Samstag, 23. Oktober 2021

Neuigkeiten zu meiner Hobbyfotografie

Ui, ist das schon wieder lange her, dass ich hier was geschrieben habe! Und generell ist das hier erst der zweite Post in diesem Jahr! 
Irgendwie konzentriere ich mich aber auch nur noch auf das Wandern, auf Städtetrips und das damit verbundene Fotografieren - der Blog wird dabei vernachlässigt.

Jetzt gibt es aber ein paar Neuigkeiten/Änderungen, die ich hier niederschreiben möchte! 

Neue Kamera:

Ich mag gar nicht so viel technischen Kram erzählen... Ich hatte eine Olympus OM-D E-M5 Mark III und habe diese jetzt gegen eine Panasonic Lumix G9 getauscht. Die Olympus habe ich damals gekauft, weil sie sehr kompakt und wunderschön ist, die Lumix ist von der Bedienung her aber wesentlich besser für meine Bedürfnisse geeignet. Bei der Olympus musste ich mich häufig durch irgendwelche Menüs klicken, für Einstellungen, die ich an der Lumix mit einem Knopf/Schalter direkt ändern kann. Die Lumix ist zwar größer und schwerer, liegt aber viel angenehmer in der Hand. Und dazu noch ein paar technische Gründe, wenn auch nicht viele...
Ich habe aber immer noch meine sehr kompakte Olympus PEN E-PL10, die ich als Zweitkamera nutze.

Damit mache ich meine Fotos: Lumix G9, PEN E-PL10 und iPhone 11 Pro.

Neue Objektive:

Meine Ansprüche sind gestiegen! Bisher hatte ich hauptsächlich günstige Allrounder-Zoomobjektive, die ich jetzt zum Teil durch Festbrennweiten oder generell hochwertigere Objektive ersetze.
Da Panasonic einen dualen Bildstabilisator hat, wenn Kamera und Objektiv von Panasonic sind und dies unterstützen, habe ich mein Olympus 75-300mm gegen ein lichtstärkeres Panasonic 100-300mm getauscht. Ebenso tauschte ich mein Olympus 14-150mm gegen ein Panasonic 14-140mm.
Außerdem habe ich mir für die Portraitfotografie  zwei sehr lichtstarke Objektive zugelegt (Sigma 30mm 1.4 und Sigma 16mm 1.4). Ein 56mm 1.4 von Sigma könnte vielleicht noch folgen. 
Eine Übersicht meiner aktuellen Ausrüstung findet man HIER

Neuer Fotografiebereich:

Bisher habe ich nur bei Wanderungen, auf Ausflügen oder auch bei Nacht fotografiert. Das mache ich schon lange, da weiß ich was ich mache und ich glaube das kann ich auch einigermaßen gut ^^
Aber ich wollte jetzt mal meinen Horizont erweitern und mal was Neues dazu lernen: 
Die Portraitfotografie - etwas, was ich bisher noch gar nicht gemacht hatte!
Ich habe mir dann auch recht fix ein Shooting mit einem Furry (Chenerah Gajaze) oganisiert, was ein riesen Spaß war und am Ende waren die Fotos für den ersten Versuch auch nicht schlecht: 

Ich mag das Gegenlicht, wie es dem Foto einen besonderen Look verleiht.
(Chenerah Gajaze)

Ich bin einfach auch ein Fan von Schwarzweißfotografie ^^
(Chenerah Gajaze)
 
Neben diesen "besonders gestalteten" Fotos gibt es auf meiner neuen Facebookseite auch noch ein paar klassische Portraitfotos.

Neue Internetpräsenz:

Meine Fotoseite hieß bisher "Ruhrpottfotos", was aber schon länger kaum noch Sinn machte. Ich benannte sie daher in "BiSa-Fotografie" um und unterteilte sie zudem in zwei Kategorien: Die bereits bekannte Seite auf Instagram für Natur- und Streetfotografie und eine neue Seite auf Facebook für die Portraitfotografie (Schwerpunkt Cosplay, Furry und LARP).
Über www.BirgerS.de oder www.BiSa-Fotografie.de gelangt man nun auf meine neue, minimalistische Startseite, die zu allen weiteren Seiten weiterführt - Blogs, Facebook, Instagram, Youtube und auch meine private Facebookseite, die nun zum Teil wieder öffentlich ist, um ein wenig mehr von meiner Landschaftsfotografie zu zeigen.



Ich bin jetzt hobbymäßig erstmal voll ausgelastet: Es gibt viel zu tun, viel Neues zu entdecken und zu lernen. Das macht mir riesen Spaß, so soll es sein!

Donnerstag, 21. Januar 2021

Amazfit Neo - die einzigartige Smartwatch im Retro-Casio-Look

Smartwatches haben das gleiche Problem wie Smartphones: Sie sehen alle gleich aus! 
OK, ein paar sind rund, ein paar sind eckig, man kann das Watchface/Hintergrundbild verändern und vielleicht das Armband wechseln. Aber trotzdem sehen sie im Grunde alle gleich aus! Höchstens Hybridwatches, die in erster Linie analge Uhren sind und nur kleine Displays haben (wie z.B. die Fossil Collider HR), sehen noch ein wenig anders aus. 
Vor einiger Zeit ist mir dann aber eine optisch völlig andere Smartwatch ins Auge gesprungen: 
 
 
 
Die Neo basiert optisch auf den alten Casio-Uhren aus den 80/90er Jahren (z.B. Casio F-91W) und besitzt statt eines modernen Farb- und Touch-Displays ein LCD, wie es die Digitaluhren früher hatten.
Übrigens gehört Amazfit zu einer Tochterfirma von Xiaomi und baut bereits seit Jahren erfolgreich unzählige Smartwatches, die anscheinend recht gut sein sollen. Also kein "Schinaschrott"! 

Der erste Eindruck: 

Optisch gefällt mir die Uhr unfassbar gut! Grün finde ich etwas interessanter als schwarz, aber das ist Geschmackssache...so wie die gesamte Optik der Uhr. 
Beim anfassen wirkt sie etwas billig, weil sie komplett aus Plastik und sehr leicht ist - sie ist aber sehr gut verarbeitet! Auch die vier echten Knöpfe an den Seiten haben einen schönen Druckpunkt. Das Gesamtkonzept wirkt also sehr stimmig und kommt den alten Casio-Vorbildern sehr nahe.

In der Packung ist die Uhr, das Ladekabel und ein bisschen Papierkram

Die Technik: 

Erstmal ein Missverständnis aufklären: Die Uhr ist bis zu 5 ATM wasserdicht - heißt, dass die Uhr einem starken Wasserstrahl standhält. Schwimmen oder gar Tauchen geht damit nicht! Dass 5 ATM einer Tauchtiefe von 50 Metern entspricht, ist ganz einfach falsch! Diese Angaben in Metern beziehen sich nicht auf die Wassertiefe, sondern auf die Wassersäule, wie man es bei Regenjacken oder Zelten kennt. Uhren mit 10 ATM sind zum Schwimmen geeignet und mit 20 ATM sind sie zum Tauchen geeignet. 
Auf der Produktseite von Amazon wird das falsch dargestellt, erst in der FAQ von Amazfit wird das richtig erklärt. Wenn auch etwas ungenau/widersprüchlich: Man darf die Uhr im Schwimmbad benutzen, aber nicht in der Badewanne. Man darf damit in flaches Wasser, sie aber nicht unter Wasser tauchen. 
Kurz und knapp: Mit der Neo darf man maximal unter die Dusche!
 
