Dienstag, 25. Oktober 2016

Ganz ehrlich: viele Prepper sind Idioten!

Ich war einige Monate in mehreren Prepper-Facebook-Gruppen unterwegs und habe dort beobachtet, was das für Menschen sind.
Eins vorab: Ich möchte nicht behaupten, daß Prepping sinnlos wäre, oder daß alle Prepper Idioten wären! Nein, da sind auch viele vernünftige Menschen unterwegs, die das Prepping absolut ernst nehmen und das auch vernünftig durchführen, außerdem macht Prepping wirklich durchaus Sinn!
Aber die Idioten fallen wie immer am meisten auf, da sie am lautesten schreien und alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen, während die vernünftigen Prepper sich eher im Hintergrund aufhalten und Zurückhaltung üben.
Ich habe dort mitgelesen, mitdiskutiert und einiges hinterfragt. Auch habe ich an manchen Stellen Kritik geübt.


Was sind Prepper?
Zitat: "Prepper (abgeleitet von englisch: to be prepared, deutsch: bereit sein bzw. dem Pfadfinder­gruß: Be prepared, deutsch: Allzeit bereit) bezeichnet Personen, die sich mittels individueller Maßnahmen auf jedwede Art von Katastrophe vorbereiten: durch Einlagerung von Lebensmittelvorräten, die Errichtung von Schutzbauten oder Schutzvorrichtungen an bestehenden Gebäuden, das Vorhalten von Schutzkleidung, Werkzeug, Waffen und anderem. Dabei ist es unwichtig, durch welches Ereignis oder wann eine Katastrophe ausgelöst wird. Viele Themen der Prepper überschneiden sich mit denen der Survival-Szene." (Quelle Wikipedia)


Was für Leute werden Prepper?
Wenn man sich die Facebook-Profile einiger "auffälliger" Prepper genauer anschaut, dann erkennt man ein Muster: Die Schulbildung ist oft sehr gering, die Rechtschreibung*) entsprechend unter aller Sau (ausländische Mitbürger und Leute mit Schreibschwäche mal außen vor), die Personen verherrlichen Gewalt, sind Waffen-Freaks und zeigen auch noch oft ihre offensichtliche, rechtsradikale Einstellung (die in den Gruppen übrigens gerne toleriert wird)! Diese Leute entdeckten irgendwann das Prepping und dachten sich dabei: "Oh cool, die haben alle Messer, Äxte und andere Waffen, bereiten sich auf Kriege und Katastrophen vor... da mach ich doch mal mit, das wird ein riesen Spaß!"
Diese Leute kaufen sich dann Taschenmesser, machen einen mittelgroßen Einkauf bei Aldi, ziehen sich einen Flecktarn-Anzug an, lassen sich damit im Wald fotografieren und halten sich dann für professionelle Prepper!
Wer so gut vorbereitet ist, ist dann sehr enttäuscht, wenn gar nichts passiert:


Natürlich trifft das nicht auf alle Prepper zu! Ich meine damit nur die "auffälligen" Prepper, wie ich sie im restlichen Text noch beschreibe.
Die "vernünftigen" Prepper sind Prepper, weil sie für den Katastrophenfall vorbereitet sein wollen (das ist eine durchaus kluge Entscheidung) und nicht weil das "cool" ist oder die andere Leute damit beeindrucken wollen. 

*) Zur Rechtschreibung noch mal, weil das viele wohl missverstehen:
Ich habe nicht grundsätzlich ein Problem mit Rechtschreibfehlern und ich bin kein "Grammatik-Nazi" ;) Aber wenn da einer ankommt, sein Profil voll mit rechtsradikalen Scheiss, fühlt sich schrecklich intelligent, allen anderen weit überlegen und bekommt dann nicht einen kurzen Satz fehlerfrei hin, DANN ist das so ein Fall den ich bemängle!


Notwendige Vorbereitung oder "gehypter Lifestyle"? 
Es ist absolut sinnvoll einen Vorrat zu haben, das wird ja auch von der Bundesregierung empfohlen. Prepper gehen da ein ganzes Stück weiter und bereitet sich sehr ausgiebig auf eine eventuelle Katastrophe vor. Auch nicht verkehrt! Es gibt aber Leute, die sehen das als Hype oder Lifestyle und richten ihr ganzes Leben danach. Hier ein krasses Beispiel dafür:


Wer es als Zwiespalt sieht und überlegen muß, ob er/sie 100 Euro für die Kinder ausgibt oder doch lieber fürs Prepping, der hat doch ein starkes Problem!
Auch andere rücken das Prepping in den absoluten Mittelpunkt ihres Lebens und zeigen jedem immer und überall, daß sie Prepper sind - oft auf eine sehr hochnäsige Art und Weise: Leute die sich nicht vorbereiten, die sind dumm!
Mein Tipp an die Prepper:
Vorsorge ist gut und schön, aber lebt Euer Leben, habt Spaß daran und lasst es nicht auf Grund von Weltuntergangszenarien versauen!


Feuer machen...
...ist ein sehr, sehr häufiges Thema in den Prepper-Gruppen. Dazu gibt es immer wieder Fragen und Tipps, die immer wieder auf Feuersteine hinaus laufen.
Beliebt sind zum Beispiel Feuerstahle für rund 12 Euro, oder spezielle Armbänder für unter einen Euro die jedoch wenig taugen. Einer hat sich sogar beim Schmied eine Gürtelschnalle mit integrierten Feuerstein herstellen lassen - Preis unbekannt, aber sicherlich nicht billig.
Es gibt dann lange Diskussionen über spezielle Feuersteine/Feuerstahle und deren Anwendung, die nicht immer einfach ist.
Zum Thema Feuer hatte ich dann eine ganz verrückte Idee: Feuerzeuge oder Streichhölzer! Billig, klein und leicht zu verwenden!
Meine verrückte Idee kam bei den Preppern aber leider nicht sehr gut an, ich wurde einfach ignoriert... :D
Und dann hat noch jemand dieses tolle Video gepostet:


