Sonntag, 28. Juli 2019

Meine neue Kameraausrüstung! (EOS 80D, iPhone 8, Brinno,...)

Nachdem ich einige Jahre lang keine digitale Spiegelreflexkamera hatte, habe ich mich jetzt wieder komplett eingedeckt. Ich möchte wieder meinem alten Hobby Fotografie nachgehen und das diesmal ernsthafter und intensiver als je zuvor.
Ich habe dafür meinen alten Instagram- und Youtube-Account reaktiviert, sowie eine ganz neue Facebook-Seite zum Thema Bochum erstellt.

Dies ist meine aktuelle Ausrüstung:
- Kamera: Canon EOS 80D
- Objektiv: Canon EF-S 10-18mm 1:4.5-5.6 IS STM
- Objektiv: Canon EF 50mm 1:1.8 STM
- Objektiv: Tamron AF SP 70-300mm 1:4-5.6 Di VC USD
- Objektiv Canon EF-S 18-135mm 1:3.5-5.6 IS STM
- 64 GB Speicherkarte (170MB/s)
- Kleines, flexibles Stativ und großes Stativ
- zwei Ersatzakkus mit Ladestation
- Handschlaufe und Schultergurt statt dem normalen Canon-Trageband
- Funkauslöser
- 1000er ND-Filter
- Rode VideoMicro Mikrofon

Wenn die EOS 80D mal nicht griffbereit ist, dann filme und fotografiere ich mit einem iPhone 8. Mit meinem iPhone SE war ich zwar generell zufrieden, die Kamera hat es aber nicht wirklich gebracht...
Außerdem habe ich noch eine Brinno TLC200pro Zeitraffer-Kamera, die auch noch ab und zu zum Einsatz kommt.

Für den Videoschnitt benutze ich das kostenlose Programm OpenShot Video Editor

Mittwoch, 19. Juni 2019

Freenet FUNK: billig, billiger, absolut kein Service!

Ich hatte die echte LTE-Flatrate von O2 ("Free Unlimted Flex", monatlich kündbar), welche monatlich 65 Euro kostet. Ich berichtete bereits HIER darüber.
Nun kam "Freenet FUNK" ins Spiel, die das Gleiche für nur 30 Euro anbieten (sogar täglich kündbar), allerdings mit einigen Einschränkungen:

1. Vertragsverwaltung nur per App - das ist kein Problem.
2. Kein Roaming - bin eh nie im Ausland.
3. Bezahlung nur per Paypal - hab ich, mach ich gerne.
4. Service nur über WhatsApp - hab ich auch, finde ich praktisch.

Prima! Also ich kündigte ich meinen O2-Vertrag, wechselte zu FUNK und sparte von nun an 35 Euro monatlich!

Das böse Erwachen kam jedoch schnell:
Das mit der App oder dem Roaming störte mich weiterhin nicht. Das mit Paypal war allerdings schon etwas nervig, denn Freenet bucht den Beitrag täglich ab: jeden Tag 99 Cent! Jeden Tag eine Paypal-Benachrichtigung, jeden Tag eine Mail und jeden Tag 99 Cent auf der Kreditkartenabrechnung! Nervig... aber verkraftbar!
Viel schlimmer: Das mit meiner Rufnummermitnahme klappte nicht!

Da tut sich rein gar nichts!

Die Portierung meiner alten Handynummer sollte nur ein paar Tage dauern, maximal 10 Tage. Es tat sich aber nichts! Nach 10 Tagen meldete ich mich per Whatsapp beim Kundenservice, dass meine Nummer noch nicht portiert wurde und ich bekam die Antwort, dass das komisch wäre und dass man dies an das "Portierungsteam" weitergeben würde. Ein paar Tage später erkundigte ich mich erneut, was denn nun der Stand der Dinge wäre - man würde sich darum kümmern... Ich fragte nach ein paar Tagen erneut und nach insgesamt 20 Tagen erneut...

Vier Anfragen, vier mal inhaltslos vertröstet! 

Man hat auch keine Chance die anders zu erreichen, um das Problem irgendwie zu lösen. Man schreibt denen per Whatsapp und nach ein paar Stunden (oder nach einem Tag) wird man inhaltslos abgespeist. Nachhaken und Druck machen half nichts!

Unter meiner alten und überall bekannten Nummer war ich nicht mehr zu erreichen und wenn die 30-Tage-Frist der Nummernfreigabe abgelaufen wäre, wäre meine Nummer einfach weg gewesen! Das wäre extrem tragisch gewesen, da ich seit einer Ewigkeit meine sehr tolle, einfach zu merkende Nummer habe, die ich ungern verlieren möchte.

Freenet FUNK war somit für mich gestorben... 
Ich kontaktierte O2 per Facebook-Messenger (hätte auch telefonisch oder über die O2-Webseite funktioniert) und sofort wurde die Reaktivierung meines alten Vertrages eingeleitet. Das sollte eigentlich ein bis drei Tage dauern, als nach drei Tagen aber nichts passiert ist, kontaktierte ich O2 erneut... immerhin hat man bei O2 das Gefühl, dass sich da kompetente Leute um einen kümmern und dass man nicht abgespeist wird. Ich bekam echte Informationen dazu, wie der Stand der Dinge ist! Am nächsten Tag war mein Vertrag schließlich reaktiviert und ich hatte meine alte Nummer wieder zurück.

Was mir im Nachhinein noch bewusst wurde: Ein Tag Kündigungsfrist heißt andersherum, dass Freenet auch mir innerhalb eines Tages kündigen könnte. Genau solche Situationen gab es in der Vergangenheit häufig bei Billiganbietern: Nutzt ein Kunde eine Flatrate zu viel, wird er einfach aus Kostengründen gekündigt. Bei FUNK stünde man von einen auf den anderen Tag ohne aktiver SIM da!
Freenet hat zwar schon getwittert, dass die keine Poweruser kündigen werden, aber der Tarif ist gerade erst gestartet... das wäre mir einfach zu riskant! 


Fazit: 
65 Euro monatlich tun schon ein wenig weh... aber durch Freenet FUNK habe ich verstanden wie wichtig guter Service sein kann - dafür zahle ich dann gerne auch mehr!
Service über Whatsapp ist generell nichts schlechtes, aber der Service sollte ganz einfach auch gut sein - so wie bei O2!

Mittwoch, 12. Juni 2019

Rezept: Vegane, asiatische, gebratene Nudeln

Das komplette Rezept (mit Zubereitung) findet ihr auf Youtube:


Zutaten für zwei Personen:
- drei Portionen asiatische Schnellkochnudeln
- Karotten
- Blumenkohl
- Frühlingszwiebeln
- Knoblauch
- Salz und Pfeffer
- Sojasauce
- Algen/Nori
- Süße (Zucker oder Stevia)
- Schärfe (z.B. Sambal Oelek)
- Sonnenblumenöl zum anbraten
- Sesamöl für den Geschmack

Bei den Zutaten kann man natürlich variieren. Die Algen sind kein Muß, man kann auch anderes Gemüse und Pilze nehmen. Auch die Würzung ist Geschmackssache.