Vom Funktionsumfang her ist die Neo reichlich minimalistisch: Sie kann Schritte zählen, den Puls messen, den Schlaf analysieren und vereinfachte Benachrichtigungen anzeigen. GPS gibt es nicht. 
Preislich vergleichbare Fitnessarmbänder zwischen 25 und 40 Euro bieten einen größeren Funktionsumfang.

Aber der Minimalismus hat auch seine Vorteile: Das LCD ist immer an ("Always on Display") und trotzdem hält der Akku bei normaler Nutzung 28 Tage. Andere Fitness-Bänder bewegen sich zwischen 5 und 14 Tagen, Smartwatches halten kaum 2 Tage durch.
 
Der Pulssensor der Neo

Alltagstest: 

Ich habe die Neo direkt mit meiner Apple Watch Series 3 verglichen: Als erstes der Puls, der bei beiden Uhren ziemlich identisch angezeigt wird - Abweichungen sind selten und gering. 
Auch bei den Schritten zeigt die Neo nur knapp 5% weniger als die Apple Watch an - das ist ein sehr guter Wert, der zu vernachlässigen ist. 

Der Puls wird zuverlässig und exakt aufgezeichnet.


Die Benachrichtigungen sind mir auf der Neo aber etwas zu mager. Die Apple Watch erspart mir den Blick aufs Handy, denn mir wird genau angezeigt, was ich gerade bekommen habe: Spam-Mails kann ich auch sofort auf der Uhr löschen, auf Whatsapp-Nachrichten kann ich antworten usw. 
Bei der Neo wird nur angezeigt, dass ich eine Benachrichtigung habe - ob es sich um eine Mail, eine Whatsapp oder eine andere Benachrichtigung handelt, wird nicht angezeigt. Ich muß also mein Handy rausholen! 
Sehr ärgerlich: Bei der Neo kann man nur zwischen einem schrillen Piepston und gar keinem Ton auswählen - einen Vibrationsmotor hat die Neo nicht! 
Das beeinträchtigt meinen Alltag dann doch recht stark: Mein Handy ist grundsätzlich lautlos und ich achte nur auf meine ebenfalls leise, aber vibrierende Apple Watch. Da ich das Piepsen bei der Neo nicht mag, muß ich stets auf das Display schauen, ob denn was passiert ist und dann auf das Handy schauen, was denn genau los ist... das ist für mich nicht Sinn und Zweck einer Smartwatch! 
 
Apple Watch 3 (219 Euro) und Amazfit Neo (35 Euro)
 
Aktivitäten-Tracking gibts auf der Neo wenig: Gehen, Laufen und Radfahren. Das finde ich sehr schade, denn eigentlich halte ich sehr genau Buch über meine sportlichen Aktivitäten wie Rudern und Cardiotraining. Da sind andere, gleich teure Trackingarmbänder deutlich besser.

Die Handy-App für die Neo finde ich leider auch nicht so gut. Ja, mit Apple-Software ist man schon reichlich verwöhnt, aber ich erinnere mich auch an die ziemlich gute Fitbit-App, die ich vor Apple mit Android genutzt hatte. Natürlich liegt es auch am geringen Funktionsumfang der Neo, dass man in der App nicht ganz so viele Informationen bekommt... aber auch die wenigen Informationen finde ich nicht so gut dargestellt wie bei der Konkurrenz.
 
Das Schlaftracking funktioniert gut und wird auch gut dargestellt.

Nach 24 Stunden hatte die Neo gerade mal 5% des Akkus verbraucht und das trotz permanenter Pulsüberwachung und einer Menge Spielerei an der Uhr. Bei so einer heftigen Nutzung käme man auf bis zu 20 Tage Batterielaufzeit. Das ist beeindruckend!
 

Fazit: 

Wer eine echt coole Smartwatch im Stil einer alten Casio haben möchte, hat gar keine andere Wahl als die Amazfit Neo - die Optik ist ein Alleinstellungsmerkmal! Technikfreaks kann die Neo leider nicht überzeugen... Aber das bisschen was die Neo kann, das kann sie richtig gut: Pulsaufzeichnung, Schrittzähler und Schlafanalyse funktionieren hervorragend! Der Rest ist "nice to have" aber nicht besonders nützlich.
Wer etwas mehr Technik für ebenfalls 35 Euro möchte, der ist z.B. mit dem Honor Band 5 bestens bedient. Eine ordentliche Fitbit Smartwatch gibts für 150 Euro und für iPhone-Besitzer gibts wohl nichts besseres als eine Apple Watch ab 219 Euro.
Für mich ist der Funktionsumfang der Neo einfach zu gering und ich bleibe bei meiner Apple Watch. 
Ich finde das schade, da mir die Amazfit Neo optisch einfach unfassbar gut gefällt. 
 

Tipp für Apple Watch Nutzer: 

Wer einen (leichten) Retro-Casio-Look für seine Apple Watch haben möchte, der sollte sich mal die verschiednenen "Rugged Hüllen" anschauen! Einige verleihen der modernen Uhr einen recht rustikalen G-Shock-Look:

Meine neue Apple Watch Series 6 mit Rugged-Hülle und Armband


Sonntag, 27. Dezember 2020

Umstieg von Oculus Rift S auf Oculus Quest 2

Die Vorgeschichte:

Im November 2016 kaufte ich mein allererstes VR-System: Die Playstation VR!
Im Juli 2018 folgte dann die Oculus Go, eine etwas minimalistische und einfache Standalone-VR-Brille. 
Im August 2019 kaufte ich eine Oculus Rift S für mein zuvor neu gekauftes Gaming-Notebook - dafür verkaufte ich die Playstation. 

Die letzte Zeit hatte ich also eine Oculus Go und eine Rift S. 

Die Rift S ist eine großartige VR-Brille! Es gibt ne Menge super Spiele, die man damit zocken kann. Leider muß man dafür erst das Notebook anwerfen, die Brille anschließen, die Software starten und schließlich das Spiel starten. Ja, das ist jetzt nicht sooo besonders aufwändig, aber mal ganz kurz was anschauen macht man damit dann eher selten... Dafür ist die Oculus Go da! Einschalten, aufsetzen und glotzen! Am Ende verwendete ich die Go daher viel häufiger, obwohl sie in vielerlei Hinsicht viel schlechter war. Zum Beispiel kann man sich mit einer Go nicht frei bewegen, da sie nur drei statt sechs Bewegungsfreiheiten hat (der Unterschied wird HIER schön erklärt) und auf Grund der schlechten Hardware waren keine aufwändigen Spiele möglich. Für die richtig geilen Spiele habe ich dann doch das Notebook angeworfen... 