Was für verrückte Freaks tragen schon ein Feuerzeug oder Streichhölzer mit sich herum? Verrückt! Aber Stahlwolle und einen 9 Volt Block hat man schließlich immer bei sich! Prima Ersatz, wenn der Feuerstahl mal verlegt wurde.
An anderer Stelle wurde diskutiert, was man jetzt schon mal bevorraten sollte, um es später als Tauschmittel einsetzen zu können... ratet mal was da recht häufig als nützliches Tauschmittel genannt wurde: Feuerzeuge!
Die Ironie muß man sich mal vors Auge führen: Da sitzt der Prepper im Wald und versucht seit 20 Minuten ein Feuer mit seinem Feuerstahl zu entfachen und hat in seinem Rucksack 50 Feuerzeuge als Tauschmittel :D
Mein Tipp an die Prepper:
Feuer macht man mit einem Feuerzeug!
Wenn es um Langlebigkeit und Zuverlässigkeit geht, dann sollte man sich natürlich keinen Schrott, sondern ein vernünftiges Feuerzeug holen: zum Beispiel ein Zippo mit entsprechenden Zubehör. Auch das nimmt wenig Platz weg und ist in der Not sehr hilfreich. Sollte das aus irgendwelchen Gründen nicht funktionieren, dann kann man immer noch auch Plan B zurück greifen ;)  

Es gibt viele Möglichkeiten ein Feuer zu machen: 
Ein Feuerzeug ist wohl die einfachste Möglichkeit


Pistolen und Gewehre:
Das Thema Selbstverteidigung ist bei Preppern groß und oft geht es auch um Schusswaffen wie Pistolen/Revolver und Gewehre. Als Jäger oder Sportschütze kommt man in Deutschland tatsächlich recht einfach an so eine Waffe - nichts ungewöhnliches!
Manche haben jedoch eine sehr ausgeprägte Phantasie: Einer behauptete, er würde im Wachschutz arbeiten und hätte so jeder Zeit zugriff auf "seine" Dienstwaffe.
Tja, da ich selber im Wachschutz arbeite und mich generell mit den Gesetzen rund um Waffen einigermaßen gut auskenne, weiß ich, daß es eben nicht so ist! Ein Wachschutzmitarbeiter darf die Waffe (die dem Arbeitgeber gehört) ausschließlich für den Dienst benutzen!
Der Prepper, der dies behauptete, hat sich ironischer weise noch selbst über Leute aufgeregt, die das Prepping nicht ernst nehmen, nur dumm rumalbern und Träumer sind :D
Mein Tipp an die Prepper:
Es ist recht einfach legal an Schusswaffen zu kommen (wenn man nicht grad vorbestraft ist), aber so einfach, wie sich das manche vorstellen, ist es dann doch nicht ;)


Eigene Destille zur Herstellung von Treibstoff:
Da hatte jemand die super Idee, daß man ja eine kleine Destille benutzen könnte, um aus Essensresten wertvollen Treibstoff zu gewinnen. Da "Essensreste" in Katastrophenfällen eher wenige anfallen, da Essen generell knapp ist, kam jemand auf die Idee, Wein in Tetrapaks zu bunkern, um dann daraus Treibstoff destillieren zu können! Genial! Das läuft dann so ab:
Man bunkert im Keller 100 Liter Wein in Tetrapaks - kostenpunkt ca. 70 Euro.
Dazu stellt man sich eine Destille für rund 150 Euro.
In die Destille passen 500 ml Wein und mit etwas Geschick bekommt man daraus ca. 50 ml Treibstoff. Dafür werden mehrere Arbeitsdurchgänge benötigt, damit der Treibstoff wirklich genug Alkohol hat (mindestens 80%). Für 100 Liter benötigt man also mindestens 400 Durchgänge, was etwa 70 Stunden dauert.
Am Ende hat man 10 Liter Treibstoff und das nur für 220 Euro und 70 Arbeitsstunden! Und jetzt rechnen rechnet mal nach, was 10 Liter Benzin kosten und wie hoch da der Beschaffungs- und Lagerungsaufwand ist... Merkt Ihr was?
Mein Tipp an die Prepper:
Stellt Euch einfach nen 20 Liter Kanister Benzin in den Keller ;)


Diesen Screenshot lasse ich einfach mal ohne jede weitere Erklärung so stehen... Denkt einfach mal drüber nach!


Wasserstoff selbst herstellen:
Aus der Idee mit einer Destille Treibstoff herzustellen, entstand die Idee, Wasserstoff herzustellen! "Wasserstoff herstellen ist einfacher und preiswerter" war die Aussage.
Industriell gesehen ist es tatsächlich einfach, Wasserstoff herzustellen! Man braucht nur Wasser, ne Menge Strom und eine Fabrik ;) 
Wir sind jetzt aber beim Prepper in der Krisensituation: Idealerweise hat er eine Solaranlage auf dem Dach, von irgendwo her eine Anlage zur Herstellung von Wasserstoff, die Möglichkeit das Gas aufzufangen, in Hochdrucktanks zu pumpen und zu lagern. Alles wieder Dinge, die verdammt viel Geld kosten! 
Sollte irgendjemand tatsächlich die Möglichkeit haben, per Solarzellen Wasserstoff selbst herstellen zu können (was quasi unmöglich ist und dazu extrem gefährlich), dann dürften da pro sonnigen Tag vielleicht ein paar Gramm Wasserstoff zusammen kommen. Auf jeden Fall enthält das Endprodukt weniger Energie als man vorher reingesteckt hat - das ist einfache Physik! 
Man hat also mehrere Tage lang Wasserstoff hergestellt und hat nun etwa ein Kilo Wasserstoff... nun die große Preisfrage: Was zum Teufel macht man jetzt damit? Wer hatte denn je das dringende Verlangen nach Wasserstoff?
Mein Tipp an die Prepper:
Bevor Ihr 200.000 Euro in eine Fotovoltaik- und Wasserstoffanlage steckt, überlegt Euch erst mal, was Ihr überhaupt mit Wasserstoff anfangen wollt ;) 