Zubereitung:
- Die Schnellkochnudeln in warmen Wasser einweichen
- Gemüse und Knoblauch klein schneiden und in Sonnenblumenöl kurz anbraten (außer das Grün von den Frühlingszwiebeln)
- Wasser zum Gemüse geben und Gemüse gar kochen
- wenn kein Wasser mehr in der Pfanne ist, Nudeln und Gewürze dazu geben und ordentlich anbraten
- kurz vor Ende die grünen Frühlingszwiebeln und die Algen dazu geben


Guten Appetit :)


Dienstag, 11. Juni 2019

Vom Blogger zum Vlogger - ich bin jetzt bei Youtube!

Meinen Blog "Birger Unterwegs" gibt es seit 2008 und zusammen mit "Birgers Autoblog" habe ich bis jetzt über 409.000 Klicks - danke dafür :)
Der Autoblog hat zumindest ein Konzept, "Birger Unterwegs" eher nicht... hier schreibe ich einfach über alles und das in den letzten Jahren nichtmal besonders oft.
Ich bemühe mich aktuell in beiden Blogs wieder mehr zu schreiben, aber darüber hinaus vlogge ich jetzt auch bei Youtube! Ich versuche es zumindest...

Meinen Youtube-Kanal zum Blog gibt es auch schon seit 2014 und dort habe ich bisher 15 Videos mit insgesamt knapp 44.000 Klicks und sage und schreibe 12 Abonennten :D
Also kaum der Rede wert...
Ich habe den Kanal aber auch derbe vernachlässigt und die Videos dort waren eher begleitend zum Blog und für sich alleine haben die Videos nicht immer Sinn gemacht.
Kurz: Ein sinnloser und belangloser Kanal! 

Durch verschiedene Vlogger, die ich mir regelmäßig und gerne anschaue, habe ich voll Bock drauf selbst zu vloggen und dank meiner neuen Canon EOS 80D (die ich mir eigentlich nur zum fotografieren gekauft habe) hab ich auch direkt eine professionelle Vlogging-Cam am Start - das wars dann aber auch schon mit der Professionalität auf dem Kanal ;) Also einfach mal drauf loslegen und schauen was passiert...

Hier ist mein erster Vlog, der nur eine kurze Vorstellung ist:


Ja, ich bin noch reichlich nervös... ist echt das erste Mal in der Form vor der Kamera!
Professionell ist das Ganze natürlich nicht, genau so wenig wie mein Blog. Der Vlog wird eigentlich wie mein Blog.
Ich würde mich dennoch über ein Like und ein Abo freuen :)

Montag, 10. Juni 2019

Verlogene, vegane Youtuberin "JANAklar"

Ich habe erst vor ein paar Tagen einen ausführlichen Blog-Eintrag über scheiß Veganer geschrieben, aber "JANAklar" hat einen eigenen Blog-Eintrag verdient!

Vor etwa nem 3/4 Jahr wurde ich Fan von Jana, als ich begann ihre Videos über Minimalismus zu schauen. Ich fand die Videos sehenswert, Jana kam sympathisch rüber, der Inhalt war interessant und es half mir echt weiter. Sie machte auch Videos über Veganismus, die ich mir ebenfalls anschaute. Und da ich damals eh schon "fast" vegetarisch lebte, wagte ich dank ihr den Sprung zum Veganismus und ich bin bis heute noch gerne vegan. Alles super!

Dann kam irgendwann ein Werbevideo für irgendeinen Bluetooth-Lautsprecher - das Video hat sie inzwischen wohl gelöscht? Ich fand das sehr komisch, das passte nicht zur minimalistischen Jana, die jetzt plötzlich solches Zeugs an die Leute bringen will.
Aber OK... juckt keinen! Aber das war der Anfang vom Untergang...

Einige Zeit später kam ein fragwürdiges Video:
"Minimalistisch packen - 3 Wochen Hawaii MIT DEM RUCKSACK - Nachhaltig(er)"
Ja... da hab ich mich schon gefragt, was ein Interkontinentalflug mit Minimalismus oder gar Nachhaltigkeit zu tun hat. Hier ging es dann definitiv in die Richtung, die ich in meinem Blogeintrag "scheiß Veganer" beschreibe.
Klar ist es in Ordnung in den Urlaub zu fliegen und damit die ganze Welt zu verpesten... für Leute denen das echt scheißegal ist, ist das völlig OK! Wer aber was von Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Regionalität faselt, der sollte einfach nicht fliegen!

Wasser predigen und Wein saufen! 

Es folgten dann noch einige Videos zu und aus Hawaii, was mir dann schon gewaltig auf den Sack ging! Jana war da schon irgendwie für mich gestorben...

Zuletzt hat sie wieder mal ein neues Werbe-/Kooperationsvideo online gestellt: diesmal ging es um Hofer (gehört zu Aldi Süd und ist in Österreich). Sie schwärmt im Video davon wie toll doch Aldi ist (ich sag jetzt Aldi dazu!), was es dort für tolles Obst und Gemüse gibt.
Dass Aldi die Massentierhaltung erst so richtig in Schwung gebracht hat und noch heute der schlimmste Verursacher für Massentierhaltung ist (billiges Fleisch, billige Milchprodukte, billige Eier), interessiert die Veganerin in diesem Moment natürlich nicht.
Aldi zahlt wohl zu viel, um die für irgendwas zu kritisieren.

Und hat sie nicht mal auf YouTube oder Instagram erwähnt, dass sie Obst und Gemüse am liebsten auf dem Markt kauft? Ich finde es nicht mehr... für Aldi gelöscht? Ich weiß es gerade echt nicht nicht. Ich hab irgendwie in Erinnerung, dass sie gerne auf Wochenmärkte und in Bio-Läden geht... kann mich da aber auch täuschen. 

Ich habe unter ihr Aldi-Video dann auch mal meine Meinung geschrieben, dass ich das alles nicht gut und sehr verlogen finde und dass ich mein Abo nun kündige... und tatsächlich habe ich von ihr dann eine arg freche Antwort erhalten. Was ich und sie geschrieben haben, ist uninteressant, interessant ist, dass sie überhaupt reagiert hat!
Denn die letzten Monate hatte ich sie mehrmals bei YouTube und bei Instagram wegen Foodsharing befragt (als damaliger Fan und wirklich freundlich) und leider nie eine Antwort erhalten. Also lernen wir daraus:

Freundliche Fragen zu einem nachhaltigen Lebensstil werden nicht beachtet, 
aber die Werbepartner werden umgehend in Schutz genommen.

Natürlich muß der nächste Langstreckenflug finanziert werden, das macht man dann auch mal gerne mit dem schlimmsten Massentierhalter überhaupt! Nestlé soll wohl auch recht gut bezahlen... die haben ja schließlich auch vegane Produkte die man bewerben kann.