Zwischenzeitlich kam die Oculus Quest 1 auf den Markt. Eine Standalone-Brille wie die Go, aber mit wesentlich besserer Hardware. Für mich aber uninteressant, da ich kein Update für die Go benötigte. 
Das änderte sich aber im Oktober 2020, als die Quest 2 veröffentlicht wurde. Eine mobile Standalone-Brille wie die Go, aber technisch vergleichbar mit der Rift S! 
 

Kleine Hürde beim Kauf: 

Um die Quest 2 nutzen zu können, benötigt man zwingend einen Facebook-Account (Oculus gehört zu Facebook). Das gefällt Deutschland nicht... und deswegen gibts die Quest 2 hier nicht zu kaufen! Aber gar kein Problem: Man kann die Quest 2 ganz easy bei Amazon Frankreich kaufen! Man loggt sich mit seinem deutschen Amazon-Account ein und kann die Brille dort wie gewohnt kaufen. Versand dauert dann auch nur 2-3 Tage. Wer Probleme mit der französischen Sprache hat (so wie ich), der kann die französische Seite im Webbrowser ganz einfach übersetzen lassen - hat bei mir super geklappt! 
Die Quest 2 lässt sich dann in Deutschland ganz normal mit dem deutschen Facebook-Account nutzen und das Menü ist dann auch auf deutsch. Man hat einfach keine Einschränkungen! 
 
Links oben Go, links unten Quest 2, rechts Rift S
 

Die ersten Tests:

Die Quest 2 ist der Go in allen Belangen überlegen! Es liegen schließlich 2,5 Jahre Entwicklung und rund 130 Euro Preisunterschied zwischen beiden Brillen (Go damals ab 220 Euro, Quest 2 ab 350 Euro). Die Grafik, die Geschwindigkeit, die Bewegungsfreiheit, das Tracking... da liegen Welten dazwischen! Es ist albern die beiden ausführlich miteinander zu vergleichen...
Der Vergleich zwischen Rift S und Quest 2 ist da schon interessanter! Die Rift S kostete rund 400-450 Euro und war 2019 das Spitzenmodell. Die wichtigesten, technischen daten im Vergleich: 


Die Quest 2 hat eine deutlich höhere Auflösung, was nicht nur für eine schönere Grafik sorgt, sondern auch den "Fliegengittereffekt" deutlich reduziert. Durch die etwas höhere Bildwiederholrate ist die Brille flüssiger und es soll (angeblich) weniger Motion-Sickness geben. Nur das Sichtfeld ist leider etwas kleiner geworden... aber das fällt mir gar nicht so sehr auf. 
 
Die Controller: Oben Quest 2, in der Mitte Rift S, unten Go.
 

Das zauberhafte Link-Kabel: 

Die Quest 2 ist eine autark arbeitende VR-Brille, die für sich alleine funktioniert. Das macht die Brille sehr mobil und flexibel, aber man ist auf die eher begrenzte Anzahl an Apps und Spielen angewiesen, die auf der Quest 2 angeboten werden. 
Es gibt aber das Link-Kabel, mit dem man die Quest 2 mit dem Notebook/PC verbinden kann und so kann man zusätzlich alle Spiele aus dem Rift- und Steam-Store spielen! Das vergrößert das Angebot enorm! Die Spiele können dann viel aufwändiger sein, da mit Kabel das Notebook die Rechenleistung übernimmt und die Brille quasi nur als Bildschirm und Eingabegerät funktioniert. 
Und das klappt absolut super! Alle meine alten Spiele, die ich vorher mit der Rift S gespielt habe, funktionieren so auch auf der Quest 2. 
 
Das originale Oculus Link-Kabel kostet satte 79 Dollar! Dabei handelt es sich aber nur um ein recht normales USB-C-Kabel, wenn auch 5 Meter lang... Ich habe mir stattdessen ein "normales" 3 Meter langes (mein Wohnzimmer ist eh nicht größer) USB-C-Kabel gekauft - für nur 15 Euro! Und das funktioniert einwandfrei!

Wo Oculus Geld spart: 

Man fragt sich, wie so eine gute VR-Brille so günstig angeboten werden kann. Da Oculus zu Facebook gehört, zahlt man vermutlich einen Teil mit seinen Daten, statt mit Geld... das weiß ich nicht so genau. Aber auch bei den Materialien wurde gespart: Die Rift und Go waren um die Linsen herum mit Stoff verkleidet, bei der Quest 2 ist dort nacktes Plastik. Insgesamt wirkt die Quest 2 nicht so hochwertig wie die Rift S, wenn sie auch nicht billig wirkt. Die Controller sind nicht mehr gummiert und das Batteriefach hat keinen Magnetverschluß mehr. 
Die Quest 2 hat für das Tracking nur noch vier statt fünf Kameras und die wurden auch deutlich verkleinert - das Tracking ist dadurch aber nicht schlechter! Ich habe sogar das Gefühl, dass das Tracking besser geworden ist!  

Die Kameras der Quest 2 sind deutlich kleiner!

Aber ganz bitter: Statt den guten Halo-Kopfgurt von der Rift S gibts nur einen schlabbrigen Stoffgurt wie bei der Go: 

Links die Rift S mit Halo-Kopfgurt, rechts die Quest 2 mit Schlabbergurt

Für die Quest 2 gibt es aber auch einen vernünftigen Kopfgurt zum nachrüsten: Original für 60 Euro, oder vom Dritthersteller für rund 30 Euro.
An der Stelle empfehle ich auch noch einen Silikonüberzug für das Sichtfeld... man schwitzt manchmal und dann saugt sich der Schaumstoff voll - das ist nicht so toll. Silikon ist da angenehmer und hygienischer, da abwaschbar. 
 

Die Oculus Quest 2 mit 64 GB startet bei günstigen 350 Euro. Nimmt man jedoch die 256 GB Version für 450 Euro und kauft sich dann noch das originale Link-Kabel und den originalen Kopfgurt, ist man am Ende bei 570 Euro!
Ich empfehle auf jeden Fall die 256 GB Version, da die Spiele immer größer werden und die 64 GB der Einstiegsversion schnell voll wären. Bei dem Zubehör kann man aber getrost zu den günstigeren Alternativen greifen und dort ordentlich Geld sparen.

Fazit: 

Die Quest 2 ist phantastisch und ersetzt mit Leichtigkeit die Go, aber auch die Rift S! 
Viele tolle Spiele, für die ich vorher zwingend das Notebook benötigte, lassen sich jetzt komfortabel und kabellos auf der Quest 2 spielen und Spiele die es nicht auf der Quest 2 selbst gibt, kann ich dennoch über das Link-Kabel spielen. Die Quest 2 bietet somit das beste Preisleistungeverhältnis! 
Denn man darf nicht vergessen: andere kabelgebundene VR-Brillen kosten schon mal 700 oder gar über 1000 Euro und sind dabei nicht grundsätzlich besser.
Wer den Facebook-Zwang nicht mag, der kann die erste Quest kaufen - die bekommt man auch ganz normal aus Deutschland.
 