Die Überlegenheit der Prepper in einer echten Situation - Teil 1
"Fataler Rohrbruch - Hunderttausende Berliner ohne Wasser:
Gegen Mitternacht ist im Nordosten Berlins ein Wasserrohr gebrochen - und das hatte Folgen: In mehreren Stadtteilen fiel nach dem Malheur die Versorgung mit frischem Wasser aus. (Spiegel online v. 13.09.16) … und jetzt? Lachen alle die Prepper aus?"
- Das hat ein Prepper stolz auf Facebook gepostet.
In den Kommentaren ging es dann darum, wie überlegen die Prepper in solchen Situationen sind und daß man zu unrecht "ausgelacht" wird.
Man hat als vorbildlicher Prepper ja schließlich einen großen Wasservorrat, auf den die "normalen Bürger" gerade in solchen Situationen neidisch blicken.
Zum Beispiel dieses Zitat aus den Kommentaren: "Genau, jetzt kommen dann alle so: Klingel : "Ähm, räusper, kannst Du mir mit Wasser aushelfen???.....Ach und Dein Hobby, weißt schon, das find ich echt super, bin auch schon lang am überlegen ob ich Dich mal frag ob Du mich einführen kannst.""
Nein, so weit kam es doch nicht, denn die Berliner waren gerade mal drei Stunden ohne Wasser, es ist niemand verdurstet, es brach keine Panik aus und es wurde auch nicht geplündert. Aber die Prepper sind stolz, daß sie diese dramatischen drei Stunden unversehrt überlebt haben ;)
Mein Tipp an die Prepper:
Einfach mal auf dem Teppich bleiben!


Die Überlegenheit der Prepper in einer echten Situation - Teil 2
Jetzt wird es echt knallhart!!! Da sind einige Prepper-Vollprofis auf der A33 unterwegs und geraten in einen Stau - Vollsperrung, es geht gar nichts mehr! Nach einer Stunde entschließen sich die professionellen Prepper aktiv zu werden: Sie steigen aus, gehen zum Kofferraum, holen dort ihr Notfallpaket raus, setzen sich auf die Autobahn vor ihr Auto und kochen sich einen Kaffee! Davon wird noch stolz ein Foto gepostet (welches ich leider nicht mehr habe).
Die Situation ist eigentlich total witzig, daß man sich in nem Stau draußen nen Kaffee kocht... Warum nicht? Aber die Tatsache, daß die Kaffee kochenden Prepper und die vielen Kommentatoren sich nur deswegen für was besseres halten, sich vollkommen überlegen vorkommen, meinen in "solchen Gefahrensituationen" besser ausgerüstet zu sein als der Rest der Bevölkerung, macht die ganze Aktion total lächerlich (im negativen Sinne).
Millionen Berufspendler sitzen täglich in teils riesigen Staus... und lassen sich das einfach ganz ohne "Notfallpaket" über sich ergehen - auch mit Kaffee im Thermobecher! Wir reden hier von einer Stunde!!
Mein Tipp an die Prepper:
Wenn Ihr aus ganz alltäglichen Situationen (mit denen Millionen Bürger tagtäglich problemlos klar kommen) "Gefahrensituationen" macht, dann macht Ihr Euch tatsächlich zur Lachnummer!


Die Überlegenheit der Prepper in einer echten Situation - Teil 3
Da hat ein Prepper ganz böse Aua gemacht: 


Mal ne dumme Frage: Welcher halbwegs normale Haushalt hat den kein Verbandszeug im Haushalt? Und selbst wenn nicht... Ich hab mir mal beim Teppich verlegen sehr böse ein Teppichmesser mit Hakenklinge in den Daumen gerammt. Sehr tief, sehr blutig... und nichts in der Wohnung, weil ich die grad für den Einzug renovierte. Ich hab mir dann einen Druckverband aus Klopapier und Klebeband gebastelt!
Wie dieser Prepper schon mit den ersten zwei Worten schrieb: "Normaler Unfall"! Warum muß man so was als Prepper an die große Glocke hängen? Aber die anderen Prepper waren natürlich begeistert und belohnten das Ganze mit vielen "Likes" und großer Bewunderung.
Mein Tipp an die Prepper: 
Ihr müsst nicht bei jedem Furz zeigen wie toll ihr seid, was ihr schon alles alleine könnt und dann auf viele "hast Du aber gut gemacht" hoffen. Erinnert mich an Kinder: "Schau mal Mama, ich habe mir das Pflaster ganz allein drauf gemacht!" - "Na das hast Du aber gut gemacht!"


Katastrophenfall Stromausfall!
Große Stromausfälle sind in Deutschland sehr selten - das liegt an der Infrastruktur hier. Die Kraftwerke sind alle miteinander verbunden, wenn ein Kraftwerk ausfällt, dann können die anderen Kraftwerke dies ausgleichen.
Probleme gibt es nur, wenn Umspannwerke oder mehrere Strommäste kaputt gehen.
Im Winter 2005 sind im Münsterland mehrere Strommästen wegen starken Schneefalls umgeknickt... die Folge waren 250.000 Leute ohne Strom und das zwei bis fünf Tage lang! Das ist etwa das schlimmste, was hier in Deutschland oder generell Europa passieren kann (abgesehen vom Kriegsfall, wenn gleich mehrere Kraftwerke ausfallen).
Die Sorge eines Preppers: "Wenn der Strom ausfällt, dann funktionieren die Kassen der Supermärkte nicht mehr. Deswegen kann man nichts mehr einkaufen und man sollte sich daheim einen großen Vorrat anlegen!"
Die Begründung ist irgendwie süß :D Könnte von einem Kind stammen... Tatsächlich kam das aber von einem erwachsenen Mann, einem selbsternannten "Profi-Prepper"!
Vorräte anlegen ist ja wirklich nicht verkehrt, aber die Begründung ist einfach toll!
Der Stromausfall im Münsterland zeigte jedoch: Es brach kein Chaos aus, es wurden nicht im großen Stil geplündert und es gab auch keine Toten!
Jeder normale Haushalt ohne Prepping-Hintergrund kann sich mindestens zwei Tage (die meisten sogar wesentlich länger) über Wasser halten und im Fall Münsterland hat die Feuerwehr und das THW große Hilfe geleistet. Zudem verfügten im Münsterland viele Geschäfte und Tankstellen über Notstromaggregate, so daß eben doch Lebensmittel und andere Waren normal verkauft werden konnten. Es mußte keiner verhungern oder verdursten!
Natürlich ist es nicht einfach oder angenehm bis zu fünf Tage ohne Strom da zu stehen... Aber so eine Katastrophe, wie sich das manche Prepper vorstellen, ist das dann auch wieder nicht.
Mein Tipp an die Prepper:
Nicht alles übermäßig dramatisieren! Man muß kein Profi-Prepper sein, um einen Stromausfall zu überleben - auch nicht, wenn er einige Tage andauert!

