch, als ich hörte, dass Seth MacFarlane nun einen "witzigen Star Trek Abklatsch" macht... uhhhh! Ich habe mir die Serie nicht angeschaut, weil mir Star Trek irgendwie zu heilig und zu ernst war, um mir da irgendeinen Klamauk anzusehen. Ich hatte einfach kein gutes Gefühl dabei!

Erst zwei Jahre nach der deutschen Erstausstrahlung habe ich mir dann doch mal die erste Folge reingezogen und es hat mich (im positiven Sinne) aus den Latschen gehauen!

Die Serie ist kein Klamauk und man macht sich auch nicht über Star Trek lustig. Natürlich gibt es hier und da lustige Situationen und ein paar Lacher, aber wohl dosiert und so, dass es eben nicht lächerlich wirkt und stets insgesamt eher ernst bleibt (die Serie behandelt auch ernste Themen). Aber genau das Quentchen Humor hat bei z.B. "The Next Generation" immer gefehlt. Auch diese generelle Lockerheit der Figuren und ein normaler Alltag, der bei Orville gut rüber kommt, fehlte bei TNG irgendwie - es wirklte alles immer zu ernst.
Bei Orville gibt es zudem nicht immer ein Happy End, was ich so von Star Trek auch nicht kenne.
Orville macht einige Dinge tatsächlich besser als Star Trek!

So richtig geflasht hat mich die Athmosphäre! Es ist keine Kopie von Star Trek, es ist alles ein wenig anders und eigenständig, aber trotzdem fühlt man sich extrem an die gute, alte Zeit von Star Trek erinnert und man hat das Gefühl sofort "drin" zu sein.
Das was seit der "Kelvin-Zeitlinie" beim echten Star Trek komplett fehlt, findet man nun bei Orville wieder und das ist einfach unglaublich toll!


Zeitgleich habe ich angefangen bei Amazon Prime Video die neue Serie "Star Trek: Picard" zu schauen. Mir fehlt auch hier das "alte Star Trek Feeling", aber das wird durch die Anwesenheit von dem originalen Picard und anderen originalen Figuren aus den alten Serien wieder gut gemacht.
Versteht mich aber falsch: "Star Trek: Picard" ist eine phantastische Serie und es ist toll die alten Charaktere in einer neuen Serie zu sehen!
Nur fehlt eben wieder das "alte Star Trek Feeling", welches es aktuell nur bei Orville gibt. 


Die Serien Orville und Picard haben irgendwie die Rollen getauscht: Picard fühlt sich nach der gänzlich neuen Serie an, während Orville wie das alte Star Trek aussieht und sich auch irgendwie so anfühlt. Trotzdem sind beide Serien auf ihre Art und Weise phantastisch und für jeden Trekkie ein Muss!

Fazit: Beide Serien unbedingt anschauen! 

Dienstag, 11. Februar 2020

Bildbearbeitung: Zu heller Himmel

Fotos mit einem sehr hellen und blauen Himmel sind nicht sehr schön und recht eintönig. Hier ein Beispiel (Kortum-Brunnen am Husemannplatz Bochum und das alte Gerichtsgebäude):

Der Himmel ist quasi weiß und viel zu hell.

Das ist natürlich nicht sehr schön und deshalb habe ich das Foto ordentlich bearbeitet... dazu muß ich noch mal sagen, dass ich darin Anfänger bin! Ein Profi holt da sicherlich noch mehr raus.

Ich habe folgende Dinge mit dem CyberLink PhotoDirector gemacht:
- Helligkeit angepasst
- Kontrast angepasst
- Vignette hinzugefügt
- schiefes Foto gerade gerückt
- Laterne und Schirm entfernt
- Sonnenstrahlen-Effekt hinzugefügt

Bearbeitungszeit rund 10-15 Minuten.

Das Ergebnis nach der Bearbeitung.


Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, denn das Foto sieht jetzt viel stimmiger aus, aber ohne unnatürlich zu wirken. Wer das Originalfoto nicht kennt, der wird auch nie auf die Idee kommen, dass ich da zwei Gegenstände rausretuschiert habe. 

Mehr Fotos auf Ruhrpottfotos.de 

Montag, 30. Dezember 2019

Viel zu viele Spiele! *ÜBERFORDERUNG*

Kennt ihr das, wenn eine Auswahl so extrem groß ist, dass man sich gar nicht entscheiden kann? Es ist sogar nachgewiesen, dass eine zu große Auswahl überfordern kann (siehe hier). Genau diese Überforderung empfinde ich aktuell, was Spiele angeht!