Empfohlenes Quest 2 Zubehör: 


Sonntag, 8. November 2020

Zweitkamera: iPhone 11 Pro gegen Olympus PEN E-PL9

Meine Hauptkamera ist eine Olympus OM-D E-M5 Mark III (folgend "M5"), die ich nur mitnehme, wenn ich gezielt fotografieren möchte. Daneben habe ich noch eine Olympus PEN E-PL9 mit einem 14-42mm Objektiv (folgend "PEN"). Diese habe ich aus zwei Gründen: Erstens ist sie so kompakt, dass ich diese fast immer mitnehmen kann und zweitens ergänzt sie meine M5 in Sachen Brennweite. 
 
Beide Olympus sind spiegellose Systemkameras mit wechselbaren Objektiven, wobei ich meine PEN nur mit dem 14-42mm Pancake-Objektiv benutze, da sie sonst nicht in meine Jackentasche passt. 
 
Nun habe ich mein iPhone 8 verkauft und mir ein iPhone 11 Pro zugelegt... dieses iPhone hat eine ziemlich geniale Kamera mit einem vierfach Zoom. Mein iPhone 8 war keine sinnvolle/gute Ergänzung zur M5, aber vielleicht ist das iPhone 11 Pro eine? Das überlege ich nun hier...
 

Hinweis: Alle Fotos sind stark verkleinert 

und die iPhone-Fotos sind nicht bearbeitet*!

 *Natürlich kann man auch die iPhone-Fotos bearbeiten und so noch mehr aus den Fotos heraus holen. Jedoch funktioniert das nicht in so einem Ausmaß wie bei den RAW-Fotos einer "richtigen" Kamera. 

 
Links M5, rechts PEN, unten iPhone 11 Pro
 

Fertige Fotos gegen RAW:

Mit der M5 und der PEN fotografiere ich grundsätzlich im RAW-Format, so dass ich die Fotos zwangsläufig "entwickeln" muß. Beim iPhone muß/kann man das nicht. Das sieht so aus: 

(v.l.n.r.) iPhone unbearbeitet, PEN unbearbeitet, PEN bearbeitet
 
Links sieht man das Foto vom iPhone, so wie es aus der Kamera kommt. In der Mitte ist ein unbearbeites RAW-Foto von der PEN, rechts ist das von mir fertig bearbeitete Foto. 
Das iPhone-Foto sieht zwar super aus, es vermittelt jedoch eine völlig falsche Stimmung. Tatsächlich war es dunkel und kalt, was das selbst bearbeitete Foto viel besser rüber bringt. Bei der PEN habe ich die Möglichkeit direkt bei der Aufnahme und auch später bei der Bildbearbeitung das Foto zu beeinflussen. Beim iPhone ist das nur recht begrenzt möglich, die eigene Kreativität wird stark eingeschränkt. Dennoch: Obwohl das iPhone-Foto überhaupt nicht der Realität entspricht, gefällt es mir besser, als das von der PEN. Natürlich könnte ich das Foto der PEN in der Bildbearbeitung genauso "verfälschen" - das ist der Vorteil, wenn man bei der Kreativität die freie Wahl hat. Beispiele:
 
 
Jeweils ein PEN-Foto, aber unterschiedlich bearbeitet.

Brennweiten im Vergleich: 

Das iPhone hat eine Brennweite von 13 bis 52mm KB (vierfach Zoom), mein Pancake-Objektiv der PEN 28 bis 84mm KB (dreifach Zoom). Heißt: das iPhone ist weitwinkeliger und deckt einen größeren Bereich ab, die PEN kann dafür näher heran zoomen.
 
Minimale und maximale Brennweiten im Vergleich
 

Qualitätsvergleich:

Die PEN hat eine höhere Auflösung (16 gegen 12 MP) und einen wesentlich größeren Bildsensor (4/3 gegen rund 1/3 Zoll). Dafür punktet das iPhone mit einer absolut überlegenen Bildverarbeitung. 
Hier ist eine extrem schwere Situation in absoluter Dunkelheit, mit einem leuchtenden Turm und einer sehr hellen, blendenden Werbetafel:

Links iPhone, rechts PEN.

Mit dem iPhone habe ich aus der Hand fotografiert, die PEN stand für eine 20 Sekunden lange Belichtung auf einem Stativ. Das iPhone macht automatisch ein HDR-Foto, wo quasi die dunklen Stellen heller und die hellen Stellen dunkler sind. Bei der PEN muß ich das selbst in der Bildbearbeitung machen. Dafür kann ich aber selbst aussuchen wie hell oder wie dunkel die verschiedenen Stellen sein sollen. Beim iPhone habe ich keinen Einfluss.
Das iPhone-Foto ist dennoch ziemlich sensationell, vor allem ohne Stativ! Aber bei genauerer Betrachtung... 

Vergrößerung - oben iPhone, unten PEN

Auf Grund der Situation und der starken Nachbearbeitung sind beide Fotos nicht besonders toll. Das Foto vom iPhone ist sehr verwaschen und der beleuchtete Schriftzug ist gar nicht zu erkennen. Das Foto der PEN ist dafür sehr verrauscht. 

Beim nächsten Beispiel war die Situation auf Grund der blendenen Sonne ebenfalls nicht einfach, dennoch wurden beide Fotos gut:

links iPhone, rechts PEN

Hier muß ich jedoch sagen, dass mir das Foto von der PEN besser gefällt. Allerdings könnte man bei dem iPhone-Foto auch noch nachbearbeiten und die Farben und den Kontrast etwas verstärken. Dennoch hat das PEN-Foto mehr Details. Das iPhone punktet bei dem Foto mit dem Weitwinkel. 
Das Gleiche gilt für die nächsten beiden Fotos:

oben iPhone, unten PEN

Fazit:

Es ist verdammt knapp! Die drei Kameras im iPhone ermöglichen in Kombination mit der ausgeklügelten Bildverarbeitung phantastische Fotos und das mit nur einem Klick! Natürlich ist die Hardware der PEN generell wesentlich besser - jedoch muß man die Bildverarbeitung selbst durchführen. Dazu gehört Können (was ich nur bedingt habe) und eine Menge Zeit... aber dann bekommt man exellente Fotos! So hat die PEN und das iPhone jeweils ihre Vor- und Nachteile - je nach den Vorlieben des Fotografen.

Die Olympus PEN E-PL9 habe ich jetzt seit einem Jahr und sie ist eine fantastische Kamera: Sie macht überragende Fotos, ist hochwertig und macht einfach Spaß. Durch diese Kamera bin ich überhaupt erst auf das MFT-System aufmerksam geworden und habe daraufhin einen kompletten Systemwechsel von Canon APS-C zu Olympus MFT gemacht (siehe HIER). Trotzdem war die PEN immer nur die Zweitkamera, denn die Olympus OM-D E-M5 Mark III ist in jeder Hinsicht noch fantastischer und noch überragender. 
 