Scheiß auf Tiere und Umwelt - ich bin vegan!

Also ich bin mit "JANAklar" fertig! Es war echt mal schön, hat früher Spaß gemacht, hat mir beim Minimalismus ansporn gegeben und mich zum Veganismus geführt.
Aber inzwischen besteht der Kanal nur noch aus verlogenen Videos und aus ganz viel Selbstdarstellung. Schade, einfach nur schade... aber sie ist eben auch nur eine ganz normale Veganerin, wie sie genau in mein Weltbild passt -.- 

P.S.: "Vegan ist ungesund" sehe ich auch gaaaaaanz laaaaangsaaaaaam abdriften...


*UPDATE 19.06.2019*
Jana hat jetzt ein neues Video veröffentlicht, in dem sie das mit den Flugreisen ein wenig kritisch betrachtet und überdenkt. Wäre ein Schritt in die richtige Richtung, wenn sie in Zukunft auf Flugreisen verzichten würde und Umweltschutz nicht mehr nur predigen würde, sondern auch aktiv leben würde. Ich fände es toll von ihr!

Montag, 3. Juni 2019

Konsum, Arbeit und Ansprüche minimalisieren und das Leben genießen!

Vorab: Dieses Thema sprengt so dermaßen den Rahmen, dass ich mich hier einigermaßen kurz halten werde und dafür nach und nach verschiede Punkte noch mal in extra Blogeinträgen unter dem Oberbegriff "Minimalismus" veröffentlichen werde.

Das Leben besteht aus einem Teufelskreis aus Konsum, Arbeit, Schulden und Depressionen, wie ich in den letzten Jahren selbst erleben musste.

2002 (da war ich 21 Jahre alt) musste ich gezwungenermaßen in meine erste eigene Wohnung ziehen - Recklinghausen, 44 qm, 2 Zimmer, gar nicht mal so klein für die erste Wohnung. Damals übernahm ich noch die Möbel der Vormieterin, viel Zeugs aus meiner Kindheit und Jugend besaß ich zu dem Zeitpunkt nicht mehr.

Mein gesamter, persönlicher Besitz passte quasi in einen Renault Kangoo.

Danach folgte eine 60 qm Wohnung und schließlich eine 70 qm Wohnung, in der ich aber nicht mehr alleine wohnte. Meine damalige Beziehung ging nach 4 Jahren in die Brüche und ich zog in meine bis dato kleinste Wohnung: Mülheim an der Ruhr, 37 qm, 1 Zimmer, aber zwei Kellerräume die bis unter die Decke vollgestopft waren! Die kleine Wohnung war ebenfalls reichlich gefüllt.  

Mein gesamter, persönlicher Besitz benötigte rund drei große Mercedes Sprinter. Ein Umzug fand sogar mal mit einem 7,5 Tonnen LKW statt!

Zu der Zeit bekam ich meinen ersten richtigen Vollzeitjob (den ich noch heute ausübe) und ich gab das verdiente Geld fleißig mit beiden Händen aus!
Ich kaufte Haufenweise Krimskrams, Elektronik, Motorräder, Roller, machte Schulden, machte den Autoführerschein, kaufte ein Auto und schließlich eine Eigentumswohnung, die ich an meine Schwester vermietete... allerdings verstritten wir uns, ich musste die Wohnung mit Verlust verkaufen und so stand ich am Ende mit insgesamt 20.000 Euro Schulden da!

2010 kam ich mit meiner jetzigen Freundin zusammen und 2011 zogen wir zusammen nach Bochum: über 70 qm, 2 Zimmer und ein großer Kellerraum. Ich häufte immer mehr Gerümpel an...
2015 zogen wir nach Mülheim in ein Mobilheim mit nur noch rund 40 qm. Dafür musste ich mein Hab und Gut ordentlich reduzieren, weil der Platz einfach fehlte.
Ich konnte mein Zeugs einigermaßen reduzieren und entdeckte so gaaaaanz langsam den Minimalismus für mich.
Ich fing an den Konsum leicht zurückzuschrauben, dafür arbeite ich viel mehr, um meine zwei Kredite (20.000 Euro Altlasten und noch mal 20.000 für das Mobilheim) abzubezahlen.
2018 mussten wir aus rechtlichen Gründen das Mobilheim wieder verkaufen (immerhin ohne Verlust) und zogen zurück nach Bochum. Wir entschieden uns bewusst für eine etwas kleinere Wohnung: 48 qm, 2 Zimmer, mit Garten und Kellerraum. Wir leben inzwischen so minimalistisch (besonders meine Freundin), dass die Wohnung fast schon leer wirkt. Kein Vergleich zu den vollgestopften Wohnungen zuvor und auch der Keller ist relativ luftig gefüllt. 
Wie ich mein Hab und Gut erfolgreich reduzieren konnte, werde ich später in einem extra Blogeintrag noch ausführlicher erzählen.

Die 20.000 Euro Altlasten bereiteten mit große Sorgen und schlaflose Nächte, ich war nervlich echt am Ende und hatte (unbegründete) Angst meinen Job zu verlieren und dann meine Schulden nicht mehr abbezahlen zu können. Ich arbeite sehr viel und gab weniger aus, um die Schulden möglichst schnell abzubezahlen können. Anfang 2018 kaufte ich mir dennoch den Smart Fortwo und den Honda Roller auf Pump. Neben den Ratenzahlungen legte ich zusätzlich jeden Monat mindestens(!) 600 Euro zur Seite, um den Kredit Ende 2018 schließlich vorzeitig abbezahlen zu können. Endlich schuldenfrei!
Ich beschloss meine Ausgaben von nun an möglichst gering zu halten und ich reduzierte ganz langsam meine Arbeitszeit. Ein tolles Gefühl!

Knapp 2 Monate lang ging es mir hervorragend und ich hatte keinerlei Sorgen wegen Finanzen, Job oder Zukunft, da traf mich der nächste Schicksalsschlag im Januar 2019: diesmal auf menschlicher Ebene... Wieder war ich verzweifelt, am Boden zerstört und ich konnte wieder nicht vernünftig schlafen. Kann ich echt immer nur unglücklich sein?
Das war endgültig der Zeitpunkt, wo ich die Schnauze gestrichen voll hatte und generell extrem umdenken musste:

Es kann nicht sein, dass das persönliche Glück und Wohlbefinden immer nur von Geld, Job, Konsumgütern und anderen Menschen abhängig ist!

Um mein Leben richtig genießen zu können, muß ich mich also von allen Zwängen und Verpflichtungen verabschieden - so gut es eben möglich ist...