Massenhaft Spiele: 

Früher hatte ich ein "Hauptspiel", welches ich sehr lange und intensiv gezockt hatte und dazu vielleicht zwei "Nebenspiele".
In meiner Jugend war das zum Beispiel über etliche Jahre "Counter-Strike", später "Eve Online", dann "Guild Wars 2" und zuletzt "Werwolves Within". Das sind gerade mal vier Spiele, die mich über 15 Jahre bestens unterhalten haben!
Heute sieht das völlig anders aus: Alleine auf meinem Notebook habe ich über 70 Spiele installiert, wovon ich aktuell kein einziges lange oder intensiv zocke.

Alleine bei Steam besitze ich weit über 200 Spiele, wovon 30 installiert sind!

Neben meinem Gaming-Notebook besitze ich noch eine Oculus Rift S, eine Oculus Go, einen New Nintendo 3DS XL, eine Xbox One S und Retro-Konsolen...mit insgesamt hunderten Spielen!

Bei meiner Xbox war Forza Horizon 4 mit dabei - ein Spiel das ich sehr mag und was mich normal lange Zeit fesseln würde... allerdings gab es da ein Angebot für den Xbox Game Pass Ultimate: 18 Monate für nur 60 Euro statt 234 Euro!
Mit dem Game Pass habe ich eine Flatrate mit über 100 Spielen. Duzende Spiele werden dann "mal ausprobiert", kaum eins wird aber konsequent durchgezockt. Forza Horizon 4 zocke ich kaum noch, da ich die meiste Zeit mit zig anderen Spielen beschäftigt bin.
Kaum fange ich ein neues Spiel neu an, wird mir ein anderes, interessantes Spiel präsentiert. Beim Game Pass kommen alle paar Tage ein paar Spiele dazu, andere Spiele kaufe ich gerne, wenn sie im Sonderangebot sind.
So kommen auf verschiedene Wege immer mehr Spiele dazu, aber ich zocke kein Spiel mehr dauerhaft - es sind einfach viel zu viele Spiele!

Nur auf dem Smartphone, bzw. dem iPad sieht es ganz anders aus - dort zocke ich nur ein einziges Spiel: "Forge of Empires"
Die typischen Handyspiele mag ich nicht besonders... ich habe zwar ein paar für einige Zeit gezockt, aber wirklich hängengeblieben bin ich eben nur bei FoE.
Ich "suchte" es seit Jahren täglich, ähnliche wie früher bei Ogame - nur nicht so extrem (das war damals eine echte Sucht - ich berichtete hier).
So etwas fehlt mir für PC oder Konsole! EIN Spiel, das einen für lange Zeit in seinen Bann zieht.

Auf den tragbaren Nintendos sieht es noch am übersichtlichsten aus, da ich dafür nicht ganz so viele Spiele habe. Ich zocke ab und zu eine Hand voll Spiele und das wars dann auch. Viel entspannter als ein riesiges Überangebot!

Was ich tun werde...

Das einzige was gegen diese Überforderung auf Grund des Überangebotes hilft, ist konsequenter Minimalismus:
Als erstes werde ich deutlich weniger* Gaming-Videos auf YouTube schauen, damit ich weniger zu neuen Spielen "verführt" werde. (*alles außer "Gameswelt" kommt weg!)
Außderdem werde ich alle Newsletter abbestellen, die mich über Sonderangebote informieren.

Auf meinem Notebook werde ich die Anzahl meiner Spiele von über 70 auf rund 5-10 Spiele reduzieren. Ich werde ein oder zwei Spiele für langen Spielspaß lassen (evtl. Counter-Strike S/GO, Guild Wars 2, GTA SA/5 oder ähnliches) und noch ein paar kurze Spiele, die ich erstmal konsequent durchzocken werde, bis ich das nächste Spiel installiere.
Bei den Launchern habe ich auch erst mal entrümpelt:

Epic, GOG, Uplay, Origin habe ich erstmal komplett gelöscht

Bei der Xbox wird das natürlich schwierig... ob ich den Game Pass nach Ablauf verlängern werde, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich werde ich nicht bereit sein, monatlich einen pauschalen Betrag für Spiele zu bezahlen, die ich eh nicht spielen werde.
Ich werde Jahre damit beschäftigt sein, meine bereits vorhandenen Spiele zu zocken!

Generell gilt: Weniger ist manchmal einfach mehr!