Das iPhone 11 Pro hat sich nun irgendwie dazwischen gedrängt. Die Fotos kommen zwar nicht ganz an die der PEN heran, aber der Abstand ist recht gering und man muß nicht selbst die Bildbearbeitung bemühen (das ist manchmal gut, hat aber auch Nachteile).
 
Für kreatives und anspruchsvolles Fotografieren ist die M5 mit den zahlreichen Objektiven als Hauptkamera einfach unersetzlich! Ein Smartphone kann einfach keine Systemkamera ersetzen, auch wenn manche Fotos den Eindruck erwecken. Ich glaube ich werde bald noch einen Blogeintrag schreiben, warum die M5 dem iPhone so überlegen ist...
 
Ich werde die PEN schweren Herzens verkaufen und nur noch mit der M5 und dem iPhone 11 Pro fotografieren. Denn ich weiß, dass die PEN nun als "Zwischending" im Regal versauern würde. 



Samstag, 22. August 2020

Systemwechsel von Canon (APS-C) zu Olympus (MFT)

Meine erste (analoge) Spiegelreflexkamera war eine Canon A1, mit der ich ein wenig herumknipste. Erst viele, viele Jahre später kaufte ich mir meine erste digitale Spiegelreflexkamera (DSLR): Die Canon EOS 1000D. Mit der war ich rund 6 Jahre lang sehr zufrieden. Dann versuchte ich ein paar Kompakt- und Bridgekameras (Sony, Panasonic, Nikon), aber die stellten mich überhaupt nicht zufrieden! Also holte ich mir wieder eine anständige DSLR: Die Canon EOS 80D! Und ja, mit der war ich mega zufrieden, eine wirklich tolle Kamera! Ich holte mir insgesamt sechs Objektive und versuchte das Thema Fotografie erstmals etwas professioneller anzugehen. Ich fing auch an bei YouTube Filme hochzuladen und ich habe mit der Bildbearbeitung angefangen.


Meine erste Olympus:
Es gab nur ein Problem mit der Canon EOS 80D: sie ist unglaublich groß und schwer und ich wollte die nicht bei jedem Ausflug mitschleppen... also musste noch irgendwas Kleines her! Mit Kompakt- und Bridgekameras hatte ich ja zu viele schlechte Erfahrungen gemacht, also probierte ich die Olympus PEN E-PL9 aus - eine spiegellose Systemkamera (DSLM), die nur unwesentlich größer als eine Kompaktkamera ist und so in die Jackentasche und sogar in manche Hosentaschen passt:

Meine kleine Olympus!

Die kleine Olympus sollte ein Zwischending zwischen Smartphone und Canon sein, ein Kompromiss zwischen Größe und Bildqualität. Aber erstaunlicherweise ist die Olympus E-PL9 so sensationell gut, dass ich gar nicht unterscheiden konnte, welche Fotos ich mit der Canon und welche ich mit der Olympus gemacht hatte.
Ich fand die Olympus in Sachen Autofokus, Handhabung und Bedienung sogar teilweise besser als die Canon! Ich nahm immer öfter die Olympus mit und die Canon wurde etwas vernachlässigt...

Eigentlich wollte ich für die Olympus nur das mitgelieferte Pancake-Objektiv behalten (ich habe darüber damals ein Video gemacht), aber einige Zeit später verkaufte ich das 50mm 1.8 Objektiv der Canon und kaufte mir stattdessen ein Panasonic 25mm 1.7 Objektiv für die Olympus - diese Kombination machte für mich einfach viel mehr Sinn!

Und da fing ich an zu grübeln: Macht die Canon EOS 80D überhaupt noch Sinn?

Die Olympus PEN E-PL9 ist super, würde mir aber nicht als Hauptkamera reichen:
1. Kein Sucher (in vielen Situationen sehr wichtig).
2. Der Bildschirm lässt sich nicht zur Seite klappen, nur nach unten (Video auf Stativ so nicht möglich).
3. Kein Mikrofonanschluß (benötige ich auch fürs filmen).
4. Kleinere Einschränkungen bei den technischen Daten.


Die Entscheidung:
Ein Wechsel vom APS-C-Sensor zum MFT-Sensor wäre grundsätzlich erstmal eine Verschlechterung, da der MFT-Sensor ein wenig kleiner ist. Aber merkt man da überhaupt einen Unterschied? Meine E-PL9 hat nicht nur einen kleineren Sensor als die Canon, sondern auch nur 16 statt 24 Megapixel. Auf den Fotos erkenne ich dennoch kaum einen Unterschied, die Megapixel sind nur beim Vergrößern der Fotos erkennbar.
Aber egal ob 16 oder 24 MP: hier im Blog werden die Fotos mit nur 4 MP dargestellt, auf Instagram sogar mit nur 1 MP! Eine Hochwertigere Olympus hätte zudem 20 MP, da ist der Unterschied zur Canon noch geringer... aber dafür ist der MFT-Sensor moderner und bietet eine verhältnismäßig gute Bildqualität, für die geringe Größe und Auflösung.
Eigentlich wollte ich irgendwann zu einer Vollformatkamera umsteigen (z.B. Sony a7 Mark III) - dieser Sensor wäre vier mal so groß wie ein MFT-Sensor - das ist ein wirklich enormer Unterschied!
Klar, ein Vollformatsensor hat Vorteile beim Rauschverhalten und bei der Tiefenschärfe... aber die meisten Leute sehen einfach keinen Unterschied zwischen Vollformat- und MFT-Fotos! Das bestätigen sogar Profifotografen! Als Laie oder Hobbyfotograf sieht man dort dann ganz sicher keinen Unterschied...
Die Unterschiede (und auch Möglichkeiten) zu Smartphone, Kompakt- oder teilweise auch Bridgekamera sind da sehr viel Größer.

Also war es klar: Ich mache einen Systemwechsel!

In die nähere Auswahl kamen die Olympus OM-D E-M1 Mark III und die OM-D E-M5 Mark III.
Zugegeben: Die M1.3 ist technisch ein wenig besser, aber weil die M5.3 noch ein bisschen kleiner ist und so einen geilen Retro-Look hat, habe ich mich für die M5.3 entschieden ^^
Die technischen Vorteile der M1.3 waren mir persönlich nicht so wichtig, aber eine schöne Kamera bereitet mir einfach Freude bei der Nutzung.


Die Unterschiede:
Wie schon angesprochen hat die M5.3 einen kleineren (aber moderneren) Sensor mit nur 20 statt 24 MP. Den Unterschied nimmt man auf den Fotos aber nicht wahr (Beispielfotos spare ich mir, weil man echt keinen Unterschied sieht!).
Die weiteren Vorteile der M5.3: Kein mechanischer Spiegel, modernere Menüführung und Handhabung, sehr viel kleiner und leichter (auch die jeweiligen Objektive), viel besserer Autofokus, ein ganzer Haufen nützlicher Zusatzfunktionen (Live-Bulb/Composite, ProCapture) 5-Achsen-Bildstabilisiereung am Sensor,...
Vorteile der EOS 80D? Ein Akku reicht für drei mal mehr Fotos und das zweite Display oben auf der Kamera war ganz cool. Aber das ist nichts wirklich Wichtiges... nehm ich halt noch nen zusätzlichen Akku mit! Und das zeigt mir, dass meine Entscheidung absolut richtig war.
 
