Montag, 23. März 2020

„The Orville“ und „Star Trek: Picard"

Ich bin ja ein riesen Star Trek Fan, besonders was "The Next Generation", "Deep Space Nine", "Raumschiff Voyager", bedingt "Star Trek: Enterprise" und die dazugehörigen Kinofilme angeht.
"Raumschiff Enterprise" aus den 60ern ist auch nicht ganz so mein Fall, abgesehen von den Kinofilmen... das war halt vor meiner Zeit. Aufgewachsen bin ich einfach mit der Enterprise mit Picard.

Mit der "Kelvin-Zeitlinie" (Wikipedia) kann ich leider gar nichts anfangen... Würde man das alles nicht "Star Trek" nennen und bereits bekannte Figuren/Namen nicht plötzlich völlig anders darstellen, wäre es ein super SciFi-Film (ist es ja eigentlich auch), aber für mich fühlt sich das alles einfach gar nicht mehr nach Star Trek an! Also quasi guter Film, aber schlechtes Star Trek.
Meiner Meinung nach hätte man das Design der 1980er bis 2000er Jahre bebehalten sollen und ein neues Schiff mit einem anderen Namen und anderen Charakteren nehmen sollen (hat bei der Voyager ja auch geklappt).

Und jetzt kommt "The Orville" ins Spiel!

Keine Sorge, ich spoiler nicht! 

Orville ist von Seth MacFarlane (Wikipedia), der lustige Zeichentrickserien wie "Family Guy" und "American Dad" gemacht hat - beide Serien mag ich sehr!
Jedoch war ich sehr skeptisch, als ich hörte, dass Seth MacFarlane nun einen "witzigen Star Trek Abklatsch" macht... uhhhh! Ich habe mir die Serie nicht angeschaut, weil mir Star Trek irgendwie zu heilig und zu ernst war, um mir da irgendeinen Klamauk anzusehen. Ich hatte einfach kein gutes Gefühl dabei!

Erst zwei Jahre nach der deutschen Erstausstrahlung habe ich mir dann doch mal die erste Folge reingezogen und es hat mich (im positiven Sinne) aus den Latschen gehauen!

Die Serie ist kein Klamauk und man macht sich auch nicht über Star Trek lustig. Natürlich gibt es hier und da lustige Situationen und ein paar Lacher, aber wohl dosiert und so, dass es eben nicht lächerlich wirkt und stets insgesamt eher ernst bleibt (die Serie behandelt auch ernste Themen). Aber genau das Quentchen Humor hat bei z.B. "The Next Generation" immer gefehlt. Auch diese generelle Lockerheit der Figuren und ein normaler Alltag, der bei Orville gut rüber kommt, fehlte bei TNG irgendwie - es wirklte alles immer zu ernst.
Bei Orville gibt es zudem nicht immer ein Happy End, was ich so von Star Trek auch nicht kenne.
Orville macht einige Dinge tatsächlich besser als Star Trek!

So richtig geflasht hat mich die Athmosphäre! Es ist keine Kopie von Star Trek, es ist alles ein wenig anders und eigenständig, aber trotzdem fühlt man sich extrem an die gute, alte Zeit von Star Trek erinnert und man hat das Gefühl sofort "drin" zu sein.
Das was seit der "Kelvin-Zeitlinie" beim echten Star Trek komplett fehlt, findet man nun bei Orville wieder und das ist einfach unglaublich toll!


Zeitgleich habe ich angefangen bei Amazon Prime Video die neue Serie "Star Trek: Picard" zu schauen. Mir fehlt auch hier das "alte Star Trek Feeling", aber das wird durch die Anwesenheit von dem originalen Picard und anderen originalen Figuren aus den alten Serien wieder gut gemacht.
Versteht mich aber falsch: "Star Trek: Picard" ist eine phantastische Serie und es ist toll die alten Charaktere in einer neuen Serie zu sehen!
Nur fehlt eben wieder das "alte Star Trek Feeling", welches es aktuell nur bei Orville gibt. 


Die Serien Orville und Picard haben irgendwie die Rollen getauscht: Picard fühlt sich nach der gänzlich neuen Serie an, während Orville wie das alte Star Trek aussieht und sich auch irgendwie so anfühlt. Trotzdem sind beide Serien auf ihre Art und Weise phantastisch und für jeden Trekkie ein Muss!

Fazit: Beide Serien unbedingt anschauen! 

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