Menschen: 
Im Kopf befreite ich mich von der Zwangsvorstellung, dass bestimmte Menschen unglaublich wichtig für einen wären und dass man ohne sie unglücklich wäre. Menschen kommen und gehen, sie bringen Glück und Unglück. Das darf man sich alles nicht zu sehr zu Herzen nehmen. Man sollte den Moment so gut wie möglich genießen und dabei nie vergessen, dass es jeden Moment vorbei sein könnte.
Man kann sich auch auf keine Menschen verlassen, wie ich oft genug selbst erleben musste: sei es Familie, Kumpels, Kollegen oder Exfreundinnen. Ich wurde einfach zu oft enttäuscht! Immer und immer wieder...
Aber das macht mir nichts mehr, ich habe daraus gelernt und habe jetzt eine entsprechende Einstellung: "Wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen!" oder auch ganz banal: "Ich hasse Menschen!"  

Konsumgüter:
Wir haben eine tolle Wohnung mit einem tollen Garten, die pro Person gerade mal knapp 300 Euro kostet - warm mit allen Nebenkosten wie Strom, Versicherungen, Internet und was sonst noch so anfällt. Für mich ist es inzwischen unvorstellbar, wie man sich 20, 30 oder gar 40 Jahre lang mit dem Abbezahlen eines viel zu großen Hauses beschäftigen kann.
Auto, Smartphone, Fernseher: Alles muß groß und teuer sein und möglichst regelmäßig neu gekauft werden. Bullshit! Kleinwagen statt SUV, Smartphone und Fernseher gehen auch paar Jahre länger. Nicht immer nach dem Größten und Teuersten schauen!

Ich kaufe nicht nur weniger, ich versuche zudem immer mehr nach dem Prinzip des Minimalismus zu leben und meinen vorhandenen Besitz zu reduzieren. Viel Besitz stresst das Unterbewusstsein, das habe ich deutlich gemerkt! Die letzten paar Jahre ich habe ich verdammt viel verkauft, verschenkt und weggeworfen (was echt gar nichts mehr wert war) und nun besitze ich so wenig wie lange nicht mehr.

Als Beispiel  der Kleiderschrank: Früher hatte ich den typischen 2 Meter breiten und 2 Meter hohen Kleiderschrank, der bis auf den letzten Zentimeter gefüllt war. Heute besitze ich nur noch eine kompakte Kommode, von der gerade mal vier Fächer mit meiner Kleidung gefüllt sind.

Ich arbeite weiter daran, noch weniger zu besitzen und vor allem noch weniger zu konsumieren. Zu dem Thema werde ich in einiger Zeit noch mehr schreiben.

Arbeitsplatz und Geld:
Auch dieses Thema werde ich in naher Zukunft detaillierter ausführen. Nur so viel: da ich meine Fixkosten drastisch reduzieren konnte, kann ich auch meine Arbeitszeit reduzieren. Von ehemals 200 Stunden pro Monat arbeite ich aktuell nur noch 168 Stunden und vermutlich werde ich in naher Zukunft nur noch 156 oder gar 132 Stunden im Monat arbeiten (was bei meinen 12-Stunden-Schichten einer 2,5-Tage-Woche entspricht).

Ohne Schulden und übermäßigen Konsum kann man weniger arbeiten!

Ich konnte meine gesamten Fixkosten (wirklich alles inkl. Auto!) auf 700 Euro drücken - so habe ich zum Beispiel bei einem 1400 Euro Gehalt satte 700 Euro übrig, die ich mir auf den Kopf hauen oder sparen kann. Bei der gewünschten 2,5-Tage-Woche hätte ich netto etwa 1050 Euro, ich könnte die Fixkosten auf 550 Euro drücken und hätte so immer noch 500 Euro zur freien Verfügung. Das reicht für ein angenehmes Leben mit viel Freizeit! Schaffe ich es auf mein Auto komplett zu verzichten, würde ich noch mal enorm viel Geld einsparen.

Wohlbefinden: 
In mir macht sich langsam Seelenfrieden breit... naja, nenne ich es doch lieber Wohlbefinden, das ist weniger abgedroschen.
Ich habe keine Last mehr auf den Schultern, was Geld/Schulden, Job und Menschen angeht. Keine Verpflichtungen, keine Verantwortung, keine Zukunftsängste.
Ich arbeite weniger, habe mehr Freizeit, ich genieße meine Zeit, ich werde langsam zum Müßiggänger und Minimalisten.
Ich bin noch nicht am Ziel, ich bin eher noch relativ am Anfang, aber ich komme recht schnell voran. Besonders eilig habe ich es zum Glück eh nicht.
Es läuft :)


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Anleitung zum Müßiggang
Minimalismus - Der schönste Lebensstil
Simplify Your Life

Samstag, 1. Juni 2019

(Die meisten) Veganer sind super nervige, ätzende Arschlöcher! *UPDATE*

Bevor losgeschrien wird, dass ich ja gar keine Ahnung habe: ich bin selbst Veganer. Ich kriege also sehr viel mit und spreche hier aus eigener Erfahrung. Und natürlich sind nicht alle Veganer so... aber verdammt viele!
Und nein, ich selbst bin auch kein Vorzeige-Veganer oder Hardcore-Öko - das habe ich auch nie von mir behauptet und ich belehre auch nicht dauernd andere. Aber ich praktiziere auch keine Doppelmoral, oder rede mein schlechtes Verhalten schön.

Vor über einem halben Jahr war ich selbst noch kein Veganer, aber ich habe sehr wenig Fleisch gegessen. Ich habe mich damals auch geweigert vegan zu werden, weil ich nicht "wie die" sein wollte. Denn woran denkt man als erstes, wenn man "Veganer" hört? Richtig: "Och neee, nerv mich nicht!" Und ja, genau so sind Veganer auch! Sie nerven absolut jeden!
Ich versuche möglichst so wenig Leuten wie möglich zu sagen, dass ich Veganer bin, weil das eben nur Probleme macht und die Leute direkt genervt sind. Auf der Arbeit haben ein paar Leute das zufällig mitbekommen und die erste Reaktion war ein Augenverdrehen - verständlich!
 
Ganz schlimm im Internet, wo die alle permanent mit einem erhobenen Finger unterwegs sind und den Fleischessern erzählen, wie dumm es doch ist Fleisch zu essen. Die erreichen damit nur das Gegenteil! Ich glaube niemand wurde jemals vegan, weil er zuvor von einem penetranten Veganer beleidigt wurde... ich auf jeden Fall nicht! Bei mir hatte es andere Gründe und ich habe mich für mich dafür entschieden. Und genau deswegen gehe ich anderen auch nicht auf den Sack. Ich bin jetzt seit über einem halben Jahr vegan und ich glaube ich habe noch nie einen Fleischesser irgendwie beeinflussen wollen, geschweigedenn beleidigt oder genervt! Meine Freundin ißt Fleisch und ich bin immer noch mit ihr zusammen und küsse sie sogar - das ist etwas, was viele Veganer nicht machen! Die beenden Freundschaften und Beziehungen, weil Fleisch ja angeblich soooo ekelhaft ist - aber hauptsache Ersatzprodukte essen, die genau so schmecken wie Fleich.