Die Größen- und vor allem die Gewichtsunterschiede sieht man hier deutlich:
 
 Canon und Olympus jeweils mit einem 75-300 mm Objektiv.
 
Canon mit 10-18mm, Olympus mit 9-18mm Objektiv. 


Die Kosten:
Die ganze Ausrüstung ist hochwertiger, besser (u.a. Lichtstärke bei den Objektiven), neuer und somit auch teurer, als meine Ausrüstung von Canon.
Ich habe mir meine gesamte Ausrüstung gebraucht (aber neuwertig) zusammen gekauft:
- Olympus OM-D E-M5 Mark III inkl. drei Akkus

Insgesamt habe ich für die Kamera und für die fünf Objektive knapp 2000 Euro bezahlt.

Für meine Canon hatte ich ebenfalls fünf Objektive, die von den Brennweiten her ungefähr den neuen Olympus-Objektiven entsprachen. Ich habe das alles bei eBay und eBay-Kleinanzeigen verkauft und dafür noch rund 1300 Euro bekommen.

Der Umstieg hat mich nach Kauf und Verkauf also etwa 700 Euro gekostet.
Dafür habe ich ein viel moderneres System (spiegellos!), welches kleiner und leichter ist und einige Sonderfunktionen bietet. 


Zwei Olympus Kameras?
Ich habe natürlich noch die kleine Olympus PEN E-PL9 mit dem 14-42mm F/3.5-5.6 Pancake-Objektiv. Aktuell also zwei Kameras mit sechs Objektiven. Das Gute dabei: Die Akkus und Objektive passen zu jeweils beiden Kameras!
Aber natürlich habe ich mich jetzt gefragt: Brauche ich die kleine E-PL9 nun überhaupt noch?
Die war schließlich die leichte Alternative zur Canon, aber die neue M5.3 ist nun fast so klein und leicht wie die E-PL9. Aber eben nur fast! Die E-PL9 passt mit dem Pancake-Objektiv in die Jacken- bzw. manche Hosentasche, die M5.3 nicht.
Die M5.3 werde ich wesentlich öfter mitnehmen können als die Canon, aber ich muß die immer mit einem Schultergurt mitführen. Außerdem kann die E-PL9 immer als Zweitkamera dienen - z. B. wenn ich auf der M5.3 eine Teleobjektiv habe, dann kann ich mit der E-PL9 den Weitwinkel abdecken.

Zwei Olympus mit zwei Objektiven wiegen weniger als die Canon mit Teleobjektiv 
oder etwa gleich viel mit Weitwinkel. 
 
 
Fazit: 
Die beste Kamera nützt nichts, wenn sie daheim rumliegt, weil sie zu groß und zu schwer ist!
Ursprünglich wollte ich mir als nächstes eine Vollformat-Kamera zulegen, aber die Olympus PEN E-PL9 hat bereits angedeutet, dass das nicht nötig ist. Mit der Olympus OM-D E-M5 Mark III bin ich super zufrieden, weil sie leicht und kompakt ist, man bei den Fotos keinen Unterschied zu APS-C sieht und auch laut Profis sieht man auch kaum einen Unterschied zu Vollformat. 
Es macht mir riesen Spaß mit der Olympus zu fotografieren, auch weil die Handhabung so gut ist und ich erfreue mich an dem schicken Design.  
Mit dem System bin ich nun für mehrere Jahre bestens ausgerüstet! 

Montag, 20. Juli 2020

Zeitraffer-Video mit der Brinno TLC200 Pro

Seit rund fünf Jahren besitze ich eine Zeitraffer-Kamera: Die Brinno TLC200 Pro
Inzwischen ist die Kamera recht betagt - die Auflösung ist zwar "immerhin" Full-HD, aber die Videos wirken dennoch ziemlich altbackenund qualitativ schlecht.
Hinzu kommt, dass die Kamera zuletzt (vor ziemlich genau einem Jahr) erhebliche, technische Probleme hatte. Wie in meinem Video hier zu sehen ist, war das Zeitraffer-Video am Ende lückenhaft, weil einige der Dateien beschädigt waren. Ich dachte erst, dass es an der Speicherkarte liegen würde, aber ein Wechsel dieser brachte keine Besserung.
Jetzt habe ich eine neue Firmware aufgespielt und siehe da - es klappt wieder :)
Außerdem gab es ein paar Neuerungen mit dem Firmware-Update: Die Videos können jetzt mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde erstellt werden (statt vorher maximal 25) und das fertige Video ist nicht mehr abnormal groß - während ein mehrstündiger Sonnenuntergang vor dem Update noch gut 20 GB in Anspruch genommen hat, sind es jetzt nur noch rund 2 GB!

Trotzdem werde ich mich jetzt von der Kamera trennen...
Zwar funktioniert die Brinno jetzt besser als je zuvor, wie man an meinem ganz aktuellen Zeitraffer-Video sehen kann:



...aber ich bin generell mit der Qualität nicht mehr zufrieden und ich nutze diese Kamera einfach viel zu selten: das hier ist mein fünftes Video innerhalb von fünf Jahren, drei von den Videos habe ich direkt nach dem Kauf gemacht.

Falls ich zukünftig doch noch mal ein Zeitraffer-Video machen möchte, werde ich das mit der iOS-App "Skyflow" (3,49 Euro) machen. Dennoch muß ich zugeben, dass die Brinno Zeitraffer-Kamera einige Vorteile hat:

1. Die Akkulaufzeit:
Für das aktuelle Video war die Kamera insgesamt fünf Stunden in Betrieb (ich habe nicht das gesamte Videomaterial verwendet) und danach war der Akku quasi immer noch voll! Je nach Einstellung halten die Batterien/Akkus (4x AA) bis zu 80 Tage! Ein Smartphone schafft ohne Powerbank nicht mal ansatzweise fünf Stunden!

2. Einfache Handhabung: 
Ein Zeitraffer-Video aufzunehmen ist gar nicht so einfach! Vor der Brinno habe ich meine Canon 1000D dafür verwendet - dafür benötigte ich einen programmierbaren Fernauslöser und anschließend musste ich die Fotos in einem extra Programm zu einem Video konvertieren. Auf dem Smartphone geht das alles schon mal viel einfacher, aber am einfachsten geht es tatsächlich mit der Brinno: Aufstellen, starten, warten, stoppen, fertiges Video auf der Karte!

3. Robustheit: 
Die Brinno kann man (mit dem entsprechenden Wetterschutzgehäuse) auch im Regen und in Kälte verwenden. OK, einige Smartphones können das inzwischen teilweise auch, aber meine alten Kameras waren dafür absolut nicht geeignet.

