Samstag, 7. August 2010

Photovoltaik-Anlagen

Ich bin zwar kein Super-Öko, der meint Solar- und Windkrafträder könnten alle Atom- und Kohlekraftwerke ersetzen, aber ich fand immer daß möglichst viele Leute ne Solaranlage (Photovoltaik zur Stromerzeugung) auf dem Dach haben sollten. Einmal zur Eigennutzung um den Verbrauch zu senken und dann noch zur Einspeisung ins Stromnetz um was hinzu zu verdienen.

Als Mieter einer Wohnung hat man von sowas von nichts... Aber ich bin jetzt ja Besitzer einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus.
Da hatte ich folgende Idee: Man nimmt etwas von den Rücklagen der Eigentümer und errichtet davon eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Der Strom wird komplett in das Stromnetz eingespeist und der Gewinn daraus wird dann wieder den Rücklagen zugeführt. Nach ein paar Jahren fährt man dann so einen ordentlichen Gewinn ein.

Ja, so dachte ich...
Aber bevor ich sowas bei der nächsten Eigentümerversammlung vorschlage, informiere ich mich vorher natürlich.
Infos dazu findet man irgendwie recht schwer... Alles so Wischwaschi-Infos und Preise. Ich musste mir mehr oder weniger alles zusammen reimen und kam dann vorerst zu folgenden Ergebnis:
Eine 10qm große Anlage würde mit Befestigungsmaterial und Installation so etwa 7000 bis 8000 Euro kosten und würde dann so etwa 270 bis 350 Euro im Jahr einbringen.
Das heißt wiederum, daß die Anlage erst nach 20 bis 30 Jahren Gewinne machen würde! ...vorausgesetzt die Anlage hält so lange und es geht nichts kaputt!
Ähm hallo?? Seh nur ich das so, daß sich sowas voll nicht lohnt?

Ich hab dann mal ne Anfrage in nem Expertenforum gestartet:
Dort wurde mir dann ordentlich was vorgerechnet... Es gibt ja noch Zuschüsse vom Staat und sonstige Subventionen, außerdem lassen sich die Ausgaben steuerlich absetzen. Insgesamt haben die das dort dann recht optimistisch berechnet und kamen dann zum Entschluss, daß so eine Anlage schon nach 11 bis 15 Jahren rentabel wäre. Wobei das schon wieder zu optimistisch berechnet ist... 15 Jahre wären wohl eher recht real, aber das sind immer noch zu viele Jahre.
Und die große Frage ist, ob man als Gemeinschaft überhaupt alle Subventionen bekommt und wie man als Gemeinschaft die Ausgaben steuerlich geltend machen kann (wohl eher gar nicht).


Fazit:
Ich glaube das lohnt sich nur ab 30qm Fläche und nur als Einzelperson (oder Firma). Gemeinschaftlich und so klein dauerts zu lang bis es sich rentiert und danach die rund 300 Euro Gewinn im Jahr (wenn bis dahin die Subventionen noch so hoch sind, wovon ich kaum ausgehe) sind den Aufwand kaum wert.
Bei so einer Gemeinschaft würde sich wohl eher ne Erdwärmepumpe lohnen, was bei unserem Haus allerdings nicht in Frage kommt.
Tja schade, dabei hab ich mir das ganze so schön vorgestellt...

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