Seit ich vegan bin, bin ich verstärkt in veganen Gruppen bei Facebook und in veganen Kanälen bei Youtube unterwegs.
Veganer feiern in erster Linie sich selbst: sie halten sich für unglaublich überlegen, was sie auch ständig allen Leuten mitteilen müssen. Sie haben die einzig wahre und richtige Ernährungsform und alle anderen sind blöd. Und weil Veganer ja so unglaublich toll sind, dürfen sie sich andere Dinge erlauben: Zum Beispiel die Umwelt mit Flugreisen und dicken SUVs verpesten, extra viel Plastikmüll produzieren oder auch zu dem sonst so verhassten Nestle-Konzern greifen - denn man ist ja vegan, das gleicht das wieder aus.
Ganz einfach nein! Vegan spart man zwar etwas CO2 ein und schont die Umwelt und ist auch frei von Tierleid, aber wer dann mit dem Flugzeug fliegt, dem dicken SUV herumfährt und extra viel Plastikmüll prodzuziert, der ist unterm Strich einfach eine Umweltsau! Da kann man noch so vegan sein.
Natürlich gibt es dann Veganer die damit argumentieren, dass es ihnen nur um die Tiere geht, nicht um die Umwelt. Gut, das ist dann zumindest ehrlich und daran ist dann nichts auszusetzen! Aber dann sollen diese Leute nicht mit erhobenen Zeigefinger herumlaufen und anderen erzählen was sie alles falsch machen!

Ein prima Beispiel ist gerade der lächerliche Hype um den veganen "Beyond Meat Burger" - ein reichlich teures Fertigprodukt aus den USA. Das gibt es jetzt auch bei Lidl - zwei Burger-Patties für 4,99 Euro!
Die Veganer flippen komplett aus! Besonders schlimm in der Facebook-Gruppe "Vegan-Tipps für alle" (von der "Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt"). Die Veganer veranstalten riesige Hamstereinkäufe bei Lidl und posten dann auch noch stolz Fotos davon... so nach dem Motto "Ich habe 50 Packungen, mir egal, dass die anderen nichts mehr abbekommen" - sehr nett und sozial... Aber so kennt man Veganer. Und alle anderen Veganer feiern das ohne Ende (bis sie realisieren, dass sie deswegen keine mehr abbekommen)!

Quelle Facebook

Es gibt reichlich Leute, die sich 10, 20 oder gar 50 Packungen gekauft haben. Fragt man die, ob die Burger wirklich so gut schmecken, kommt häufig die Antwort "Keine Ahnung, hab die noch nicht probiert." Die Leute geben also tatsächlich bis zu 250 Euro für einen Haufen Fertigessen aus, von dem sie nichtmal wissen wie es schmeckt! Was für eine dreckige, gelenkte Konsumgesellschaft! Hauptsache kaufen!! KONSUM!!!

In der Gruppe "Bochum Vegan" wurde freundlich darum gebeten nicht alle Packungen weg zu kaufen... und da postet trotzdem jemand folgendes darunter:

Quelle Facebook

Ich zähle 16 Packungen! Wie unfassbar asozial ist das bitte? Besonders in dem Fall hier: "Bitte kauft nicht so viele aufeinmal, dass andere auch was davon haben." - "Nein,ich habe alle gekauft, so dass niemand anderes was davon hat!" 
Noch egoistischer geht es kaum... aber das ist ein recht typischer Veganer, denn genau das haben viele getan. Einer der Admins findet das alles sehr lustig und kann es gar nicht verstehen, dass man auch auf andere Rücksicht nehmen sollte. Ein typischer Veganer eben: "Scheiss auf alles und jeden, hauptsache ich bin gut versorgt!"  

Heute ist das Geheule auf der Facebook-Seite von Lidl groß: Massig Veganer beschweren sich, dass keine "Beyond Meat Burger" mehr vorrätig sind. Wer hat Schuld? Die paar Veganer, die sich den ganzen Einkaufswagen damit vollgepackt haben, oder Lidl, die nicht mit so vielen asozialen Egoisten gerechnet haben? Richtig: Lidl ist schuld!

Aber wehe man kommt denen dann damit, dass Fertigessen ungesund ist.
Meine Freundin hat mir einen super leckeren, veganen Burger gemacht:


Alles selbst gemacht (bis auf die Brötchen, die sind aus dem Müll containert): die Burger-Patties sind aus roten Linsen und Haferflocken, die Saucen, die Kartoffelspalten... alles selbst gemacht und die Zutaten sind hauptsächlich containert.
Das habe ich in der Gruppe "Vegan-Tipps für alle" gepostet und die Reaktionen waren eine Katastrophe: ich wurde beschimpft, beleidigt und gefragt, was ich denn gegen Fertigessen hätte...
Also mit anderen Worten: Veganes Fertigessen ist super gut, für selbstgemachtes Essen hat der hippe Veganer keine Zeit und ich soll das nicht schlechtreden (was ich nichtmal getan habe). Mit gesunden und nachhaltigen Essen haben Veganer einfach nichts am Hut.


Ich könnte eigentlich ewig weiter schreiben, aber ich fasse jetzt einfach mal kurz zusammen, was ich die letzten 6 Monate gelernt habe:

Umwelt verpesten ist OK - so lange man vegan ist.
Viel Plastikmüll ist OK - so lange man vegan ist. 
Produkte von Nestle sind OK - so lange man vegan ist.
Rechtradikale Politiker sind OK - so lange diese vegan sind. 
Unkontrollierter Konsum ist OK - so lange man vegan ist. 
Rücksichtslosigkeit/Egoismus ist OK - so lange man vegan ist. 
Lebensmittel wegwerfen ist OK - so lange man vegan ist. 

Veganer sollten einfach mal öfter die Fresse halten! So lange sie sich selbst wie die letzten Arschlöcher benehmen, sollten sie nicht mit einem erhobenen Zeigefinger andere Leute nerven. Ansonsten ist es mir völlig egal, wer was ißt oder was macht...
Veganer sind aber ganz, ganz sicher keine besseren Menschen! Im Gegenteil. Menschlich und ökologisch unterste Schublade, da nützt die viele Tierliebe auch nichts mehr.

P.S.: Denkt Euch zu jeder Verallgemeinerung ein "fast jeder" dazu. 3 von 1000 Veganern sind ganz OK...



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Dienstag, 28. Mai 2019

Endlich eine vernünftige, mobile Internetflatrate? *UPDATE*


In Sachen mobiles Internet ist Deutschland quasi ein Entwicklungsland. So ziemlich überall auf der Welt ist das mobile Internet schneller, günstiger und besser verfügbar.
Ich wohne in Bochum Mitte und habe dort kaum Handyempfang... O2 can do -.-
Wenn ich mal dann mal irgendwo Empfang habe, ist das Internet vergleichsweise langsam, bzw. der überteuerte Tarif gibt einfach nicht mehr her.