4. "Verfügbarkeit": 
Wenn ich mit dem Smartphone ein fünf Stunden langes Video machen möchte, dann kann ich das Smartphone fünf Stunden lang nicht für andere Dinge benutzen! Klar, so ein paar Stunden kann man überleben, aber wenn man ein Projekt über mehrere Tage oder gar Wochen machen möchte, dann ist das mit dem Smartphone schon schwierig ^^


Wer also gerne oft und lange Zeitraffer-Videos machen möchte (zum Beispiel auf einer Baustelle), der ist mit so einer Brinno auf jeden fall besser bedient, als mit einem Smartphone. Für alle paar Monate mal ein eher kurzes Video, lohnt sich diese Kamera jedoch nicht.
Also ich verkaufe meine Brinno nun und hoffe, dass der neue Besitzer viel Spaß damit haben wird :)

Eine stets aktuelle Übersicht meiner kompletten Kamera-Ausrüstung ist HIER zu finden. 


Dienstag, 2. Juni 2020

RAW mit dem iPhone + anschließende Bearbeitung am PC

Ich habe nicht immer eine vernünftige Kamera dabei und wenn ich dann mal was Schönes sehe, muß mein iPhone 8 herhalten... So war das auch gestern Abend der Fall, als ich einen tollen Sonnenuntergang sah. Aber man kann auch einiges aus einem Handyfoto herausholen!

Als erstes benötige ich das Foto im RAW-Format und dafür gibt es eine spezielle Kamera-App.
Ich nutze dafür "ProCamera", die gibt es für 6,99 Euro im App Store.

Mit der App konnte ich dieses Foto im RAW-Format machen:

 Das sieht ein wenig unspektakulär aus... 

 Als nächstes bearbeite ich die RAW-Datei auf meinem PC mit dem Bildbearbeitungsprogramm "CyberLink PhotoDirector 11 Ultra":
- Helligkeiten anpassen (helle Stellen dunkler, dunke Stellen heller)
- Kontrast, Schärfe und Dynamik anpassen
- Bestimmte Farben mehr oder weniger hervorheben
- Leichte Vignettierung hinzufügen
- Bild in drei verschiedenen Helligkeitsstufen abspeichern...
- ...und diese drei Bilder zu einem HDR-Bild zusammensetzen

Das Bild nach der 5-10 Minütigen Bearbeitung! 

Dabei ist natürlich zu beachten: Es ist nur ein iPhone 8, weswegen das Foto generell verrauscht und etwas unscharf ist, außerdem bin ich besonders in Sachen Bildbearbeitung immer noch ein Anfänger!

Warum geht das mit einem normalen Foto nicht? Warum braucht man dafür eine spezielle App für RAW-Dateien?
Ein RAW-Foto ist eine völlig unbearbeitete Rohdatei, die aber extrem viele Bildinformationen enthält. Normalerweise verarbeitet das Handy diese Rohdatei zu einem fertigen JPG-Bild. Das Handy entscheidet dabei wie das Foto bearbeitet wird... das ist nicht immer nach den Wünschen des Fotografen, man kann das relativ wenig beeinflussen.
Natürlich kann man auch ein JPG-Bild nachträglich bearbeiten, aber da ein JPG recht wenig Bildinformationen enthält, kann man da einfach nicht besonders viel herausholen.

Donnerstag, 16. April 2020

Overwatch: Geiles Spiel aber miese Community! *UPDATE*

Nach vielen Jahren habe ich endlich mal wieder ein Lieblingsspiel, welches mich täglich für Stunden an den PC fesselt: Overwatch!
Ich habe kürzlich hier berichtet, dass ich ein Problem damit habe, dass mich kein Spiel so richtig fesselt. Das hat sich mit Overwatch nun geändert!

Wer Overwatch kennt, der weiß worum es geht, für alle anderen kurz gesagt: Das ist ein Online-Teamshooter in dem man mit anderen Leuten miteinander und gegeneinander kämpft - sechs gegen sechs. Hier ein Test von GameStar. Und ja, das Spiel macht mir so richtig viel Spaß!

Allerdings habe ich dabei eine Sache vergessen: Ich hasse Menschen!! 

Das mit dem Menschenhass ist bei mir absolut nichts Neues und in der Vergangenheit konnte ich mich immer gut in die Welt der Computerspiele flüchten - auch in Onlinespiele mit anderen Menschen! Aber bei Overwatch krieg ich echt das Megakotzen, was die Leute dort angeht!

Zuletzt habe ich Onlinespiele wie Guild Wars 2, Eve Online oder Counter Strike mit anderen Menschen gezockt und da habe ich irgendwie nie Probleme gehabt.
Während in anderen Spielen Neulinge willkommen sind und denen teils sogar unter die Arme gegriffen wird, schlägt einem in Overwatch als Neuling erst mal nur Hass und Abweisung entgegen!
Man fängt mit Stufe 1 an, was jeder sehen kann und man wird nur runter gemacht, was man denn für ein Idiot wäre... sehr nett! Kenne ich von anderen Onlinespielen einfah gar nicht! Ich habe keine Ahnung, ob in letzter Zeit generell der Umgang bei Onlinespielen beschissener geworden ist, oder ob speziell nur die Overwatch-Community so ein widerlicher Kotzhaufen ist. Man muß halt erst mal rein kommen, alles kennenlernen usw... ist doch normal!

Für nen Anfänger auf Stufe 15 ist 3x Gold und 1x Silber gar nicht so schlecht... 

Ich zocke Overwatch nun seit rund zwei Wochen und bin inzwischen auf Stufe 26 - heißt ich darf endlich bei den Ranglisten mitspielen. Und da ist es so richtig asozial! Meine Fresse!!
Beim normalen, schnellen Spiel zockt man halt einfach für den Spaß, da ist der Druck wohl nicht so groß... bei den Ranglisten schon!
Jeder will irgendwie im Rang aufsteigen und macht das eigene Versagen oder das Versagen der Gruppe dann natürlich stets an anderen fest. Immer! Jeder! Bei jedem!
Da wird gemotzt und geschimpf was das Zeugs hält und natürlich muß jeder ständig allen anderen vorschreiben, welchen Helden er doch besser nehmen sollte. Der selbsternannte Pro-Gamer wählt frei seinen Helden und alle anderen haben sich dann gefälligst nach seinem Geschmack zu richtig...
Spielspaß? Null!

Prima Beispiele: 
a) Ich wähle als Helden einen Heiler, der die anderen Mitspieler heilt...
Ein gar großartiger Mitspieler ist schwer verletzt und schreit nach Hilfe. Ich eile heran um ihn zu heilen, aber er rennt vor mir weg. Er läuft und läuft und läuft.... ich renne hinterher... er schreit um Hilfe... ich renne, er rennt... wir sterben! Und was kommt jetzt? Klar: der Teenager mit Inselbegabung motzt sofort los, warum ihm denn kein Heiler geholfen hat!

