Sonntag, 2. Dezember 2018

Readly - Zeitschriften ohne Ende!

Die Überschrift lässt vermuten, dass es sich hier jetzt um Werbung handeln wird... das ist allerdings nicht der Fall! Es geht eher um unnötigen Überfluss und um einen kleinen Schritt in ein minimalistischeres Leben.

Was ist Readly?
Readly ist ist eine Flatrate für Zeitschriften in digitaler Form. Man findet ein wirklich großes Sortiment an verschiedensten Zeitschriften, die man dann auf seinem Handy, Tablet, Notebook oder PC lesen kann. Man bezahlt monatlich 9,99 Euro und kann dafür komplett alle Zeitschriften lesen, die Readly im Angebot hat und das sind wirklich verdammt viele, aus allen denkbaren Themenbereichen!
OK, bis jetzt klingt es echt wie Werbung...

Wie ich Readly genutzt habe:
Ich habe den Dienst 7 Monate lang auf meinem 9,7 Zoll iPad genutzt - ich finde das ideale Gerät, um Zeitschriften zu lesen.
Vorab muß ich noch sagen, dass ich vorher zwei Zeitschriftenabos hatte: Youngtimer und Motoretta.
Youngtimer gibts auch bei Readly, so konnte ich mir dieses Abo sparen, Motoretta gibt es dort nicht, das habe ich weiter in Papierform abonniert.
Ich schaute täglich bei Readly rein und lud mir die neuesten, interessantesten Magazine herunter: über Autos, Motorräder, Roller, Computer, Handys, Ernährung, Wissenschaft und noch mehr!
Am Ende hatte ich bei Readly über 100 verschiedene Magazine abonniert und es waren fast 500 Magazine, die ich auf meinem iPad gespeichert hatte!
Heißt: in rund 210 Tagen fast 500 Magazine, bzw. gut zwei Magazine pro Tag!
Rein finanziell gesehen lohnt sich das schon, denn das sind gerade mal 14 Cent pro Magazin! Aber wie viele dieser Magazine habe ich tatsächlich gelesen? Tja... ehrlich gesagt habe ich kaum gelesen und das war auch der Grund, warum ich mein Readly-Abo wieder kündigte.

Falsch verstandener Minimalismus:
Bevor ich Readly nutzte, hatte ich daheim und im Auto einen riesigen Stapel ungelesener Zeitschriften herumliegen. Mein minimalistischer Gedanke war: „Wenn ich Zeitschriften in digitaler Form habe, dann müssen diese nicht in Papierform rumliegen!“
Theoretisch ist das absolut richtig! Praktisch gesehen war der Papierstapel auch weg, dafür hatte ich nun 500 ungelesene Zeitschriften auf meinem iPad und statt jährlich 70 Euro für die beiden Abos in Papierform, zahlte ich nun 120 Euro für das Readly-Abo.
Das Ganze ging in eine komplett falsche Richtung!

Es nimmt auch viel Speicherplatz ein (Screenshot ist schon etwas älter)

Keine Zeitschriften mehr lesen!
Ich ging noch mal alle meine Abos bei Readly durch: dutzende Zeitschriften über Autos, Elektroautos, Motorräder und Roller! Ich bin mit meinem Smart Fortwo und meiner Honda Forza 125 momentan absolut zufrieden, ich brauch mich nicht permanent über Fahrzeuge informieren, die ich nicht brauche, nicht mag oder mir eh nicht leisten könnte. Ähnlich sieht es bei den Computer- und Handy-Zeitschriften aus! Zumal ich über diese Dinge schon bestens über YouTube informiert werde. Die restlichen Zeitschriften waren eh eher uninteressant für mich, bzw. sie boten mir einfach keine Informationen, die ich noch nicht kenne, oder dringend benötige.
Schließlich hatte ich keine einzige Zeitschrift mehr online abonniert und daraufhin kündigte ich natürlich Readly. Das einzige Abo (in Papierform), welches ich weiterhin habe, ist das von Motoretta für 28 Euro pro Jahr, weil mich Motorroller wirklich interessieren, auch ganz allgemein.
Eine einzige Zeitschrift ist mit guten Gewissen vertretbar, das wird auch nicht so schnell unübersichtlich.

Fazit:
Readly ist eine tolle Sache, wenn man denn tatsächlich viele Zeitschriften liest. Für Ab-Und-Zu-Leser ist Readly einfach zu viel des Guten und artet in teuren Datenmüll aus... Wenn man sich nur auf das Wesentliche beschränkt, machen Flatrates nur selten Sinn.

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