Üblich sind hierzulande Tarife mit ein paar Hundert Megabyte oder auch einigen Gigabyte. So 250 MB bis 2 GB ist wohl normal. Das reicht zum surfen, zum Mails checken und Whatsapp.
Will man aber unterwegs Musik streamen oder gar Filme streamen, sind die 2 GB schneller weg als man denkt! Selbst mit 10 GB komme ich nicht besonders weit.

Ich hatte jetzt eine Zeit lang von O2 den Tarif "Free S Flex 1 GB" für 25 Euro monatlich (inkl. SMS- und Telefon-Flatrate, monatlich kündbar). Das heißt 1 GB LTE High-Speed-Internet und danach wird das Internet auf 1 Mbit/s gedrosselt - das ist aber 15 mal schneller als die üblichen 64 kbit/s nach einer Drosselung!
Diese 64 kbit/s musste wohl schon jeder ertragen, der sein Traffic aufgebraucht hatte - damit kann man eigentlich gar nichts anfangen!
1 Mbit/s ist gar nicht mal so schlecht: auf dem Handy kann man normal surfen und Musikstreaming funktioniert auch. Sogar Videos auf YouTube lassen sich in 480p relativ gut abspielen! Aber das war es dann auch... Andere Streamingdienste wie zum Beispiel die von Amazon, Prosieben oder RTL, aber auch eingebettete Videos auf Webseiten oder Facebook lassen sich kaum bis gar nicht abspielen.
Surft man über ein Tablet oder Notebook, stoßen diese 1 Mbit/s bei aufwendig gestalteten Webseiten ebenfalls an ihre Grenzen, kleinere Downloads und Updates dauern sehr lange...

Ein Jahr lang habe ich diese echte 1 Mbit/s Flatrate benutzt, dann war ich nur noch genervt! Es musste eine Alternative her!
Die wohl beste mobile Internetflatrate kommt zur Zeit von der Telekom:
"MagentaMobil XL" nennt sie sich.
Eine echte LTE-Flatrate mit bis zu 500 Mbit/s ohne Drosselung! Allerdings für monatlich 80 Euro in einem 2 Jahre langen Vertrag...
Mit den 80 Euro hätte ich mich vielleicht noch anfreunden können, aber ich wollte mich nicht an einen 24 Monate langen Vertrag binden!
Also wieder zu O2 geschaut: die bieten den ähnlichen Tarif "Free Unlimited" für 60 Euro an und für 5 Euro Aufpreis gibt es den auch ohne langen Vertrag (monatlich kündbar).
Nachteil zur Telekom: Nur 225 statt 500 Mbit/s und die Netzabdeckung ist schlechter.

Ich entschied mich schließlich für den Tarif "O2 Free Unlimited Flex" für 65 Euro - ich konnte einfach gebührenfrei von meinem vorherigen Vertrag rüber wechseln.

Mein altes aber treues iPhone SE schafft rein von der Hardware her leider nur LTE mit maximal 50 Mbit/s und in der Praxis sind es sogar nur rund 40 Mbit/s...

Nachtrag 28.07.19: Ich habe mir inzwischen ein iPhone 8 
zugelegt und damit schaffe ich nun gut 60 bis 70 Mbit/s.

Allerdings ist man von der theoretischen Höchstgeschwindigkeit zeitweise eh weit entfernt: Je nach Uhrzeit und Standort schaffe ich 5 bis 30 Mbit/s!
Die Erklärung ist einfach: je mehr Handys an einem Standort funken, desto geringer wird die Geschwindigkeit. Am frühen Abend in der Bochumer Innenstadt sind eben viele Leute unterwegs und da schafft man gerade mal 5 bis 10 Mbit/s. Nachts im Industriegebiet sind dann auch mal bis zu 40 Mbit/s drin, aber da stößt mein altes iPhone eben an seine Grenze. Wie viel tatsächlich drin wären, kann ich daher nicht sagen.
40 MBit/s heißt aber, daß ich einen 9 GB großen Download (z.B. das Spiel "Team Fortress 2" bei Steam) in rund 30-35 Minuten schaffe. Das ist nicht übel!


Geschwindigkeiten im Vergleich (anklicken für größere Ansicht)

YouTube-Videos konnte ich vorher in 480p einigermaßen anschauen, jetzt laufen sie in 720p problemlos und flüssig!
RTL ging auf niedrigster Qualität fast gar nicht, das war eine Qual aus Pixeln und Hängern... jetzt läuft es auf mittlerer Qualität absolut super!
Es sind tatsächlich auch 1080p möglich, aber das brauche ich weder auf dem Tablet, noch auf dem Notebook. 720p sind da echt OK!
Downloads und Updates kann ich jetzt auch mal eben unterwegs machen und muß nicht auf das WLAN daheim warten. 


Fazit: 
1 Mbit/s ist heutzutage etwas zu knapp bemessen, vor allem bei Videos oder wenn man mit einem Tablet surft. Mit mindestens 5 Mbit/s flutscht das alles aber schon ganz ordentlich!
65 Euro sind viel Geld, vor allem wenn statt den versprochenen 225 Mbit/s nur 5-30 Mbit/s ankommen. Leider begrenzt mein altes iPhone SE die Geschwindigkeit generell auf maximal 40-50 Mbit/s.
Insgesamt bin ich jedoch zufrieden! Endlich kann ich unterwegs vernünftig surfen, ganz ohne Einschränkungen! Wichtig war mir, daß ich nicht an einen zweijährigenVertrag gebunden werde und das gibt es so nur bei O2.


*UPDATE 19.06.2019*
Ich bin zwischenzeitlich zu "Freenet FUNK" gewechselt, bin aber nach 20 Tagen wieder zurück zu O2! Die Gründe dazu könnt ihr HIER lesen.

Mein durchschnittlicher Datenverbrauch beträgt nun übrigens rund 150 GB pro Monat! 

Donnerstag, 16. Mai 2019

Weisheitszahn ziehen lassen - ein Tagebuch

Mein zwei Weisheitszähne... Ich hatte nur unten zwei Stück, oben blieb ich davon zum Glück verschont.
Der erste Weisheitszahn wurde bereits vor rund 20 Jahre gezogen, weil er ansonsten meine ganze, untere Zahnreihe verschoben hätte.
20 Jahre lang dachte ich, dass der zweite Weisheitszahn keine Probleme machen würde... gut, alle paar Monate tat er mal für ein paar Tage weh, das sind Wachtumsschübe, nichts schlimmes! Aber vor wenigen Wochen hatte ich dann doch etwas größere Probleme.
Er schmerzte mehr als sonst und da der Zahn zum größten Teil mit Zahnfleisch bedeckt war, sammelten sich darunter Essenreste, die man kaum noch entfernen konnte - es entzündete sich und verursachte auch Mundgeruch! Also ab zum Zahnarzt...

Der Zahnarzt stellte fest, dass der Weisheitszahn schräg in den Kiefer hinein wuchs und die Zahnfleischtasche stellte auch ein Problem dar. Der Zahn musste also definitiv raus!