Mehr war einfach nicht drin!

b) Das ganze Team ist in einer Gruppe zusammen und bekämpft sehr erfolgreich den Gegner... nur ein Teammitglied hat sich von der Gruppe getrennt und versucht alleine seine persönliche Statistik zu verbessern - was natürlich nicht klappt, weil Overwatch nur als Team funktioniert. Wer hat Schuld an seinem Versagen? Er, weil er sich von der Gruppe getrennt hat, oder alle anderen, die sich gegenseitig unterstützen? Richtig... stets die anderen! Wenn zufällig ein Anfänger im Team ist (damit bin zum Glück nicht immer ich gemeint), dann hat natürlich der Anfänger alleine die Schuld an allem!

c) Plötzlich heiß es in einem Match, dass das Team ja eigentlich nur vier statt sechs Mitglieder hätte, weil zwei "Accountseller" im Team wären. Keine Ahnung was die damit meinen, wen die damit meinen, aber ich fühlte mich irgendwie angesprochen. Das Match lief gut, meine Leistung war auch prima, trotzdem wurde die ganze Zeit rumgemotzt, ohne dass ich wusste worum es überhaupt ging. Am Ende haben wir das Match sogar gewonnen und selbst dann hieß es weiterhin: "Und das mit eigentlich nur vier Spielern..." Also selbst wenn es mal gut läuft und man gewinnt, gibt es immer noch was zu meckern! Es ist also völlig egal ob man gerade gut oder schlecht ist, oder man gewinnt oder verliert!

d) Die Heldin "Moira" ist eine Heilerin, kann aber auch ganz gut austeilen. Sie ist (aktuell) meine Lieblingheldin ^^ Und sie wird von anderen ganz schwer gehasst! So nach dem Motto: "Wenn wir eine Moira im Team haben, dann ist das gut, aber wenn die Gegner eine Moira haben, dann sind das Noobs!" Den besten Satz, den ich in dem Zusammenhang tatsächlich mal gelesen haben: "Moira, hör auf unseren Support anzugreifen!" Sinngemäß ist es also unfair, wenn man als Heiler den Gegner auch mal angreift? Joa..
Natürlich sollte man als Heiler mehr heilen als Schaden verursachen, aber manchmal geht es nunmal nicht anders! Wenn man eine starke Mercy im Team hat, das Team generell gut ist, dann hat man als Moira halt nicht so viel zu heilen... dann teilt man stattdessen einfach mal aus!

Und dann macht man als Heiler nur einen Kill und bekommt dafür Gold! Da fragt man sich echt, was die Pro-Gamer das ganze Spiel lang gemacht haben... aber die Schuld hat sicherlich wer anderes ;) 

e) Ich spiele den Tank Orisa, welcher ein Schild hat. Normal baue ich den Schild auf, die Leute suchen dahinter Schutz und dann macht man halt... nö! Ähnlich wie zuvor schon geschrieben, macht jeder sein eigenes Ding. Als erstes rennen alle Leute vor, so dass mein Schild eh keinen Sinn macht. Stelle ich es dann irgendwo doch mal auf, wird es einfach nicht genutzt. Irgendwann hatte ich dann die Schnauze voll und habe einen anderen Helden gewählt... und wer schreit sofort los? Richtig, irgendein "Pro-Gamer" der sich beschwert, dass es keinen Schild gibt. Allerdings hat er sich nicht beschwert weil er nun kein Schild zum Schutz hat, sondern einfach nur so, weil er gesehen hat, dass es kein Schild mehr gibt. Die Runde haben wir natürlich verloren, schuld war ich, weil ich im Hintergrund kein unnützes Schild mehr aufstellen wollte...


Fazit:
Ich könnte jetzt noch ewig weiter erzählen... jedoch kurz und knapp: Es ist einfach ätzend!
Overwatch ist ein super geiles Spiel, aber dank vielen, asozialen Minusmenschen bekommt das Spiel einen faden Beigeschmack :( Anfänger haben es besonders schwer, aber auch sonst wird auf absolut jedem herum gehackt!Am allerschlimmsten sind höher gerankten Spieler, die offensichtlich völlig frustriert sind und keinen Spaß am Spiel haben und entsprechend niemand anderen Spaß gönnen.
In anderen Spielen ist das bei weitem nicht so schlimm - keine Ahnung warum Overwatch so viel Gesindel anzieht. Seit 20 Jahren zocke ich Onlinespiele, aber so eine beschissene Community, wie die von Overwatch, ist mir in der Zeit echt nicht untergekommen!
Trotzdem mag ich Overwatch! Das Spiel kann ja nichts dafür, dass im Internet nur noch Drecksdeppen unterwegs sind! Trotzdem schade :(


Nachtrag 1: 
Nach vielen Monaten war ich jetzt mal wieder bei Guild Wars 2 online... Ich habe dort dann Dinge gesehen, die ich noch nicht kannte und ich fragte im Chat nach, was das denn wäre. Ich habe unverzüglich eine präzise und freundliche Antwort bekommen! Keine dummen Witze, keine Beleidigungen, was ich denn für ein unwissender Noob wäre - einfach eine freundliche Antwort! Es entwickelte sich sogar kein kleines, nettes Gespräch...
Der Unterschied zwischen Guild Wars 2 und Overwatch ist da einfach gigantisch! Wie Tag und Nacht!
Keine Ahnung, warum sich bei Overwatch so viele Drecksdeppen tummeln... 

Nachtrag 2: 
Und jetzt noch mal ein richtig schönes Negativbeispiel für OW... Ich habe es noch mal bei der Rangliste versucht, nachdem eine neue gestartet ist. Ganz frisch, ich komme gerade online, wähle meinen Helden aus und schon jammert jemand (mit einem wesentlich höheren Rang!), dass er gerne meinen Helden hätte. Das habe ich erstmal ignoriert - denn ich finde ein Profispieler sollte mehr als nur einen Helden spielen können. Aber dann fingen auch andere Spieler an mich unter Druck zu setzen... Und dann habe ich das Match einfach verlassen, bevor es losging! Ich weiß, ist auch nicht so die feine, englische Art, aber bei so einer miesen Stimmung direkt zu Anfang habe ich einfach keinen Bock weiter zu machen oder irgendwie zu diskutieren.
Ich wiederhole mich: Die größten Drecksdeppen von ganz Overwatch tummeln sich in den Ranglisten-Spielen! Meine Fresse, ist das ein asozialer Haufen!! Und tausendmal schlimmer als die "ach so schlimmen Noobs"!

Nachtrag 3: 
Zum allerersten Mal (nach 5 Wochen und 38 Spielstunden!) habe ich mal was positives von der Community erlebt:


Das "GG" (= good game) nach dem Spiel ist ja etwas obligatorisch... aber dass sich jemand bei mir persönlich bedankt hat, habe ich in diesem Spiel noch nie erlebt! In 38 Stunden mal EIN freundlicher Satz ^^ Das fand ich in diesem Spiel voller Kacke einfach unglaublich toll!