Teelichtofen:
Einen Teelichtofen kann man selbst recht einfach bauen - hier eine Videoanleitung:


Die Dinger funktionieren auch tatsächlich einigermaßen... aber natürlich geben die verhältnismäßig wenig Wärme ab. Um einen Raum damit vernünftig aufwärmen zu können, muß der Raum ziemlich klein und luftdicht sein. Und ganz genau da liegt die Gefahr! Durch die Kerzen wird der Sauerstoff im Raum verbrannt und man kann ersticken! Wirklich sehr, sehr gefährlich! Da hilft nur eine ständige Belüftung und damit ist die geringe Wärmeentwicklung der Teelichter schon wieder hinfällig. Hinzu kommt eine erhöhte Brandgefahr, die man auch bei Teelichtern nicht unterschätzen sollte.
Immer wieder werden die Teelichtöfen mit großer Begeisterung in den Prepper-Gruppen gepostet. Selbst wenn in den Kommentaren der Hinweis bezüglich den Gefahren gepostet wird, schreibt irgendwer direkt danach wieder "Oh toll, so was brauch ich auch!".

Mein Tipp an die Prepper:
Man kann einen Teelichtofen mit zwei Kerzen als lokale Wärmequelle gut nutzen, aber nehmt bitte nicht mehrere davon um einen ganzen Raum damit zu beheizen - ihr wollt im harten Überlebenskampf doch nicht an solchen popeligen Teelichtöfen sterben? Das ist bei vielen Flammen in einem geschlossenen Raum wahnsinnig gefährlich!

Preppen geht auch schön: Wenn Omi preppt, dann nur stilecht!


Essen gegen ein Grundstück tauschen:
Es fragte jemand, ob man ein Grundstück auch nach einem Krieg/Katastrophenfall behalten darf, wenn man es durch Tausch erworben hat.
Rechtlich gesehen nein: zum einen müssen solche Geschäft durch einen Notar beglaubigt werden und wenn man ein Grundstück mit einem Laib Brot kauft, dann ist das Ausbeutung einer Zwangslage und nach §138 BGB nicht zulässig! Legal ist das nur, wenn man keine Notsituation ausnutzt und ein Notar das ganze beglaubigt.
Meine Frage war, in welcher Situation denn solche Geschäft zustande kommen würden... die Antwort:
"Dann nehmen wir also das Beispiel, ich hab Unterkunft und Verpflegung aber keine Holzquelle, jemand hat einen Wald, sonst nichts... je nachdem wie man sich einigt könnte das Waldgrundstück (klein, Schnuckelig, nicht der Millionenwert,...) in meinen Besitz über gehen, dafür das ich ihn aufnehme oder einen Teil von meinem baumfreien Grund gebe oder wie auch immer..."
Klar! Wenn man Holz braucht, dann besorgt man sich eben nen Wald :D In so einer Situation würde jeder normale Mensch Waren oder Dienstleistungen gegen Holz tauschen, worauf der Waldbesitzer sicherlich eingehen würde. Aber ein Profi-Prepper will natürlich den ganzen Wald! Welcher Waldbesitzer würde denn auf so ein Geschäft eingehen? Würdet Ihr ein ganzes Grundstück tauschen, nur weil jemand etwas Holz braucht?
Mein Tipp an die Prepper:
Bevor ihr solche Fragen stellt, geht die Situation doch einfach mal im Kopf durch! Einfach mal völlig logisch und realitätsnah die Situation durchspielen... dann erübrigen sich solche Fragen ;)


Das Fluchtauto:
Ein echter Prepper hat natürlich ein "spezielles Fluchtauto"! In der Phantasie ist das ein speziell ausgebauter Geländewagen, der mit Pflanzenöl statt mit Diesel fährt und die richtigen Träumer erzählen was von "EMP sicheren Autos".
In der Realität posten die Prepper im besten Fall ihren Lada Niva/Taiga oder irgendwelche SUVs. Macht das einer, posten die anderen Prepper natürlich sofort stolz ihre Fluchtautos:


Ganz normale Autos und ein 50er Roller... Aber dicker Respekt und Daumen hoch! Ein Prepper mit Auto ist ja schon was ganz besonderes.
Mein Tipp an die Prepper:
Mit jedem Auto kann man flüchten - das macht aber nicht jedes Auto zum ultimativen Prepper-Fluchtmobil ;) 


Flüchtlingsgegner wollen flüchten!
Prepper horten nicht nur Vorräte daheim, nein, sie planen auch eine mögliche Flucht. Stufe eins ist eine Flucht in eine sicherere Gegend in der näheren Umgebung und Stufe zwei ist die Flucht komplett aus Deutschland heraus, wenn hier gar nichts mehr geht.
Interessant ist, wer da so alles von der Flucht aus Deutschland schreibt... zum Beispiel auch die bereits genannten rechtsradikalen Prepper! In ihren Profilen findet man die üblichen "Gefällt mir Angaben" wie zum Beispiel AfD, NPD, alles mögliche mit Reichskriegsflaggen, gegen den Bau von Moscheen und die aktuell übliche Hetze gegen Flüchtlinge!
Ist ja total logisch: Wenn man sich in Gefahr befindet, es in Deutschland nicht mehr sicher ist, dann verlässt man selbstverständlich das Land! Aber wehe andere tun das - das sind dann alles Idioten, Feiglinge und Schmarotzer!!
Mein Tipp an die Prepper:
Ach, da ist doch Hopfen und Malz verloren...