Rechts unten sieht man den Weisheitszahn, wie er schräg in den Kiefer wächst und von diesem bereits verdeckt wird. 

Ich machte also einen Termin beim Kieferchirurgen, der sich ein paar Tage später das alles erst mal genauer anschaute. Auch er bestätigte, dass der Zahn auf jeden Fall raus müsste. Um den Zahn entfernen zu können, muß man jedoch einen Teil des Kieferknochens weg fräsen... das hört sich erst mal schlimmer an, als es eigentlich ist.
Der Termin zur Entfernung wurde für den übernächsten Tag festgelegt.

Tag 1 - Die Entfernung des Weisheitszahns:

Ich war weniger angespannt als erwartet, ich konnte die Nacht zuvor sogar gut schlafen.
Angefangen wurde natürlich mit der örtlichen Betäubung. Tut nicht weh, pieckst nur etwas. Allerdings wurde so viel und so großflächig um den Zahn herum eingestochen, dass es irgendwann doch unangenehm wurde. Aber durchaus erträglich!

Als die Betäubung wirkte, wurde als erstes mit einem Skalpell die Zahnfleischtasche entfernt und der Zahn sowie der Kieferknochen freigelegt.Merkt man absolut gar nichts von!

Im nächsten Schritt wurde der Kieferknochen weggefräst, dass der Weisheitszahn frei liegt - das hat auch gar nicht weh getan, war auch nicht so unangenehm, nur etwas laut. Gibt wohl Menschen die mit dem Geräusch nicht so gut klar kommen, ich hatte da kein Problem mit.
Mit dem gleichen Werkzeug wurde noch ein Loch in den Weisheitszahn gebohrt, damit man ihn besser greifen kann.

Dann war der Weisheitszahn dran, was gar nicht so einfach ist... Dieser steckte sehr fest im Kiefer und die Ärztin musste reichlich Gewalt anwenden. Aber bis dahin alles kein Problem!
Schließlich löste sich der Zahn und in dem Moment machte mein Kreislauf schlapp!
Die Ärztin hörte sofort auf, ich legte die Beine hoch und bekam einen feuchten Lappen auf die Stirn. Blutdruck: 80 zu 55!
Mit der ganzen Prozedur hatte ich absolut keinerlei Probleme, aber mein Körper kam wohl irgendwie nicht klar damit... solche Probleme hatte ich auch schon bei meiner Vasektomie und selbst beim Tätowieren (der Schmerz der Stiche war absolut OK, aber der Kreislauf machte es nicht mit).

Nach einigen Minuten ging es mir schon wieder besser und der Zahn konnte endlich heraus geholt werden (war eh schon so gut wie draußen) und die Wunde vernäht werden.

Insgesamt dauerte der Eingriff (inkl. Betäubung abwarten und Pause wegen Kreislauf) etwa 30 bis 35 Minuten.

Das ist der Übeltäter! 
Gut zu sehen ist das gebohrte Loch, um den Zahn besser greifen zu können.

In Begleitung meiner Freundin, die mich seelisch unterstützte, konnte ich direkt wieder nach Hause gehen.

Tag 1 bis 3 - Kühlen und Schonen:

Die erste Stunde nach dem Eingriff musste ich einen Wattebausch auf der Wunde lassen und die lokale Betäubung hielt etwa zwei Stunden an - dann kamen die Schmerzen durch! Aber heftig! Ich nahm sofort eine Ibuprofen 400, die den Schmerz langsam ein wenig minderte. Außerdem musste ich meine Wange permanent kühlen und mich extrem schonen, auch durfte ich keine Feste Nahrung zu mir nehmen. Also 72 Stunden lang sitzen, liegen, kühlen und lauwarme Suppe/Brei essen. Koffein war ebenso tabu.

Dank Ibuprofen waren die Schmerzen zumindest erträglich, am schlimmsten waren sie am ersten Tag. Die Schwellung meiner Wange (Hamsterbacke) hielt sich in Grenzen.

Tag 4 - Es wird immer besser:

Am vierten Tag konnte ich mir endlich die Kühlung ersparen und ich konnte langsam etwas festere Nahrung zu mir nehmen. Das Essen darf aber weiterhin nicht zu heiß sein, nicht ganz so hart, nicht scharf und ich kaute nur auf meiner unversehrten Seite. Ich durfte auch wieder koffeinhaltigen Tee trinken und ich ging wieder arbeiten (weil meine Arbeit körperlich nicht anstrengend ist).

Tag 5 - Kleiner Rückschlag:

Da man Ibuprofen eigentlich nur vier Tage lang nehmen sollte, wollte ich am fünften Tag die Schmerzmittel absetzen... das funktionierte leider nicht! Kaum hörte die letzte Pille auf zu wirken, bekam ich ganz schrecklich Schmerzen! Diese kamen jedoch nicht von der Wunde, sondern vom benachbarten Zahn:


Wie man auf dem Bild oben sieht, ist zwischen den Zahnwurzeln normal etwas Platz - außer beim Weisheitszahn und dem benachbarten Zahn, diese liegen direkt aneinander.
Jetzt wo der Weisheitszahn weg ist, liegt die Wurzel des anderen Zahns frei und das verursacht abartige Schmerzen! Ich nehme also weiterhin drei mal täglich Ibuprofen 400, so ist es erträglich.

Ein anderes Problem macht die Naht: Es ist ein Fremdkörper, den man sehr deutlich spürt. Es tut zwar nicht wirklich weh, aber es ist ein permanentes, unangenehmes Ziehen und Drücken! Außerdem beiße ich ständig auf das Endstück des Fadens und auch mit der Zunge fühle ich permanent diesen Fremdkörper. Es nervt einfach!

Tag 6 - Die Naht treibt mich zum Wahnsinn:

Die Schmerzen hatte ich mit Ibuprofen gut im Griff, aber die Naht trieb mich dafür in den Wahnsinn. Was mich am Vortag bereits genervt hat, ist am sechsten Tag noch schlimmer geworden. Das permanente Ziehen nervte ungemein und außerdem sonderte die Naht nun eine stinkende, übel riechende Flüssigkeit ab. So wie ich das verstanden habe, ist der Faden mit einem Medikament getränkt und wenn dieses die Wirkung nach ein paar Tagen verliert, dann sammeln sich dort Bakterien an, die eben stinken und schlecht schmecken. Nichts schlimmes, völlig normal, aber eben total nervig.

Tag 7 - Naht ziehen lassen:

Endlich war es so weit! Der Termin beim Kieferchirurgen um die Fäden entfernen zu lassen. Die Vorfreude war riesig, weil die Naht echt immer übler nervte!
Das Entfernen dauerte nur Sekunden und tat überhaupt nicht weh (eine Betäubung ist auch nicht notwendig). Beim herausziehen kam einem ein echt übler Gestank entgegen... trotz Zähne putzen! Ist halt so.
Das befreiende Gefühl war einfach fantastisch!

