Samstag, 29. Oktober 2011

Völlige Verzweiflung!

Mein Vectra, den ich vor gerade mal 3 Monaten gekauft habe, ist jetzt schon kaputt!

Am Dienstag Abend bin ich zur Arbeit gefahren, da ging kurz vorm Ziel die Motorkontrollleuchte an und der Wagen verlor extrem an Leistung. Ich bin dann von der Autobahn runter und habs durch die Stadt im Schneckentempo gerade noch zur Arbeit geschafft.
Später auf der Arbeit wollte ich dann ne Fehlerdiagnose machen und hab den Motor laufen lassen... Da kam dann weißer Qualm und jede Menge Öl aus dem Auspuff oO Darauf habe ich den Wagen sofort abschleppen lassen...

Spätere Diagnose: Turboschaden und Kat (evtl. ganze Auspuffanlage) hinüber -.-


So sieht ein Turboschaden aus (nicht mein Auto)

Laut der Werkstatt würde die Reparatur bis zu 1800 Euro kosten *hust*
Ein Blick auf eBay verrät: Turbo und Kat bekommt man nagelneu mit Garantie für rund 700 Euro. Dazu würden dann noch Arbeitsstunden, Materialien und Öl kommen... Also insgesamt schätzungsweise 1000 Euro?
Die Werkstatt weigert sich aber selbst besorgte Teile zu verbauen... auch wenn diese neu und mit Garantie sind. Die wollen sich dann nochmal nach den genauen Preisen erkundigen... ich rechne also mit 1200 bis 1800 Euro.

Ich könnte das ja auch billiger haben, aber diesmal möchte ich das ganze professionell mit Gewährleistung gemacht haben! In der Vergangenheit hab ich zu viele schlechte Erfahrungen mit "günstigen" Werkstätten gemacht oO

Insgesamt habe ich eigentlich 4 Möglichkeiten zur Auswahl, wobei jede ihre Vor- und Nachteile hat:

Möglichkeit 1 Reparatur:
Ich lasse meinen Wagen für 1200 bis 1800 Euro reparieren.
+ Ich behalte mein lieb gewonnenes Auto.
+ Der Turbo und Kat ist dann neu, der Motor robust, der Rest macht auch noch einen guten Eindruck, ich weiß was ich habe.
- Damit sich die Reparatur lohnt, muß der Wagen anschließend mindestens 30 Monate ohne größere Schäden halten. Treten weitere teure Defekte auf, wird der Wagen langsam zu einem finanziellen Faß ohne Boden.

Möglichkeit 2 Schrottwagen:
Ich verkaufe meinen Wagen als defekt zum Schleuderpreis und kaufe einen Wagen unter 1000 Euro.
+ Ich mache langfristig finanziell den geringsten Verlust.
- Das neue Auto hält erwartungsgemäß kurz: paar Monate fahren bis es platt ist, dann den nächsten Schrottwagen kaufen.
- Solche Autos verbrauchen verhältnismäßig viel, ich habe höhere Unterhaltskosten.

Möglichkeit 3 gleichwertiger Ersatz:
Ich verkaufe meinen Wagen als defekt zum Schleuderpreis und kaufe einen etwa gleichwertigen Wagen vom Händler der mir gut gefällt.
+ 12 Monate Gewährleistung.
+ Verschuldung hält sich noch in Grenzen.
+ Auto welches mir gefällt.
- Nach den 12 Monaten Ungewissheit und Gefahr erneuter, teuren Pannen (spreche aus Erfahrung) und ich steh evtl. erneut vor dem gleichen Problem wie jetzt (nur mit höherer Verschuldung).

Möglichkeit 4 hochwertiger Wagen:
Ich verkaufe meinen Wagen als defekt zum Schleuderpreis und kaufe vom Händler einen neueren Wagen mit wenig km.
+ 12 Monate Gewährleistung und Restgarantie vom Hersteller.
+ Geringste Chance auf Defekte und Pannen.
+ Geringe Unterhaltskosten.
- Sehr hohe Verschuldung für mindestens 6 Jahre.
- Preis/Leistungsverhältnis entspricht eher einem Klein- oder Kompaktwagen, was nicht meinen Vorstellungen entspricht.
- Nach der Gewährleistung/Garantiezeit erneut Ungewissheit über die Zukunft/Haltbarkeit des Wagens und keine finanziellen Reserven mehr.



Die Vernunft rät eher zu Möglichkeit 2 und 4, aber mein persönlicher Geschmack und Wille tendiert größtenteils zu Möglichkeit 1 oder eventuell 3 (was allerdings das größte Risiko darstellt).
Also Möglichkeit 1... Den Wagen so günstig wie möglich reparieren lassen und hoffen daß er die nächsten 2,5 Jahre durchhält. Sollte das nicht klappen, bleibt mir finanziell nur noch die Möglichkeit 2 mit dem Schrottwagen.

Auf jeden Fall ist alles irgendwie SCHEISSE !!!

Und wo wir grad beim Thema sind...
Da mein Auto ja kaputt gegangen ist, bin ich am nächsten Tag mit dem Motorrad zur Arbeit und am nächsten Morgen auf dem Rückweg: LIEGEN GEBLIEBEN -.-
Lange Geschichte, kurzer Sinn: Probleme bei der Benzinzufuhr. Aber das lässt sich zum Glück entweder für ein paar Euro, oder ganz kostenlos reparieren. Hoffentlich...
Momentan steht das Motorrad noch irgendwo in Essen rum - ich werd das erst die nächsten Tage reparieren und wieder nach Hause fahren können.
Das Motorrad hab ich seit dem Kauf übrigens ganze 170 km gefahren oO

Also für die Zukunft: Immer beim Händler kaufen, dann hat man wenigstens für die ersten 12 Monate ne geringe Sicherheit *hmpf*

3 Kommentare:

Tröte hat gesagt…

Also ich hab in einer ähnlichen Situation ganz gute Erfahrungen gemacht mit selbst Ersatzteile kaufen und selbst reparieren. Dank Internet gibt es ja mittlerweile zu jedem erdenklichen Kram Online Video-Anleitungen. Sowie auch die Ersatzteile: http://www.daparto.de/Endschalldaempfer-Auspuff-Endtopf/Alle-Fahrzeuge/--696

BirgerS hat gesagt…

Ja, hab ich dann auch gemacht.
Die erste Werkstatt wollte das alles für 2000 Euro machen - aber OHNE Garantie!

Habe dann Neuteile bei eBay gekauft (mit 24 Monaten Garantie) und die bei ner anderen Werkstatt (die ich über MyHammer.de gefunden habe) einbauen lassen.
Kosten insgesamt: 1200 Euro!

Selbst einbauen war mir zu riskant! Luftmassenmesser und Luftfilter hab ich dann selbst gemacht, aber die anderen Sachen hab ich dann lieber den Profis überlassen. Bei nem 500-Euro-Turbo kann ich mir keine Einbaufehler leisten oO

Patte hat gesagt…

Den Weg den du eingeschlagen ist auch der Beste! Und eine Werkstatt die nicht die deine Teile nicht einbauen wollte kann ich auch verstehen ;) Denn sie geben darauf ja auch eine Gewährleistung und wenn du dann Schrott anbringst und es einbauen lassen willst verstehe eich die Reakltion ;)

Aber so ist es ja nun auch gut gelaufen und fährt er noch oder hast du schon den nächsten Schaden?