Flüchtlinge nehmen Preppern die Impfungen weg:
Wo wir grad beim Thema Flüchtlinge sind...  Da wollte sich ein Prepper impfen lassen und da war die Impfung doch tatsächlich grad nicht verfügbar! Er musste sich einige Wochen gedulden...
Andere Prepper hatten schnell die Begründung, warum es keine Impfung gab:
Die Flüchtlinge werden alle geimpft, deswegen gibt es für "uns" keine mehr!
Als die Diskussion gerade richtig los ging, die ersten Prepper ordentlich gegen Flüchtlinge hetzen wollten, wurde dieser Teil der Diskussion tatsächlich gelöscht! Daher habe ich auch leider keinen Screenshot davon. Keine Ahnung wer es gelöscht hat (User, Admin oder Mod), aber das war mal einer der wenigen positiven Momenten!


Voll verarscht!
Ich wollte mal sehen, wie die Prepper auf einen völlig lächerlichen "Vorrat" reagieren würden und so postete ich ganz stolz einen Sechserpack Wasser:
Es dauerte nur wenige Minuten, da bekam mein Post bereits einigte Likes und der erste Kommentar war ein ernst gemeinter Rat: "Lass dir doch z.B. zehn solcher Wasserträger durch den z.B. Rewe Lieferservice liefern."
Es folgten weitere Kommentare und eine Diskussion, wie lange wohl sechs Flaschen Wasser reichen würden - alles total ernst! Ja, mein absolut lächerliche Post wurde von den meisten Leuten ernst genommen!
Es dauerte aber auch nicht lange und der erste Prepper hat die Ironie erkannt: "Soll ich jetzt meine Tüte Flips fotografieren und hier reinstellen als Krisenvorsorge oder war das schon Ironie mit dem Wasser?" Herzlichen Glückwunsch, auch an die über 60 Leute, die diesen Kommentar mit "gefällt mir" markiert haben, was zeigt, daß sicherlich nicht alle Prepper Idioten sind! 

Auch er hat es erkannt! Der Kommentar da drunter... naja ;)

Die, die den Witz erkannt haben, haben sich schriftlich sehr zurück gehalten - das zeigt mal wieder, daß vor allem dummen Menschen sich häufig in den Vordergrund stellen müssen und daß sich intelligente Menschen meistens eher zurück halten. 
Neben einer Diskussion, ob dieser Wasservorrat nun für zwei oder doch für fünf Tage ausreicht, wurde auch mal wieder darüber diskutiert, wie giftig PET-Flaschen sind und es wurde über das Pfand geschimpft. 
Auf die Leute, die diese Verarsche verstanden haben, wurde gar nicht eingegangen! 
Ich wollte eigentlich noch meinen ganz normalen Küchenschrank fotografieren und den als Prepper-Vorratsschrank präsentieren, allerdings hat dann jemand sein halb leeres Schränkchen mit seinem 40 Euro Wochenendeinkauf präsentiert... Für einen mittellosen Junggesellen mag das ein ordentlicher Vorrat sein, aber jede halbwegs normale Hausfrau oder Hausmann hat selbstverständlich einen größeren Vorrat ohne sich gleich "Prepper" zu schimpfen!
Mein Tipp an die Prepper:
Es ist normal daheim ein paar kleine Vorräte zu haben! Ein Sechserpack Wasser und ein halb gefülltes Küchenregel ist kein ultimativer Prepper-Vorrat! 


Taktischer Vorteil am Türspion:
Das hat jemand ganz stolz gepostet:


Ja, ein digitaler Türspion ist jetzt erst mal gar nicht schlecht, er bietet einige Vorteile: Man erkennt mehr als durch einen normalen Türspion und man kann auch Bilder oder Videos abspeichern. Also für die Haussicherheit gar nicht mal so schlecht!
Die Frage ist aber, in wie fern so etwas für einen Prepper interessant wäre. Ich fragte nach: "Wenn mal der Strom ausfällt, dann sieht man wie viele Plünderer die Treppe hoch kommen!" und "Die (versteckte) Kamera schreckt Diebe ab!"
Aber natürlich! Man erlebt es ja bei jedem Stromausfall: Es ist dunkel, keine elektrischen Geräte funktionieren mehr (außer die Batterie betriebenen, wie der digitale Türspion) und man weiß einfach nicht wie viele Plünderer da gerade die Treppe hoch kommen! Der gut vorbereitete Prepper ist dank des digitalen Türspions natürlich bestens informiert: "Ah, da kommen grad fünf Plünderer!".
Man kann sich ein Foto der Plünderer auch per MMS zuschicken lassen (je nach Modell)!
Daß die versteckte Kamera Diebe abschreckt, ist natürlich auch völlig logisch ;) 
Ich wollte noch nachfragen was man als Prepper denn nun wirklich für Vorteile damit hat, aber leider wurde ich dann nur noch wild beschimpft... :D 
Ein anderer Prepper hatte dann noch eine Idee, was man mit dem digitalen Türspion machen könnte:


Das Thema Feuer hatten wir ja schon mal ^^ In der eigenen Wohnung hat man natürlich kein Feuerzeug und keine Streichhölzer, aber braucht man ja auch nicht: Man rammt einfach ein Messer in den digitalen Türspion und schon hat man Feuer! Hahaha :D Soll ich darauf jetzt wirklich ernsthaft eingehen?


Mein Tipp an die Prepper:
Man muß ich nicht jeden Furz in den Prepper-Gruppen posten! Ein digitaler Türspion hat genau so wenig mit Prepping zu tun wie ein 30 Euro Aldi Einkauf oder ein Six-Pack-Wasser!
Und mein Tipp speziell an diesen Prepper:
Statt Geld für einen nutzlosen, digitalen Türspion auszugeben, solltest Du vielleicht mal Geld in die Verstärkung der Wohnungstür investieren! Zum Beispiel mit so einem Panzerriegel von ABUS. Was nützt es Dir, wenn Du die Plünderer kommen siehst und diese mit einem Tritt Deine dünne Wohnungstür eintreten?