Die Wunde war prima verheilt und es gab keine Auffälligkeiten. Die Schmerzen vom benachbarten Zahn werden wohl noch bis zu zwei Wochen anhalten, so lange musste ich weiterhin drei mal täglich Ibuprofen 400 nehmen.
Sollten die Schmerzen dann nicht weg sein, werde ich um eine Wurzelbehandlung wohl nicht herum kommen.
Daheim habe ich mir noch mal die Zähne geputzt, um den üblen Gestank los zu werden, jedoch mit mäßigen Erfolg. Bis die Wunde komplett zu ist, werde ich noch damit leben müssen - war aber schon deutlich besser als vor dem Ziehen der Fäden!

Tag 8 bis 30 - Schmerzen danach:

Der üble Geschmack und Geruch wurde von Tag zu Tag weniger und am 10. Tag war der Geschmack und geruch endlich ganz weg und auch die Wunde war oberflächig quasi verheilt.
Nur die Schmerzen von den benachbarten Zähnen waren noch immer schlimm und ich merkte dort kaum eine Besserung. Deswegen nahm ich weiterhin drei mal täglich 400 mg Ibuprofen.
Am 16.Tag fühlte ich mich erstmals relativ schmerzfrei und so reduzierte ich die Ibuprofen von drei Stück täglich auf zwei Stück täglich. Dies hatte zur Folge, dass ich die Schmerzen zwar wieder etwas mehr fühlte, aber immer noch erträglich und endlich mit weniger Medikamenten. Am 23. Tag konnte ich die Schmerztabletten endlich komplett absetzen, die ersten zwei oder drei Zähne neben dem entfernten Weisheitszahn blieben aber extrem schmerzempfindlich, was sehr kalte oder heiße Speisen/Getränke angeht.
So ab dem 30. Tag wurde die Schmerzempfindlichkeit merkbar weniger, so dass ich nach etwa genau einem Monat sagen konnte, dass nun endlich alles wieder in Ordnung ist.

Fazit:

Das Entfernen des Weisheitszahns war jetzt nicht so schlimm, der Schwächeanfall war eher peinlich als schlimm.
Die Schmerzen danach waren doch recht übel und haben länger angehalten als gedacht, besonders die ersten zwei Wochen und erst nach drei Wochen war ich komplett schmerzfrei.
Die benachbarten Zähne sind noch einen Monat danach leicht schmerzempfindlich, aber das dürfte sich nach aktuellen Stand wohl in ein bis zwei Wochen erledigt haben. Zum Glück werde ich wohl keine Wurzelbehandlung benötigen!
Der Kieferknochen wird noch ein paar Monate brauchen, bis er verheilt ist, aber davon spüre ich gar nichts. Da ist jetzt halt eine empfindliche "Sollbruchstelle", ich sollte bis zur kompletten Heilung auf Prügeleien verzichten, weil der Kiefer sonst brechen könnte.
Ich bin froh jetzt alles hinter mir zu haben! 


Sonntag, 10. März 2019

"X4: Foundations" - meine Erfahrung

Ich liebe die Spiele "X2" und X3" und ich hatte mich schon seit 2011 auf den Nachfolger gefreut... im November 2013 kam dann endlich der Nachfolger "X Rebirth", über den ich HIER bereits berichtete - zusammengefasst: eine riesen Enttäuschung!

Es verstrichen weitere 5 lange Jahre, bis endlich der nächste Teil erschien:
"X4: Foundation"

Ich lernte aus meinem Fehler mit "X Rebirth" und bestellte den neuen Teil nicht vor, sondern wartete erst mal... Im November 2018 erschien "X4" für 50 Euro und ich wartete bis März 2019: es gab bis dahin zahlreiche Updates, es gab positive Spieletests und der Preis sank auf 38 Euro.
Im Gegensatz zu "X3" sind die Meinungen zu "X4" nicht ganz so gut, aber viel, viel besser als zu "Rebirth". "X4" sollte endlich der erwartete Nachfolger von "X3" werden...

Ich kaufte mir also das Spiel!

Tja :( Ich mag jetzt nicht so ins Detail gehen - die das Spiel kennen wissen eh bescheid und die es nicht kennen werden kein Wort verstehen.
Aber: Nur weil "X4" ein wenig besser als "Rebirth" ist, ist es noch lange kein gutes Spiel! Mit "X3" hat es meiner Meinung nach wenig zu tun, es fühlt sich komplett anders an, ist zu sehr an "Rebirth" angelehnt. Die "X2/X3"-Spieler, die "Rebirth" gehasst haben, werden "X4" vermutlich in etwa genau so hassen, vielleicht ein klein bisschen weniger... 

"X2/X3" sind langatmige Spiele, wofür man echt verdammt viel Zeit braucht, aber "X4" schießt hier den Vogel komplett ab! Nach den ersten 2 Stunden (die Spielzeit, die man maximal spielen darf, wenn man ein Spiel bei Steam zurück geben will) hatte ich noch gar keinen Eindruck, ich irrte planlos umher und kam kein Stück voran. Die 2 Stunden reichten bei weitem nicht aus, um das Spiel einschätzen zu können.
Ich benötigte sage und schreibe 11 Stunden, bis ich auch nur ansatzweise einen Überblick hatte! Ich hatte die erste Mission gerade mal angekratzt, hatte es gerade mal zu meinem zweiten Raumschiff geschafft.... erst da wurde mir klar, daß ich mich mit "X4" niemals anfreunden kann! Nur Frust!!


Andere Leute bei den Steam Reviews brauchten für diese Erkenntnis übrigens 60 bis 90 Stunden... Steam macht da natürlich keine Ausnahme: über 2 Stunden gespielt heißt keine Rücknahme!
Es kotzt mich echt an, daß ich erst für "X Rebirth" 60 Euro in den Sand gesetzt habe und jetzt noch mal 38 Euro für "X4: Foundations"! Es kotzt mich an, daß der Entwickler für diesen ganzen Rotz fast 100 Euro von mir kassiert hat!! Und es gibt keine Möglichkeit diese Spiele zurück zu geben oder zumindest weiter zu verkaufen. Geil abkassiert!

Ich versteh den Entwickler auch nicht: "X3" hatte 92% positive Nutzerreviews auf Steam, bei "Rebirth" waren es nur noch 39% und "X4" schafft es auch nur auf 67%.
Warum muß man ein super Spiel wie "X3" mit einem Nachfolger so vermurksen? Warum hat man nach "Rebirth" nicht auf die Leute gehört und hat einfach das Beste aus "X3" weiterentwickelt? Ich versteh es einfach nicht...

Da lobe ich mir das gute, alte "X3: Albion Prelude", das jetzt zwar schon über 7 Jahre alt ist, womit ich aber mehrere Hundert Stunden Spaß hatte und bis heute noch Spaß daran habe. Ein "X5", falls es das je geben wird, werde ich wohl nicht mehr ausprobieren... irgendwann ist einfach mal genug! Da vergnüge ich mich lieber mit dem altbewährten "X3".