Fazit:
Die Zeit in den Prepper-Gruppen auf Facebook war echt anstrengend! Die Gruppen sind voll mit klugscheißenden Idioten und auch Rechtsradikalen, die schnell sehr aggressiv werden. Gesprächspartner, mit denen man sich vernünftig unterhalten kann, findet man eher selten. Meistens wollen die Leute nur zeigen, wie gut und überlegen sie doch sind und reden dabei andere möglichst schlecht. Zur Dummheit gesellt sich also gerne auch noch Überheblichkeit, mit mehr oder weniger Rassismus als Beilage.

Die Prepper-Gruppen auf Facebook sind in erster Linie sehr unterhaltsam, weil sich einige Prepper gewaltig zum Affen machen.
Die "echten" Prepper sollten vielleicht mal darauf achten, wen sie so alles in Kreisen dulden... Idioten und Rechtsradikale lassen die Prepper in keinem guten Licht dastehen - was ich hier wohl ganz gut darstellen konnte.

Aber es gibt natürlich auch vernünftige Prepper, wie ich zu Anfang bereits schrieb! Nicht jeder Prepper ist ein paranoider Idiot oder rechtsradikaler Waffenliebhaber...


Sollte ich noch mal was schönes in den Prepper-Gruppen finden (davon gehe ich mal fest aus), werde ich das hier noch nachträglich veröffentlichen!


Die Reaktion der Prepper:
Diesen Blog habe ich vier Tage nach Veröffentlichung noch mal in den jeweiligen Gruppen veröffentlicht. Die Reaktion war eigentlich wie zu erwarten:
Innerhalb von wenigen Minuten selbstverständlich haufenweise Beleidigungen, Beschimpfungen und auch Drohungen. Die Reaktionen haben den Inhalt dieses Blogeintrags einfach noch mal bestätigt.
Aber es gab auch einige positive Kritik - danke dafür! Außerdem habe ich auf Grund einiger Gespräche auch noch ein paar Kleinigkeiten am Text geändert/verbessert - das nennt man konstruktive Kritik ;)

Danke für die lustige und teils kuriose Zeit in den Prepper-Gruppen! :D
Und keine Sorge: Ich werde aus allen Prepper-Gruppen austreten und Euch zukünftig in Ruhe lassen!


Buchempfehlungen zum Thema:

    

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Guter Blog und leider hast du vollkommen recht!
Ich bin selbst Prepper der ernsthaften Sorte und ich ärgere mich oft über die ganzen Idioten in den Gruppen.
Ich habe vorhin deine Diskussion mit Michael K. und Dennis B. mitbekommen - das sind zwei super Beispiele für solche schwarzen Schafe!

Dir auch alles Gute und schade dass du weg bist - war immer sehr lustig!

BirgerS hat gesagt…

Vielen Dank!

In den Gruppen geht grad der Shitstorm so richtig los! Ich bin blöd, mein Blog ist billig, wer liest denn so was, endlich bin ich weg...
Wie ich es erwartet habe: Die Idioten müssen wieder am lautesten schreien :D

Anonym hat gesagt…

Leider muss ich Dir recht geben.....
Diese konstruktive Kritik sollten sich die Leute in den Foren durchlesen.

Anonym hat gesagt…

ich geb dir vollkommen recht
klasse blog super geschrieben
mach weiter so

BirgerS hat gesagt…

Vielen Dank :)
Es ist echt schön auch mal positive Kritik zu lesen, statt nur das Geschimpfe und die Beleidigungen in den jeweiligen Gruppen!

Anonym hat gesagt…

Glückwunsch zu deinem Blog, leider jedoch muss ich anhand deiner Auflistungen der Fehltritte feststellen, das du verschiedene Sachverhalte miteinander vermischt. Wenn du in einer Gruppe unterwegs bist, die sich mit Bushcraften beschäftigt und in einer weiteren, die sich mit dem Thema Survival beschäftigt, dann haben die Posts nicht zwingend etwas mit preppen zu tun.
Ich würde mal sagen: Einfach seriöser recherchieren wer dort schreibt und nicht jeden Post nutzen um in für deine Zwecke zu missbrauchen. Das es in jedem Aktivitätsbericht Vollpfosten gibt leuchtet uns allen ein, aber das er auch vor Hobbybloggern keinen Halt macht beweist du hier grade mit ganzer Macht. ;-)

BirgerS hat gesagt…

Ich war in reinen Prepper-Gruppen unterwegs, keine Bushcraft- oder Survival-Gruppen!

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank für deinen Blog. Du hast alles richtig beschrieben und ich muss schon sehr lachen. Mir geht vor allem diese "Ich bin grandios" Frau B. am meisten auf den Zeiger. Sie ist eine richtige Diktatorin, bestimmt wer was schreiben darf oder nicht. Wenn ihr was nicht passt wird einfach gelöscht und die Person gleich mit entfernt. Von den nervigen Toastbrot-Bildern schreibe ich mal nichts. Weiter so, und lass dich nicht unterkriegen!

BirgerS hat gesagt…

Danke!
"Frau B." sagt mir jetzt nichts... Die ist dann bestimmt in der Gruppe, aus der ich schon nach kürzester Zeit rausgeflogen bin :D

Anonym hat gesagt…

Ganz ehrlich... ich bin seit einigen Stunden in der Gruppe. hab einiges an Unsinn gelesen. Könnte überall was dazu schreiben.....
Nun las ich gerade, dass man sich ersthaft mit Athemmasken gegen Nuklearunfälle schützen möchte.
Eigendlich wollte ich noch etwas weiterlesen. Aber das reicht schon. schade um die paar Leute, die das Thema ernst nehmen und sich stillschweigend vorbereiten. Aber so viel geballter Unsinn auf so engem Raum ist kaum ertragbar. Gut, dass ich diesen Blog vor allem Anderen gelesen habe und somit vorgewarnt war. Danke Birger.

Manuel hat gesagt…

Wenn man mit dem Teelichtofen nicht den ganzen Raum hochheizen will, sondern die direkte Strahlungswärme am Teelichtofen nutzt und sich an die mit der Feuerwehr ausgearbeiteten Sicherheitshinweise hält (max. 2 Teelichter, richtige Abstände usw. siehe Internet) ist das Betreiben nicht gefährlicher als die Verwendung von normalen Teelichtern. Da diese in der dunklen Jahreszeit ehh häufig verwendet werden, ist es doch klug wenn man die Konvektionswärme der Teelichter, mit dem Teelichtofen in Strahlungswärme umwandelt und so für den Menschen besser nutzbar macht. Wenn man den Teelichtofen allerdings zu groß nachbaut oder zu viele Teelichter zu eng nebeneinander stellt, kann es tatsächlich zu einem gefährlichen Hitzestau kommen.

BirgerS hat gesagt…

@ Anonym von :45 Uhr:
Danke, gerne :) Ich finde es auch recht traurig, was sich in den Gruppen so tut... Anfangs wollte ich mich auch ernsthaft mit dem Thema beschäftigen, weil ich das sehr interessant fand, aber die meisten Themen sind einfach nur lächerlich bis peinlich!

@ Manuel (der Erste der nicht vollkommen anonym schreibt):
Ja, da hast Du recht! Ich meinte damit aber Leute, die sich ernsthaft 10 Teelichtöfen mit jeweils vier Kerzen in einen kleinen Raum stellen, um diesen komplett aufzuheizen! Das werde ich im Text so auch noch mal genauer schreiben, daß es da keine Missverständnisse mehr gibt.

Anonym hat gesagt…

Dein Block ist unterhaltsam und leider speigelt er zum Teil ach die Wahrheit wieder. Gerade was die Toleranz anderer Meinungen angeht. Im Internet sind alle sehr schnell dabei zu beleidigen ohne sachlich zu bleiben.
Aber das das ist leider nicht nur in Prepper-Gruppen so, ich habe neulich gewagt in einer EDC-Gruppe zu behaupten, das die Kochtools nicht zur Selbstverteidigung geeignet sind, da war der Teufel los, man hätte mich am liebsten bei lebendigem Leibe verbrannt. Achso und keiner hat die Absicht diese "Dinger" als Schlagring zu nutzen, die dienen nur für Fotos und als Flaschenöffner....

Die We
lt ist einfach gemein ;)

Anonym hat gesagt…

Die Frau B. Nervt auch höllisch mut ihrer Walking Dead “sucht“. Schlimm.

Anonym hat gesagt…

Ich selbst bin kein prepper, habe mich aber sehr gern in sachen bevorratung und ähnliches in diversen prepper-gruppen informiert.
Das meiste an inhalten in den gruppen hat mich aufs köstlichste amüsiert.ganz so wie hier im blog beschrieben, drängte sich mir der verdacht auf, in "tag x" in einem haufen lifestile-prepper geraten zu sein. ich kritisierte scherzhaft einige dinge... (nach dem ich wochenlang nur mitgelesen hatte), weil die gruppengründerin name und adresse sowie weitere private informationen haben wollte. des weiteren weigerte ich mich, die forderung nach erzwungenen likes zu erfüllen ("nur wer die beiträge liked, hat noch die berechtigung, sich hier in der gruppe aufzuhalten"). Meine weigerung, sowohl der likepflicht wie auch dem herausrücken privater daten nachzukommen wurde mit einem wortlosen rauswurf mit sofort folgender blockade beantwortet.

So gesehen war es ein witziger, kurioser ausflug in die welt der (grösstenteils lifestile-)prepper.

Vielen dank für den wirklich guten text.

Grau hat gesagt…

Admnseitig sehe ich das so... Die Berichterstattung und Ansichten von Birger Sausse sind zielgerichtet überwiegend einseitig dargestellt. Ob dies so ist, weil er vielleicht aus früherer Ernsthaftigkeit bei der Thematik keinen Anklang fand und von anderen angegangen wurde, weiß ich nicht, jedoch hat seine Meinung recht viel von einer Patzreaktion, welche nach Bestätigung Dritter dürstet. So ist oberflächlich pauschalisiert - aber nicht objektiv beobachtet oder berichtet.

Er geht mit einer gezielten Erwartungshaltung in einen Post rein und provoziert mit seinen Fragen und Antworten, die Reaktionen, welche er sehen möchte. Damit fordert er recht unseriös die Bestätigung seiner Ansichten ein und pauschalisiert diese auf alle Personen die sich mit der Thematik beschäftigen.

Auch wenn der Großteil der Leute Ihn still und ignorierend für einen Deppen halten, blendet er das für sich aus, da für Ihn und sein Ego die paar Befürworter wichtiger sind - egal ob richtig oder falsch.

Unter dem Strich betrachte ich sein Post nicht als Angriff oder Beleidigung auf Prepper, sondern versuche den Menschen dahinter zu sehen, welcher mir anhand all der gezeigten Indikatoren die auf ein bestimmtes Bild hinweisen, eher leid tut.

Wenn er dann im Rahmen der Selbstdarstellungen mit Posts und Blog seine 5 Minuten Aufmerksamkeit erhält, sei es ihm gegönnt.

Anonym hat gesagt…

Teil 1

Ich liege sicher nicht falsch damit, dass jedes dieser Foren in Facebook mehr oder minder einen Querschnitt durch die Gesellschaft darstellen, so eben auch hinsichtlich Schulbildung, politische Auffassung usw.
Dass es in solchen Foren innerhalb kontroverser Diskussionen zu 'verbalen Kollisionen' kommt, möchte ich auch für dieses hier sehr ausführlich kritisierte Prepper-Forum nicht ausschließen.
Jedoch konnte ich in nahezu allen Fällen auch beobachten, dass es zur Einigung und zur Bereinigung von Missverständnissen kam, die oft Ursache dafür waren.
Oft schalteten sich dabei eine oder mehrere Teilnehmer ein, die eine moderierende und Streit schlichtende Wirkung in solchen Diskussionen ausübten.
Innerhalb solcher Foren wird es immer eine Minderheit von Leuten geben, die extrem unsachlich und beleidigend vorgehen und das kann ich aus einer eigenen unangenehmen Erfahrung bestätigen.
- Diese Leute sind jedoch nicht ständig oder gar auffällig präsent und andere Foren-Mitglieder sowie die Admins sind darin aktiv, auf solche Ausfälle mit Löschung des Posts oder Ausschluss der verursachenden Person zu reagieren.
Natürlich dreht sich bei Preppern manches um Waffen und die Tonart bei derartigen Themen macht manchmal einen 'rustikalen' Eindruck, doch meiner Erfahrung nach macht das hier im Vergleich zu anderen Foren auf mich einen sehr gemäßigten Eindruck.
Zudem bin ich positiv sehr überrascht, dass ich NICHT angegriffen wurde, nachdem ich mich als Vegetarier outete und Jagd und Waffenbesitz für mich ausschloss!
So wie andere akzeptiere, so wurde in besagtem Forum auch ich akzeptiert, trotz teilweise gravierender Unterschiede!
Ich habe den Eindruck, dass Du Dich, Birger, allzuleicht gängiger Klischees bedienst, mit denen Du hoffst, Dir Gehör zu verschaffen.
So auch bei der angeblich vorherrschenden rechtsradikalen Einstellung einiger oder wie auch immer wie vieler Mitglieder.
Was einige in anderen Foren tun, sollte in diesem Prepper-Forum unbewertet werden, solange ihr politisches Gedankengut nicht hier weiter thematisiert wird.

...

Anonym hat gesagt…

Teil 2

Angesichts von Überlegungen, wie es zu einer Katastrophe in Deutschland und Europa kommen kann, kam es in der Tat zur Erwähnung des Flüchtlingsstroms als eine mögliche Ursache für bürgerkriegsähnliche Zustände.
Einmal abgesehen davon, dass diesen Gedankengängen in besagtem Forum durchaus vehement widersprochen wurde, halte ich es für ganz normal und im Sinne einer politisch pluralistischen Haltung erlaubt zu bemerken, dass eine heiß umstrittene Politik (wie grundsätzlich alle politischen Entscheidungen) und ihre doch nicht ganz zu ignorierenden Folgen in der extrapolierten Form einer Vorstellung für ein potenzielles 'Endzeit-Szenario' die Grundlage liefern könnte.
Wer dann, entweder im Sinne einer allgemein angesagten Hetzjagd oder auch nur als reißerischen Aufmacher für seinen persönlichen Kreuzzug, bei Gelegenheiten wie diesen anderen womöglich das rechtsradikale Stigma andichtet, so droht er schnell das zu verlieren, wofür er einzutreten glaubt: Den Sinn für Toleranz.
Was Dich sehr deutlich entlarvt, ist Dein Post mit dem Sixpack Wasser, was Du mit diesen Worten kommentierst: "Voll verarscht! Ich wollte mal sehen, wie die Prepper auf einen völlig lächerlichen "Vorrat" reagieren würden und so postete ich ganz stolz einen Sechserpack Wasser".
Du triumphierst über die Täuschung, mit welcher Du natürlich Reaktionen provozierst, die Deinen Post entweder hinterfragen oder gut gemeint (zwecks Motivation für den ersten kleinen Einstieg ins Prepper-Dasein zum Beispiel) einige 'Gefällt mir' folgen lassen. - Hast Du eine solche Art von Selbstbestätigung so dringend nötig oder ist das alles hier ein psychologisches Spielchen im Sinne einer Studienarbeit?
Insofern schließe ich mich den Worten meines 'Vorredners' namens 'Grau' an, die hinter Deiner Aktion weniger einen Angriff sehen, sondern eher etwas wie ein (labiles) Verhaltensbild (welches ich als eine Art Hilferuf interpretiere).
Ich frage mich selbst, warum ich mir die Zeit für Dich nehme, zumal Du mir eigentlich leid tust.
Vielleicht ist es eine altruistische Ader in mir, vielleicht der Wunsch nach Räson.
- In diesem Zusammenhang möchte ich noch etwas rezitieren, was Du in Deinem Blog anfangs anmerktest - und vielleicht fallen ja nicht nur Idioten (Verzeih' bitte meine mangelnde Zurückhaltung!) wie ich darunter, sondern der Urheber dieses Zitat's: "Aber die Idioten fallen wie immer am meisten auf, da sie am lautesten schreien und alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen, während die vernünftigen Prepper sich eher im Hintergrund aufhalten und Zurückhaltung üben."

BirgerS hat gesagt…

Noch mal danke für die viele Kritik!
Ich habe einige Stellen im Blog auch noch mal verändert, um Missverständnisse zu beseitigen.

Und nein, mein Blog ist kein Hilferuf :D
Ich halte einigen einfach einen Spiegel vor und den Kommentaren in den Gruppen zufolge mit vollen Erfolg! Die Leute, die sich angesprochen fühlen, die sind ja regelrecht ausgerastet!
Mein Blog ist seit vielen Jahren mein Hobby, ich schreibe hier mal mehr, mal weniger, mal interessante oder weniger interessante Dinge. Und ja, ich provoziere auch mal gerne ;)

Andaç Aydin hat gesagt…

Die Rechtsradikalen gehen mir auch auf den Keks. Statements wie "es wird bei der momentanen politischen Lage, forcierte Umvolkung etc sicher bald zum großen Knall kommen. Man sollte besser vorbereitet sein,ich habe mehrere Schrotflinten und Gewehre in meinem Keller...". Die phantasieren sich irgendwelche Rassenkämpfe herbei und kommen sich wahnsinnig zäh und stark vor wenn sie sich was auf den Zufall ihrer Geburt einbilden.

BirgerS hat gesagt…

Ja, da gab es so einige Beispiele!
Und die Admins verkaufen das einem dann noch als Meinungsfreiheit -.-